Kritik

Veröffentlicht am 11.04.2018 | von Dominik

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DETROIT – Filmkritik & Verlosung

Das sieht nicht nach Amerika aus, sondern wie Vietnam.

(Krauss – Detroit)

Die amerikanische Regisseurin Kathryn Bigelow hat sich durch ihre letzten Werke zu so etwas wie einer Hollywood-Kriegsreporterin oder zumindest zu einer Art Chronistin der politischen Geschehnisse der letzten Zeit gemaußert – mit Schwerpunkt Amerika. Und so ist auch ihr neuster Film, nach Zero Dark Thirty und The Hurt Locker, für den sie als erste und bisher einzige Regisseurin mit dem Oscar für die beste Regie geehrt wurde, ein Werk über ein dunkles Kapitel der jüngsten Geschichte, das jedoch nicht aktueller sein könnte.

Im Sommer 1967 erreichen die Unruhen in Amerika ihren unrühmlichen Höhepunkt und führt zu einem der größten rassistisch motivierten Aufstände in der Geschichte der USA: In den Großstädten eskaliert die Wut, Häuser brennen und auf den Straßen stoßen Polizei und aufgebrachte Menschen zusammen. Eines Abends während der Bürgerrechtsaufstände in Detroit werden von einem Motel Pistolenschüsse gemeldet. Die Polizei rückt mit einem Großaufgebot an, doch statt sachlich zu ermitteln oder die Situation zu lindern, führen mehrere Officer eine von Vorurteilen und Gewalt geprägte Razzia durch, in deren Folge drei Schwarze ums Leben kommen und viele verletzt werden. Beim fünftägigen Bürgeraufstand sterben letztlich 43 Menschen, tausende snd verletzt, ganze Viertel wurden geplündert und standen in Flammen.

Ein aufgeheiztes Thema also und ein Thema, das weiterhin leider immer noch große Brisanz hat. Bigelow und ihr Hausdrehbuchautor Mark Boal erzählen die Geschichte der Geschehnisse eindringlich und ohne große Umschweifen oder Schnörkel. Schmerzhaft für die Protagonisten, wie den Betrachter treffen Wut, Hass und Ohnmacht immer wieder aufeinander, während sie Will Poulters eindringlich gespielten Charakter Krauss zum personifizierten Bösen stilisieren. Anhand von eigener Recherche und Gesprächen mit den Überlebenden – mehrere Gerichtsverfahren konnten den Ablauf nicht abschließend klären – machten sie Detroit zu einem Film, der kompromisslos und schwer zu ertragen ist, aber genauso gut und ungemein wichtig.

Detroit (USA 2017)
Regie: Kathryn Bigelow
Darsteller: John Boyega, Will Poulter, Anthony Mackie, Algee Smith, Jason Mitchell, John Krasinski
Heimkino-VÖ: 5. April 2018, Concorde Video

In Kooperation mit Concorde Video verlosen wir zum Heimkinostart von Detroit zwei Mal die Blu-ray zum Film! Ihr wollt gewinnen? Dann schickt uns bis zum 18. April eine Mail mit dem Betreff „Detroit“ und eurer Adresse an gewinnen@bedroomdisco.de und mit etwas Glück habt ihr bald schon Post von uns in eurem Briefkasten.

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