Das Singapur eine Stadt der superlative ist lernt man schnell: Die Mieten sind zu teuer, die Getränke allesamt zu süß und die U-Bahnen meist restlos überfüllt. Zumindest der letzte Punkt stört hier eigentlich niemanden, der gewöhnlicher Einwohner Singapurs verbringt nämlich die komplette Zeit seiner Bahnfahrt damit, entweder auf seinem Handy oder Tablet herumzudrücken. Wer jetzt jedoch denkt, dass alle Leute hier superbusy mit ihren Geschäften sind, der irrt. Manchmal wird gezockt, doch meistens flimmern Filme oder Videoclips über die Minicomputer. Deswegen, liebe Gäste des öffentlichen Verkehrs in Singapur, eine kleine Auswahl an gelungener optischer und musikalischer Untermalung für den 5 minütigen Subway-Trip.
+ Munk & Peaches – You Can’t Run From Me
Über das musikalische Ergebnis der Zusammenarbeit von Peaches und Munk kann man sich streiten, das Video jedoch ist ein Quell sommerlicher Freude. Wann sieht man denn schon mal ein hübsches Mädel mit ihrem Minipony abhängen und jede Menge Spaß haben? Wenn die beiden sich dann auch noch Zöpfchen flechten und über sonnendurchflutete Felder galoppieren, scheint die Welt verdammt in Ordnung zu sein.
+ Half Moon Run – Perfect Circle
Verdammt sympathischer Track, den die Jungs von Half Moon Run da aus dem Ärmel schütteln. Und ja ihr komplettes erstes Album Dark Eyes (http://halfmoonrun.bandcamp.com) kann die Qualität der ersten Single Perfect Circle halten. Von den Jungs wird man also noch viel hören.
+ Wildcat! Wildcat! – Mr. Quiche
Wildcat! Wildcat! hören sich irgendwie ein wenig nach Empire of the Sun an. In gut. Wenn die Jungs gerade mal nicht in Katzenkostümen tanzend die Straßen unsicher machen, holen sie sich auch gerne mal live Unterstützung von niemand geringerem als Natasha Bedingfield. Äh ja, Mr. Quiche ist trotzdem ein toller Ohrwurmtrack für die kommenden warmen Tage und da die Wildkätzchen nicht geizig sind, gibts den Track auf ihrer Bandcamp Homepage zum kostenlosen Download.
Rune Reilly Kolsch alias Kölsch aus Kopenhagen ist nicht nur Produzent, jetzt ist er auch DJ und macht seine eigenen Tracks clubtauglich. Was eine Überraschung, wird sich so mancher denken! Naja, wenn man aber überlegt, dass er in den 80ern noch Hip Hop produziert hat…
Seinen Erfolg und seine Auszeichnungen hat er allerdings mit seinen Minimal-Techno-Basteleien verdient. Mit den Releases auf dem Kompakt Label Speicher 68 und Speicher 70 hat er auf jeden Fall tanzbare Beats kreiert und zeigt uns jetzt wie abwechslungsreich er in einem seiner Sets agieren kann. Den Mix ‘Longhaul Layaway Mix‘ könnt ihr hier hören und sogar als kostenlosen Download abgreifen! Yeah!
Der erste Singer-Songwriter-Abend im 603qm in Darmstadt hielt u.a. schon We Invented Paris bereit und beim zweiten konnte man gar die Kanadier von Evening Hymns aufbieten! Als große Fans von deren Debütalbum ‘Spirit Guides‘ war für uns schnell klar, dass wir die Band vor unsere Kamera holen wollen, was uns auch gelang. Hier nun ‘History Books‘ von Evening Hymns unplugged im Bedroomdisco TV!
Alle bisherigen gefilmten Interviews, Akustik- und Live-Sets von uns gibt es übrigens auf www.youtube.com/bedroomdisco zu sehen – also hin da, es lohnt sich!
Huch, das kennen wir ja noch gar nicht – es wäre uns beim 1000 mal durchhören von ‘Star Of Love‘ schon aufgefallen. Die Crystal Fighters haben einen neuen Song. Ob da wohl ein neues Album auf dem Weg ist? Wahrscheinlich eher nicht, touren und releasen sie doch gerade rund um die Welt mit ihrem Debütalbum. Naja, zumindest hilft ‘Earth Island‘ ein bisschen die Zeit bis zu einer neuen Platte zu überbrücken!
Squarepusher bringt am 14./15. Mai sein Album ‘Ufabulum‘ über Warp Records auf den Markt. Squarepusher sagt selbst über das neue Album“I’ve started thinking about pure electronic music again. Something very melodic, very aggressive” (http://warp.net).Na da kann man sich ja auf was gefasst machen. Den Teaser dazu könnt ihr bei uns sehen, das Video zu ‘Dark Steering‘, das nur so vor LEDs platzt, könnt ihr bei Pitchfork TV (HIER) anschauen!
Track Liste:
1. 4001
2. Unreal Square
3. Stadium Ice
4. Energy Wizard
5. Red In Blue
6. The Metallurgist
7. Drax 2
8. Dark Steering
9. 303 Scopem Hard
10. Ecstatic Shock
Lange Zeit war Schicht im Schacht bezüglich ordentlichen Indie-Rock-Klängen. Im Januar 2012 versprach dann plötzlich die Debütplatte des Husumer Quartetts Vierkanttretlager Änderung, weshalb wir ‘Die Natur greift an‘ direkt zum Bedroomdisco Album des Monats machten und schrieben: “Kraftvoll, melodiös, mit ordentlich Gitarren und ungemein reifen Texten bieten Vierkanttretlager mit ‘Die Natur greift an’ ein starkes Debütalbum an, dass überall da den Finger auf den wunden Punkt legt, wo es kann und auch ein bisschen Rock-Hoffnung spendet.”
Gleichzeitig orakelten wir, dass es nun auch auf den Konzerten der Band eng werden würde – so auch in Frankfurt? Dort spielen Vierkanttretlager nämlich nächsten Montag im Ponyhof, präsentiert von www.bedroomdisco.de. Und deshalb gibt es für euch auch mal wieder 2×2 Gästelistenplätze zu gewinnen. Ihr wollt hin? Dann schreibt uns bis Sonntag eine Mail mit dem Betreff ‘Vierkanttretlager’ an gewinnen@bedroomdisco.de – wir benachrichtigen die Gewinner umgehend! Viel Glück!
Die harten Fakten:
Vierkanttretlager live
16.04.2012 @ Ponyhof Frankfurt
Klappergasse 16
60594 Frankfurt
Einlass: 21:00 h / Beginn: 21:30 h
VVK: 10 Euro / AK: 13 Euro
Tickets gibt es hier!
Etnik Zarari legt nach seinem Remix von ‘Summer‘ für I Heart Sharks (HIER) nun seine ersten EP vor. ‘Vino‘ heißt die Scheibe, aus der er den Titel-Track schon vor einiger Zeit fertig gestellt hatte. Neben Vino kann die EP mit zwei neuen Tracks des jungen Hamburger Talents aufwarten und obendrein konnte er einige prominente Produzenten für Remixe gewinnne. Neben Borussia stehen hier Namen wie NT89 (Bad Life/Fool’s Gold) und Rynecologist (Boys Noize Records) zu Buche. Das beste daran: Die ganze EP gibt’s HIER als kostenlosen Donwload!
Am 8. Juni erscheint auf Warp Records das neue, zweite Album des New Yorker Duos The Hundred In The Hands. “Red Night” heißt es und bevor wir hier große Worte bemühen, lassen wir doch einfach The Hundred In The Hands selbst über den Entstehungsprozess des Albums berichten. Die beiden schreiben:
“Last spring we pulled ourselves off the road and into our New York studio to start writing and recording a second album. Part of why we wanted to make the record on our own was to do things that are often hard to get into in a studio setting when you’re working with people who actually know what they’re doing. Through technical hiccups, and boyfriend/girlfriend shit, happy accidents and the triumph of our delusions, off in our own world we built up this thing together, piece-by-piece. Maybe it’s just our own sentimentality toward it but we feel like you can hear what we went through in there; the good and the bad. The grime and grit of the textures, it’s like all the crap you deal with day to day, in big and small ways, the deep tunnels of dirt and filth that run beneath, taking that trash and turning into something that can transcend itself, rise higher and maybe become beautiful. We feel really emotionally connected to the sounds and words on this album. It properly feels like the world we’ve been in for several months. Now, we can’t wait to let it go, for you to hear it and us to get back on tour. It’s been too long and we’ve really missed you.”xoJ&E
Bleibt uns noch zu sagen: Bedroomdisco missed you too und wir freuen uns aufs neue Album!
Wie funktioniert das eigentlich: Etwas zeigen/vorführen und die Reaktionen des Betrachters beobachten. Gefällt es augenscheinlich gut, weiter so, falls nicht, schnell was anderes probieren.
//: Zeigen/vorführen und Beobachten ://
Und wie ist das mit dem ganz privaten „Gefallen wollen“ und wie wichtig ist es sich selbst zu gefallen bei dem was man tut. Eigene Authentizität, dahinter zu stehen was man denkt, was man sagt, was man tut und als DJ, welche Musik man auflegt. Der Wandel von Musik und der eigene Wandel der Identifikation mit dem Zielpublikum sowie die Veränderung von Interessen und Ästhetikwahrnehmung führen zeitweise dazu, dass ich mir als DJ nicht immer so gut gefalle. Es gab schon Gigs, wo ich innerlich zerrissen versucht habe eine Linie zu finden, die mit mir und dem Publikum d’accord geht. Dabei geht es in den meisten Fällen darum dem Wunsch dem Publikum „zu gefallen“ und dem Wunsch „sich selbst zu gefallen“ gleichermaßen und für beide Seiten in erträglichen Maßen nachzugehen. Schließlich ist einem DJ durch aus bewusst, was die Masse hören mag.
Eigentlich ist es aber so, dass man einem Publikum, beispielsweise als DJ, nur gefallen kann, wenn man genau die richtige Sparte, nämlich die das Publikum favorisiert, bedient. Umso homogener dabei die Masse umso leichter das „Gefallen“.
Doch selbst wenn man sich, in diesem Sinne, vor das „falsche“ Publikum gebucht hat, selbst dann möchte man doch trotzdem als DJ gefallen. Die große Kunst ist es viele Leute, mit verschiedenen musikalischen Vorlieben, zu begeistern und nicht nur diejenigen, die eh schon begeistert sind oder sich sehr leicht begeistern lassen.
Welcher DJ zieht mit einem guten Gefühl, das falsche Set am vermeintlich richtigen Ort (oder umgekehrt) durch. Durchziehen ja, variieren, was bleibt schon anderes übrig, das Gefühl bleibt allerdings irgendwo, kloßartig im Hals stecken. Zum Glück kommt so etwas nicht allzu oft vor, man ist schließlich sehr flexibel und „gefällt“.
Das Partyvolk in Centralstation schreit und pfeift uns lustvoll, euphorisiert entgegen und positiv überrascht und zugleich beunruhigt und misstrauisch sehe ich das als eindeutigen Wink darauf, dass ich zu mainstreamig auflege. So stecke ich dann wieder in der ‚Auflege-Zwickmühle’.
Hat man es geschafft, wenn man nicht mehr gefallen will?
Ihr lest Montagsgedanken- Tagebuch einer DJane. Mein Name ist Doris Vöglin.
Heute gibt es den Kolumbianischen Produzenten Danilo Bustillo alias Plexo zu hören. Angefangen hat alles als Toningenieur im Studio wo er für andere Bands Demos aufgenommen hat. Nach dem Studium und Abschluss als Musikproduzent und weiteren Bandmischungen, bastelt er jetzt an seinem Soloprojekt Plexo. Sein gleichnamiges Album ist zum Teil düster angelegte elektronisch-atmosphärische Musik. Alles ziemlich vorsichtig und unaufdringlich – ziemlich gut um in den Tag zu starten.
Das Album könnt ihr nicht nur komplett anhören, sondern alles inklusive zweier Remixe kostenlos auf Bandcamp herunterladen. Viel Spaß!