OF MONTREAL - False Priest
7. September 2010

You got the kind of beauty that makes people nervous.
I know it’s fucked, but before we got together I even hooked up with one of your cousins.
Just to feel somehow closer to you, ‘couse I knew like, you guys are real friends and you talked every day.
And it was thrilling to touch something that had touched you.
In my head you’re like this goddess. But in fact you’re just a crazy girl!
(of Montreal - Our Riotous Defects)
CD rein, noch schnell ‘Play’ gedrückt, zurückgelehnt…äh? Was ist das denn? Es quietscht, Kitsch pur auf Pop gezimmert - ach stop, das muss so. Es dreht sich doch bei “False Priest” um das 10. Album der Indie-Popband (wenn man Wikipedia das mal so abnimmt) von of Montreal. Und naja…so viel ist ja schon mal klar: Of Montreal ist keine normale Band, zumindest das wissen wir nicht erst seit dem Opener “I Feel Ya Strutter“.
Schon das Cover der CD lässt darauf schließen was einen beim Genuss der Lieder Erwartet: Überladene, schrille Skurrilitäten, die man im Ganzen schwer begreifen kann bzw. sich noch schwerer beschreiben lassen. Die Lieder von of Montreal wirken wie ein Zuckerschock…oder vielleicht ausgiebiger Alkoholkonsum, wissen dabei aber überaus zu gefallen. “False Priest” liefert doch auch hier wieder mal einen Beweis für die grenzenlose Energie, Spielfreude und Kreativität einiger Wirrköpfe aus Athens, Georgia. Sei es “Our Riotous Defects” über die Liebe zu einer Frau, die sich letztlich als verrückt herausstellt, “Coquet Coquette“, das den Kitsch zugunsten von Rockapeal und, okay, quietschigen, schrillen Samples gegen Ende zurücknimmt. Oder aber “Famine Affair“, auch einer der Songs, die einen nicht mehr loslassen, mit seinen unwiderstehlichen Popmelodien vs. traurigen Texten - “You are a bad thing, miserable thing!“.
Sicherlich eine Platte, die nicht der breiten Masse gefallen wird - dafür ist die Platte einfach zu of Montreal, also überladen, grell und experimentell - aber was soll’s, gerade das macht doch die Schönheit einer solchen Band aus, die sich nicht an Konventionen hält, sondern ihr Ding durchzieht und auch noch nach 13 Jahren zeigt, dass man sich nicht wiederholt.

of Montreal - False Priest
VÖ: 10. September 2010, Polyvinyl
http://www.ofmontreal.net
http://www.myspace.com/ofmontreal
ANTENTION - Ivan Preview
7. September 2010
Keine Ahnung wer Antention ist? Zugegeben, so richtig weiß ich das auch nicht. Auf jeden Fall wirds diesmal russisch, laut myspace. Vielleicht ist DJ Antention ja auch mit Proxy verwandt, ganz leichte Ähnlichkeiten sind auf jeden Fall vorhanden. Hier gibts es erstmal nur die Ivan Preview für euch, auf myspace findet ihr aber noch einiges mehr (unter anderem einen Remix von Bloody Beetroots‘ “Domino“)!
Bedroomdisco-DVD-Wochenvorschau #KW 35
6. September 2010
Der Geldbeutel freut sich - diese Woche hält sich das Angebot an neuen tollen DVD-Veröffentlichungen in Grenzen, trotzdem gilt es einen Blick auf unsere Liste zu werfen. Diese Woche gibt es was zum Lachen und ein hochkarätig besetztes Musical von Chicago-Regisseur Rob Marshall.
- Friendship! (VÖ: 09.09.2010)
- Zu scharf um wahr zu sein (VÖ: 09.09.2010)
- Nine (VÖ: 10.09.2010)
Unser Tipp der Woche: Nine
DAN BROWN - Das verlorene Symbol (Hörbuch)
5. September 2010

Mittlerweile gibt es acht Staffeln von “24“, alle nach ähnlichem Muster: Der Held gegen die Welt. Das passt auch auf Dan Brown’s neustes Werk “Das verlorene Symbol“, das Ende des letzten Jahres erschienen ist. Darin darf Professor Robert Langdon den Jack Bauer geben - denn genauso wie die Macher der amerikanischen Fernsehserie, hat sich Dan Brown mittlerweile auf die Zutaten seiner Romane festgelegt - hat ihn ja nicht umsonst berühmt und wahrscheinlich auch finanziell wohlgebettet gemacht. Also mal wieder Verschwörung, Rätsel, Architektur, Geheimbünde, Symbolik, Religion und Hetzjagd gegen die Zeit…also “Illuminati“, die Dritte? Ja und nein…
Als Professor Langdon durch den Assistenten seines ehemaligen Mentors und Ersatzvaters Peter Solomon die Bitte übermittelt bekommt, kurzfristig einen Vortrag auf einer wichtigen Tagung zu halten, lässt er sich nicht lange überreden, sondern begibt sich sofort nach Washington. Dort angekommen, muss er jedoch feststellen, dass sein Freund entführt wurde und seine Entführer ihn als Druckmittel nutzen um Langdon dazu zu bewegen ein lang gehegtes Geheimnis um die Freimaurer aufzudecken, das irgendwo in der Hauptstadt versteckt sein soll. 12 Stunden hat er Zeit, gegen seine eigenen Zweifel an der Existenz des Geheimnisses, Symbole zu deuten, um Peter zu retten und gleichzeitig, die Welt, wie wir sie kennen, zu bewahren.
Tja was Jack Bauer in 24 Stunden hinbekommt, kann man als Harvard Professor locker in der Hälfte der Zeit bewältigen, natürlich mit Köpfchen und weniger Prügel. Wie seinen Vorgängern kann man auch dem neusten Thriller von Dan Brown den Spannungsfaktor nicht absprechen, trotzdem fühlt sich alles irgendwie nicht mehr neu und frisch an, sondern wie das etwas seelenlose Wiederholungswerk, das leider nicht mit den Vorgängern mithalten kann.
Sehr wohl mithalten kann dagegen das Hörbuch zu “Das verlorene Symbol”, das in einer bearbeiteten Fassung, gelesen von Wolfgang Pampel erhältlich ist. Auf 6 CDs (hinzu kommt noch eine CD mit Bonus-Material) spielt die Synchronstimme von Harrison Ford alle Rollen mit einer angenehmen Eigenheit und schafft es über 450 Minuten die Spannung aufrecht zu erhalten, selbst wenn dem Roman manchmal die Puste ausgeht. Eine schöne Alternative für Dan Brown Fans - einfach mal zurücklehnen und mitfiebern - klappt doch sonst auch gut bei Jack Bauer…

Das verlorene Symbol von Dan Brown
Genre: Szenische Lesung
Sprecher: Wolfgang Pampe
Redaktion: Dr. Arno Hoven
Produktion: Lübbe Audio 2009
Dauer: 6 CDs, ca. 450 Minuten (plus 1 Bonus-CD ca. 65 Minuten)
ISBN: 978-3-7857-4300-3
http://www.dan-brown.de
ROMAN FISCHER - Der Soundtrack des Sonntags
5. September 2010

Wie ein Model aus einer Calvin Klein Werbung sieht Roman Fischer auf dem Plattencover seines neuen, dritten Albums “Roman Fischer “aus. Das fesche, dandyhafte Aussehen macht neugierig. Erwartet mich nun kühle New Wave Melodik? Nicht ganz. Das Musikgenie Roman Fischer (er spielt alle Instrumente selbst ein) komponiert auf seinem Ende Juli erschienenen Album harmonischen, gut durchdachten Pop, etwas für Fans von Keane, Coldplay oder Maps. Absolutes Lieblingslied nicht nur am heutigen Sonntag “Into Your Head”!
Roman Fischer - Into Your Head
OUTDOORDISCO - Und alle freuen sich!
5. September 2010
Haben wir schonmal erwähnt, wie sehr wir uns auf diese Woche freuen? Nein? Na dann: wir freuen uns!!!!!!!!!! Besonders auf den Tipp der Woche!
Adam Green
Montag, 06.09.10 Heidelberg - Karlstorbahnhof
Astronautalis
Montag, 06.09.10 Darmstadt - Oetinger Villa
Disco Ensemble
Montag, 06.09.10 Wiesbaden - Schlachthof
Mintzkov
Montag, 06.09.10 Frankfurt/Main - Nachtleben
Seabear
Montag, 06.09.10 Frankfurt/Main - Das Bett
Calexico
Freitag, 10.09.10 Mainz - 3Sat Festival
Elektroschule: DontCanDJ + Tronik Youth
Freitag, 10.09.10 Darmstadt - Schlosskeller
The Morning Benders
Sonntag, 12.09.10 Heidelberg - Karlstorbahnhof
Unser Tipp der Woche:
Kraków Loves Adana präsentiert von BEDROOMDISCO.DE
Dienstag, 07.09.10 Frankfurt/Main - Brotfabrik
Kraków Loves Adana - Porcelain from Snowhite on Vimeo.
FROM PARIS WITH LOVE - Filmkritik
4. September 2010

“I’m not your driver, I’m your partner”
(James Reece - From Paris with Love)
Wer bei dem Filmtitel zunächst an Werke wie „Paris, je t‘aime“ oder vielleicht die nächste Rom-Com mit Katherine Heigl und Gerard Depardieu denkt, liegt hier ziemlich daneben. Wer sich dagegen an den James Bond Klassiker „From Russia with Love“ erinnert fühlt, ist da der Wahrheit schon ein bisschen näher.
Denn tatsächlich erzählt Pierre Morel‘s (Taken) „From Paris With Love“ die Geschichte des jungen James Reece, der als Angestellter der US-Botschaft in Paris, als Nebentätigkeit, mehr oder weniger erfolgreich, einige kleinere Spionage-Jobs für den CIA durchführt. Frisch verlobt mit einer Französin kann James sein Glück kaum fassen, als er einen wichtigen Auftrag erhält, in dem er Spezial Agent Charlie Wax dabei unterstützen soll, eine terroristische Attacke in Paris zu stoppen.
Verkörpert wird Wax von keinem Geringeren als John Travolta, der diesmal noch kahlköpfiger und schießwütiger daherkommt als bei seinem seinem Geiselnehmer-Auftritt in „The Taking of Pelham 1 2 3“. Damit ist der Grundstein gelegt für eine etwas abstruse, aber actionreiche Hetzjagd durch die Verbrecherringe der französischen Hauptstadt, die die beiden ungleichen Partner meist auf humorvolle Weise, aber niemals ohne den Einsatz von zu wenig Schusswaffen, ihrem Ziel nach und nach näher bringt. James muss bald feststellen, dass er tiefer in die terroristischen Pläne verstrickt ist, als er es auch nur annähernd vermutet hätte.
Obwohl hier eindeutig mehr auf Action, als auf spannende Thrillerelemente gesetzt wird, liefert „From Paris with Love“, was er verspricht, ohne sich dabei selbst zu ernst zu nehmen. So sorgen viele witzige Situationen dafür, dass die mit vielleicht manchmal fragwürdig vielen Leichen gepflasterte Handlung, nicht zu sehr zu einem banalen Actioner verkommt. Schachmatt Motherf***er!

From Paris with Love (USA 2010)
Regie: Pierre Morel
Darsteller: John Travolta, Jonathan Rhys Meyers, Kasia Smutniak
DVD-VÖ: 27. August 2010, Universum Film
PHILIP SELWAY - Familial
4. September 2010

Go and find a place
to let it all out
count from one to ten
start over again
(Philip Selway - Beyond Reason)
Wenn Drummer genug haben von exaktem Rhythmen-Gehalte und einem Hintergrund-Dasein, dann stellen sie sich selbst mal ans Mikro. Das kann entweder in einem Desaster enden oder ein positiv überraschendes Debütalbum schaffen. Der gute Philip Selway hatte da wohl auch mal die ein oder andere Idee, um einen Song zu schreiben und dachte sich: “Joa, so schwer kann das wohl auch nicht sein…machen wir ma ne schöne Platte!” Gesagt - getan: heraus kam “Familial“!
Nun ist Philip Selway ja auch nicht irgendein Drummer. Musik Nerds und freakige Band-Stammbaum-Nachverfolger, wissen sofort wen sie da vor sich haben: den Drummer von Radiohead! Seit Jahren trommelt er da schon fleißig mit und legt jetzt mit seiner Debütplatte ein neues kreatives Ventil für sich frei. Familial ist eine Art Folk-Singer-Songwriter-CD, die sich auch nicht dagegen streubt, einem Kontrabass das gesamte Intro zu überlassen, wie in “The Ties That Bind Us“. Die Texte handeln von Familie und Freunden, und wirken so persönlich, als ob Selway gerade im Kreuzverhör alle seine Geheimnisse verraten müsse. Das liegt wohl einfach auch an der Produktion selbst, die fast schon akustischen Charakter aufweist und nicht zulassen kann, dass nur ein falsch eingesetzter Effekt, nur ein falsches Instrument diese Intimität zerstört. Das Stück, dass da wohl am meisten herausfällt, von den insgesamt 10 Titel, ist “Beyond Reason“, das das Kopfhörer-Musik-Hören tatsächlich wieder zu einem Stereoerlebnis macht. Für mich wohl das Highlight der ganzen CD. Aber es finden sich noch einige andere großartige Sachen: “Patron Saint“, “Broken Promises” und…ach es ist einfach ein schönes Album.
Da kann man nur froh sein, dass Philip den Schlagzeug-Hocker verlassen hat. Ein Album nicht nur für die Radiohead Generation! Danke, Herr Selway für diesen schönen, musikalischen Abend - wir hören uns morgen, und übermorgen und…

Philip Selway - Familial
VÖ: 27. August 2010, Cooperative Music (Universal)
www.philipselway.com
www.myspace.com/philipselway
BEDROOMDISCO DJ-SET: tonight @ Schlosskeller Darmstadt
3. September 2010
Im Juni hieß es noch ab in die Ferien mit dem Bedroomdisco DJ-Set - jetzt ist Schluss damit - es darf wieder ausgiebig getanzt werden. Dafür kommen wir wieder zurück in den Schlosskeller und lassen wie immer feinste elektronische Beats auf schrille Indie-Gitarren treffen. Ab 22 Uhr, gegen 3 Euro Eintritt, darf der Dancefloor von euch sauber gedanced werden, während wir hinter den Plattenspielern wie immer alles geben - ihr wisst bescheid: Spread Love For Great Music und so…
Für alle, die uns noch nicht kennen: Das Bedroomdisco DJ-Set entwickelte sich Ende 2008 aus der monatlichen Radiosendung “Bedroomdisco - Indie vs. Elektro” auf 103,4 MHz Radio Darmstadt und machte sich schnell auf zum Geheimtipp. Egal wo - bisher waren wir schon im 603qm, in der Krone, der Centralstation, im Schlosskeller (alle Darmstadt), im Teufel (Heidelberg), Silbergold (Frankfurt), Tikal, Haus Mainusch (Mainz) bzw. auf der Phono Pop Festival After Show Party zu erleben - die Bedroomdisco steht für eine Gilde von DJs, die die Musik, die sie auflegt und liebt, selbst auch abfeiert, und steht für feinsten Tanzexzess.
Die harten Fakten:
Bedroomdisco DJ-Set
Schlosskeller Darmstadt
Beginn 22:00, Eintritt 3 Euro
www.myspace.com/bedroomdisco
http://www.asta.tu-darmstadt.de
BEDROOMDISCO CD Vorschau 03.09.10
3. September 2010
Geiles Wetter, wa? Was macht man den ganzen Tag bei dem sch*** Regen? Blöde Frage: Musik hören!!!
Allo Darlin’ - Allo Darlin’
Herrenmagazin - Das wird alles einmal dir gehören
Oliver Koletzki & Fran - Lovestoned
Peter Broderick - How They Are
Qua - Q&A
Simon Lynge - The Future
Taking Back Sunday - Live From Orensanz
The Bird And The Bee - Interpreting The Masters Vol.1: A Tribute To Daryl Hall And John Oates
The Wave Pictures - Sweetheart
Unser Tipp:
Interpol - Interpol (Cooperative Music)
Es gibt Bands, da wartet man gerne; so wie bei Interpol. Mal sehen was das selbstbetitelte Album alles so drauf hat - bei simfy könnt ihr das gesamte neue Album anhören. Damit es schneller geht, einfach HIER drauf und schon seit ihr bei Interpol!