Kritik

Veröffentlicht am 7.03.2017 | von Lisa

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MOONLIGHT – Filmkritik & Verlosung

Du bist in der Mitte der Welt!

(Juan – Moonlight)

Im ganzen Trubel um die Verwechslung des Oscar-Gewinns für den besten Film am Sonntag ist leider vor allem eins untergegangen: die angemessene Lobpreisung für den wunderbaren Indie-Film “Moonlight”, der schlussendlich zurecht statt “La La Land” die Trophäe für den besten Film mit nach Hause nehmen konnten.

Unter der Regie von Ausnahmetalent Barry Jenkins und basierend auf einem Theaterstück des jungen schwarzen Autoren Tarell Alvin McCraney, mit dem Jenkins das Drehbuch zusammen verfasste, zeigt “Moonlight” in drei Akten drei verschiedene Lebensphasen eines jungen schwarzen Mannes namens Chiron, der in einem der gefährlichsten und ärmsten Viertel Miamis mit einer Cracksüchtigen Mutter aufwächst. Früh auf sich allein gestellt in einer Welt voll von Drogen und Gewalt, entwickelt sich der als Kind so sensible Chiron, der in seinen Teenager-Jahren mit Hänseleien und Gewalt von Mitschülern zu kämpfen hat, über die Jahre hinweg selbst zu dem, wovor er sich als Kind immer gefürchtet hatte und was seine Mutter schlussendlich in die Entzugsklinik brachte: einem einflussreichen Drogendealer. Doch was keiner seiner Kunden weiss, ist dass Chiron trotz seines dicken Autos und den Goldketten ein einsames Leben lebt – mit der Mutter im Entzug, kaum Freunden, denen er sich anvertrauen kann, und seiner Homosexualität, die er nicht einmal sich selber eingestehen kann….

“Moonlight” beeindruckt nicht nur mit einem eindrucksvollen Cast: Chiron wird in den drei Akten gespielt von drei überaus talentierten Newcomern – Alex Hibbert als Kind, Ashton Sanders als Teenager und Trevante Rhodes als junger Mann. Besonders hervorzuheben sind auch Mahershala Ali als Drogendealer Juan, der sich Chiron als Kind annimmt wann immer seine Mutter in den Drogensumpf absteigt, und für dessen vielschichtiges Porträt er völlig zurecht den Oscar als bester Nebendarsteller abräumte; und Naomie Harris als Chirons tragische Mutterfigur.

Mit viel Sensibilität zeichnet Barry Jenkins die Coming-of-Age-Story eines jungen schwarzen Mannes nach, und neben der groβartigen Cinematographie ist vorallem das Drehbuch mit seinen realistischen und nie kitschigen Dialogen hervorzuheben. Ein lebensnaher, wichtiger Film.

Regie: Barry Jenkins
Darsteller: Alex R. Hibbert, Ashton Sanders, Trevante Rhodes
Kinostart: 09.März 2017

Wir verlosen zum Kinostart von ‚Moonlight‘ 1 x 2 Kinofreikarten + Filmplakat zum Film. Ihr wollt gewinnen? Dann schreibt uns bis zum 10.März eine Mail mit eurer Adresse und dem Betreff „Moonlight“ an gewinnen@bedroomdisco.de und mit etwas Glück habt ihr bald schon Post von uns in eurem Briefkasten!

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