Reviews

Veröffentlicht am 11.08.2017 | von Sophia Sailer

0

KESHA – Rainbow

I got too many people
I got left to prove wrong
All those motherfuckers
Been too mean for too long
And I’m so sick of crying, yeah
Darling, what’s it for?
I could fight forever, oh
But life’s too short

(Kesha – Bastards)

Kesha Rose Sebert, kurz Kesha, verzichtet in ihrem neuen Album zwar auf Autotune und das Dollarzeichen im Namen, Dr. Luke konnte sie bisher aber noch nicht loswerden. Das, obwohl Rainbow, so der Titel des zweiten Albums, nach einem Freischlag klingt. Von dem ihr auferlegten Image als Partygirl, dass ihre Zähne mit Whiskey putzt und einem Produzenten, den sie sowohl des emotionalen als auch des physischen Missbrauchs beschuldigte. Musikalisch wurde es um Kesha deshalb recht stillt seit ihrer ersten großen Veröffentlichung Warrior Ende 2012. Ganz im Gegensatz zu dem Rechtsstreit um dem Ausstieg aus dem Plattenvertrag, der regelrecht ausgeschlachtet wurde. Damit rechnet sie im neuen Album ab und nimmt vielleicht auch noch ein bisschen Schwung des Medienrubels um sie mit.

Resultat sind sozusagen 48 Minuten Empowerment. Sie ist auf dem Cover in Regenbogenfarben geschminkt, singt von unabhängigen Frauen (Woman) und davon, seine Dämonen hinter sich zu lassen (Learn To Let Go). Das tut sie mal wütend wie in Praying und an anderer Stelle federleicht und humorvoll. Den Einstieg macht jedoch Bastards, ein Song, der textlich nicht eindeutiger sein könnte. Auf viel Schnickschnack wird weitestgehend verzichtet, lediglich ihre Gitarre begleitet meistens ihren Gesang. Ähnlich verhält sich das mit Godzilla. Dafür hat sie sich an anderen Stelle gleich verschiedene Gäste dazugeholt. Old Flame (Can’t Hold A Candle To You) ist ein Country-Cover aus 1980 von und mit Dolly Parton, auf Let´em talk sowie Boogie Feet hört man die Eagles Of Death Metal und auf Woman wird sie von DAP-Kings Horns unterstützt.

Auf dem Album finden sich Popsongs verschiedenster Stile – wie soll es auch anders sein bei der Begleitung. Was man auf Rainbow nicht findet: Autotune-Gedüdel mit lahmen Partylyrics. Wie die Fans das finden, wird sich zeigen…

Kesha – Rainbow
VÖ: 11. August 2017, Rca Int.
www.keshaofficial.com
www.facebook.com/kesha

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,


Über den Autor



Comments are closed.

Back to Top ↑
  • Dear Reader Wohnzimmerkonzert

    Anmeldung für das Dear Reader Wohnzimmerkonzert

    Hier geht es zur Anmeldung für das Wohnzimmer- konzert mit Dear Reader.

  • Bedroomdisco TV

  • Newsletter

  • Bedroomdisco Favs Playlist