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Veröffentlicht am 17.03.2017 | von Sophia Sailer

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ALICA JEMIMA – Alica Jemima

Nourish, Cherish, Liquorice
I’m not a quitter
I’m a fighter
And I live for it

Short skirts, Long legs, choclate
Not skinny but a woman
An I live for it

(Liquorice – Alice Jemima)

Durchaus möglich, dass einem die junge Britin bereits vor ihrem Debüt ein „I like the way you work it“ ins Ohr gehaucht hat. Nie hat sich das beliebte Cover sanfter in die Gehörgänge geschmiegt. Der Song hat nun auch auf dem gleichnamigen Debüt ein Plätzchen gefunden, welches die Tage erschienen ist und von Roy Kerr produziert wurde, der bereits London Grammar, Foxes und Bloc Party den letzten Schliff verlieh.

Auch auf dem Album sind Alice Jemimas elektronische Klänge oft nicht mehr als ein Windhauch. Ihr Debüt vereint 12 zwar zurückhaltende, aber dennoch poppige Songs, die meist aufs Minimalste reduziert sind. Sie verzichtet auf große Momente, viele Schichten und laute Töne. Es bleibt ihr zartes Stimmchen, leichte Atmosphäre und ein angenehmer Flow.

Schnellere Nummern sind rar gesät: Mit LiquoriceNo more und When You Dance war’s das eigentlich auch schon, selbst wenn ihr die treibenden Beats und ein präsenter Bass gut stehen. Veträumt und zierlich – in Kombination mit Elektro-Pop erinnert das an The XX. Sie selbst bezeichnete das Trio als große Inspirationsquelle, was durchaus hörbar ist. Auch möchte man noch Namen wie Daughters Sängerin Elena Tonra und eventuell Lana Del Rey in den Raum stellen. Alice Jemima kommt dafür aber ganz ohne Summertime Sadness aus – lediglich in Toxic begibt sie sich lyrisch auf finsterere Pfade.

Vielleicht könnte man der Musikerin vorwerfen, sich zu sehr auf ein verlässliches Rezept zu verlassen. Irgendwie kann man es ihr aber doch nicht verübeln: Dazu funktioniert Alice Jemima in all ihrer zierlichen Verträumtheit viel zu gut.

Alica Jemima – Alice Jemima (2017)
VÖ: 3. März 2017, Sunday Best
https://www.facebook.com/alicejemimamusic/
http://alicejemima.com

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