Musik

Veröffentlicht am 11.01.2012 | von Dominik

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LUIK – Owls

Wherever is sorrow, is relief
If you do sorrow at my grief,
By giving love your sorrow is my grief.

(Luik – ‪We’re Both Extermined‬)

Aus dem Umfeld, genauer gesagt vom selben Label, von I Am Oak, kommt jetzt die nächste Band, die sich mit ruhigeren Tönen tranceartig in die Wahrnehmung des geneigten Hörers spielt. Die Rede ist hier von Luik, der Band um Sänger Lukas Dikker, die diese Woche via Snowstar Records in ihrer holländischen Heimat ihr Debütalbum ‚Owls‚ veröffentlicht.

‚Owls‘ besticht dabei mit einer schwerfälligen und trägen Melancholie, die sich auf die Stimmung des Hörers auswirkt. So heißt es im Pressetext schon, dass das Album voll von Slowcore-Stücken sei, bei denen die Blätter permanent von den Bäumen zu fallen und Autos immer einen Platten zu haben scheinen. Darüber hinaus werden Parallelen zu Beach House, Julian Lynch, Low oder Sparklehorse gezogen. Zumindest zu dem Beach House-Vergleich kann man einwenden, dass sich Luik zwar ähnlich ausartend an Orgel-Einsätzen bedienen, jedoch kommt man mit weitaus weniger Dynamik zurecht als das US-amerikanisch-französisches Dream Pop-Duo aus Baltimore. Vielmehr spielt man sich während den Songs in Trance, schwebt einer entspannten Melancholie entgegen, die zwar traurig, aber nicht bedrohlich wirkt.

Wenn wir schon bei Vergleichen sind – ‚These Man May Grow‚ erinnert fast an einen Song der großartigen Band The National, nur eben minus der Klimax bzw. der ausladenden Instrumentierung. Eher rückt Lukas Dikker nah an den Hörer, souffliert ihm seine Texte direkt ins Ohr, wirkt dabei schwerelos, erschafft einen Raum, indem nur er und die musikalische Untermalung Bedeutung zu haben scheint. So leben die zumeist an sich einfachen Songs und Melodien von seinem eindringlichen, aber dabei nicht aufdringlichen Gesang – siehe auch ‚A Fool‚, dem vielleicht hypnotischsten Song der Platte, indem er gegen Ende jedoch durch die Gitarre ersetzt wird, die einen zumindest hier nicht minder in den Bann zieht.

‚Owls‘ ist eine Platte von trauriger Schönheit geworden, in der sich Einfachheit und Eindringlichkeit verbinden, zu einer der bestechendsten Slowcore-Platten der letzten Zeit.

Luik – Owls
VÖ: 13. Januar 2012, Snowstar Records
www.luikmusic.com
http://snowstar.bandcamp.com/album/luik-owls

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