BØRNS – Blue Madonna

Foto-© Chuck Grant

Climbed up the tree of life, kicked out of paradise
Living good, living evil is the toss of the dice
Couple of wild eyes, cup full of high life
She’s an angel and a devil of her own device
She’s got me spinnin’ (Spinnin’)
Spinnin’ and I can’t sit still (You know I can’t sit still)
Oh, spinnin’, spinnin’ and we can’t sit still
God save, God save our young blood
God save, God save our young love
Hot pavement, hot pavement, hot wheels in the sun

(BØRNS – God Save Our Young Blood)

Der 26jährige Amerikaner Garrett Clark Borns erkundet mit seinem zweiten Album Blue Madonna die Welten des Glam-Rocks und Elektropops mit ganz viel Retro-Charme. Dabei spielt er mit vielen Klangbrüchen, unterschiedlichen Melodien und glänzenden Vibes.

BØRNS ist so etwas wie ein Popchamäleon, musikalisch wie auch modisch. Der androgyne Musiker spielt mit den Geschlechtern und singt oft mit Falsett-Stimme. Vergleiche mit Prince und Marc Bolan kommen da nicht von ungefähr. Musikalisch bewegt sich BØRNS zwischen Beach Boys, MGMT, dem Glam-Rock der 70er und Psychedelic Pop wie von Tame Impala. Keine Musik für Schubladen also.

Faded Heart wechselt zwischen Disco und Psychedelic-Rock und zeichnet sich durch dramatische Vocals aus. Sweet Dreams spielt mehr mit tiefen Synthesizern und schwingenden Melodien. “Sweet dreams, always thought you were the sweetest thing, but don’t cry, consider this a lullaby.” Beim Hören fühlt es sich ein bisschen so an, als würde man auf einer Wolke schweben, irgendwo in einem Wunderland. Sweet Dreams allerdings. Man kommt mit treibendem Beat daher und lädt zum Tanzen ein.
I Don’t Want You Back ist ein cooler Pop-Groover mit ordentlich Synthesizern und Bass.

Nicht verwunderlich ist es, dass sich BØRNS als einzigen Gast keine geringere als Lana Del Rey ausgesucht hat. God Save Our Young Blood hat nicht nur einen etwas pathetischen Titel, sondern ist eine verträumte Hymne auf die Jugendlichkeit. “Baby save me one last sip while you strip on the beach, I’ll save you in the waves if you swim too deep.” Wer könnte bei solchen Lyrics passender sein als Lana? Jedenfalls ist der Track ein gelungenes Duett und wohl essentiell für die ganze Platte.

Blue Madonna ist erfrischend eingängiger Retro-Pop, der schon Vorfreude auf sorgenfreie Sommertage macht.

BØRNS – Blue Madonna
VÖ: 12. Januar 2018, Interscope
www.bornsmusic.com
www.facebook.com/bornsmusic