Auch dieses Jahr gibt es auf Bedroomdisco.de wieder einen vorweihnachtlichen Adventskalender. Jeden Tag gibt es einen besonderen Beitrag, der durch die Discokugel mit der Weihnachtsmütze gekennzeichnet ist. Hier mal ein Download, dort ein Gewinnspiel oder auch nur mal ein Post, der uns besonders ans Herz gewachsen ist. Lasst euch überraschen.
Heute gibt es des komplette Kontrast-Programm, sowohl zum üblichen Bedroomdisco-Universum, als auch zur langsam aufkommenden besinnlichen Vorweihnachtszeit: Denn wer sich heute bei uns für die Verlosung von 2×2 Gästelistenplätze fürs Iceage-Konzert am Sonntag im Hafen 2 in Offenbach bewirbt, kann sich vielleicht auf eine der zurzeit angesagtesten Punk-Rock-Bands der Stunde freuen. Gerade haben die vier wütenden Jungs ihr Debütalbum ‘New Brigade‘ veröffentlicht, was sich live in wilden Pogo-Horden, gerissenen Gitarrensaiten und blutigen Gitarristenfingern ergeht – vielleicht das richtige Kontrastprogramm für deine Vorweihnachtszeit? Dann schreib uns bis morgen (Sa) 12 Uhr eine Mail mit deinem Namen und dem Betreff ‘Iceage’ an gewinnen@bedroomdisco.de und mit etwas Glück kommen du und deine Begleitung kostenlos zum Konzert.
Noch ist nicht Weihnachten und auch das erste Adventskalender-Türchen wurde noch nicht geöffnet – trotzdem leeren wir schon mal die Spendierhosen-Taschen und lassen ein feines Päckchen für euch aus dem Sack: Am Donnerstag beehrt Derwin Panda, bekannt unter dem Pseudonym Gold Panda, nach zweimaliger Absage in Frankfurt, den Schlachthof in Wiesbaden. Soweit so gut, doch abgesehen vom Vorreiter der wieder aufkommenden Electronica-Welle, begeistert auch gerade das Support-Packet, dass im Schlachthof ein Stell-dich-ein gibt. Da hätten wir einerseits das US-amerikanische Elektro-Pop Trio von Starfucker (STRFKR), das gerade erst durch ihr herrlich vertracktes zweites Album ‘Reptilians‘ bzw. den Überhit ‘Bury Us Alive‘ auf sich aufmerksam gemacht hat, bzw. das Ein-Mann Loop-Folk Projekt Petula aus Berlin, das schon mit zwei EPs und einer ausgiebigen Support-Tour für Clickclickdecker aufwarten konnte. Alles in Allem kann man da zurecht von einer runden Sache sprechen!
Weil wir runde Sachen mögen, lassen wir 2×2 Gästelistenplätze für die Veranstaltung springen und legen noch etwas drauf. Man gewinnt nicht nur kostenlosen Eintritt zum Konzert, sondern jedes Gewinnerpärchen bekommt auch noch eine STRFKR-CD. Ab in den Lostopf, einfach bis Do, 12 Uhr eine Mail mit eurem Namen und dem Betreff ‘STRFKR’ an gewinnen@bedroomdisco.de schreiben und mit etwas Glück öffnet sich das erste Adventstürchen ganz, ganz weit für euch…
Wenn Künstler auf Welttournee kommen darf man sich immer freuen, wenn sie den Weg nach Deutschland und vor allem auch ins Rhein-Main-Gebiet finden. Patrick Wolf, der seit März diesen Jahres auf Megatournee ist, hat ihn gefunden: Mit seinem Album “Lupercalia” bespielte er die großen Konzerthallen und Festivals. Noch vor zwei Jahren stand der Londoner an einem Sonntag-Nachmittag beim Melt! Festival auf der Bühne – nicht gerade die Primetime. Entsprechend wenig war zunächst vor der Bühne los. Das änderte sich im Laufe des Auftritts, denn schon damals hat Patrick Wolf die Menge in seinen Bann gezogen.
So wie auch jetzt im Heidelberger Karlstorbahnhof am 23.11.11.
Mit einem theatralischen Auftritt, eindrucksvoller Bühnendeko, auffälligen Outfits und großen Gesten, die an die Divas der 90er erinnern, hat er von Anfang an die volle Aufmerksamkeit des Publikums. Eine Riesen-Show mit Gänsehaut-Garantie, von der ersten Minute an. Während der Songs schwebt Patrick Wolf in anderen Sphären und ist in seiner Welt, das merkt man. Umso sympathischer, dass man in den Pausen dazwischen ein bisschen was über ihn erfährt. Zum Beispiel, dass er sich auf dem Heidelberger Weihnachtsmarkt die Tasse mit seinem Namen gekauft hat, als Erinnerung. Weil er schon mal da war und die Stadt so toll fand. So wirkt er wie der nette Junge von Nebenan. Und dann geht das große Kino weiter. Mal elektronisch und wild mit Strobo und grellen Scheinwerfern, mal an der Harfe oder a cappella mit heimeligem Licht und dem ausgeleuchteten Haus, dass auf der Bühne aufgebaut ist à la „Only love makes house a home“. Dieses Auf und Ab der Gefühle wird im praktischen Sinne von dem vermutlich meist beschäftigten Stage-Hand der Welt ermöglicht: Denn Herr Wolf lässt es sich trotz der fünf hervorragenden Musiker, die mit ihm auf der Bühne stehen, nicht nehmen, selbst ständig zu neuen Instrumenten zu greifen. Also werden Stühle gestellt, Mikrofonständer gerückt und besagte Instrumente hin und her gereicht – nichts bleibt dem Zufall überlassen, denn es scheint, als wüsste Patrick Wolf, was er wollte. Und doch ist nicht nur er der Mittelpunkt des Geschehens, denn er zeigt auch immer wieder, dass er seine Band wertschätzt: Indem er seine Violinistin oder Saxophonistin ins Rampenlicht holt oder seine Musiker am Ende des Konzerts vorstellt und in den Mittelpunkt rückt – ob sie wollen oder nicht, sie bekommen ihren Applaus.
Es kann zusammengefasst werden: 90 Minuten hochwertiger Musik und großer Gefühle, von denen man keine Sekunde hätte verpassen wollen. Ein unglaublich authentischer Künstler, der auch nach diversen Kostümwechseln am Ende weder in einem Falkenhemd noch im Pailetten-Oberteil auch nur ein Stück lächerlich wirkt. Weil einfach alles passt.
Ein tolles Konzert, bei dem man nicht einmal vom über-euphorisch tanzend-hüpfenden Off-Beat-Klatscher genervt sein kann – weil man sich (zumindest innerlich) genauso freut.
- Danke an Jennifer P. für die Mithilfe am Nachbericht -
Gerade eben haben die wunderbaren Hundreds für uns Touchy Mobs “Foam Born” gekovert und schon steht der bärtige Berliner quasi vor der Tür. Ludwig Plath nennt sein Genre kurz Bass-Pop, was der Sache aber nur bedingt gerecht wird. Mit einer Mischung aus Folk und Rave begeistert der Singer/Songwriter seit einiger Zeit nicht mehr nur einen kleinen Kreis von Eingeweihten, sondern verbreitet die heimeligen Klänge gepaart mit tanzflächenfähigen Beats in der ganzen Welt. New York, Paris und Reykjavik waren u.a. Stationen in diesem Jahr. Bei allem Erfolg stellt Touchy Mob seine Musik immmer noch gratis auf seiner Homepage zur Verfügung.
Im Gepäck hat Touchy Mob bei seinem zweiten Besuch im Frankfurter IVI die Hamburger Künstlerin Tellavision, die sich ebensogut darauf versteht elektronische Loops und Beats mit atmosphärischen Gitarren und warmen Gesang zu verbinden, wie ihr Begleiter.
Garniert wird der Abend von Räuberhöhle, ein Projekt der Berliner Illustratorin und Musikerin Krawalla, die mit ihrern exzentrischen Liveshows – begleitet von Puppen – bereits für einiges Aufsehen und mediale Resonanz gesorgt hat. In ihren elektropoppigen Stücken deckt das Riot Grrrl politische Misstände auf und zieht dabei das ganze Register von Pop.
Was war das für ein wundervoller Abend Anfang Oktober, als wir Max Prosa und Support in Wohnzimmer-Atmosphäre in Darmstadt auftreten ließen. Schnell war klar: Das wollen wir regelmäßig machen! Morgen folgt der zweite Streich, denn auch im November wird eine Studenten-WG in Darmstadt von Bedroomdisco für einen Abend in ein Venue verwandelt wird. Ein besonderer Rahmen für ein besonderes Konzert. Denn mit dem irischen Singer-Songwriter Aidan, der ansonsten häufiger mit seiner Band als Aidan and the Italian Weather Ladies unterwegs ist, haben wir einen Ausnahmekünstler zu Gast. Nicht umsonst gehört er zum festen Support- und Band-Stamm der befreundeten irischen Meteor Award Gewinnerin Wallis Bird und hat schon mit Größen wie Damien Rice, Conor O’Brien (Villagers) oder Antoine Wielemans (Girls In Hawaii) zusammen gearbeitet!
Als Support hat Aidan den Briten Charlie Barnes im Gepäck, der eine Mischung aus akustisch und elektronisch anbietet, sich zwischen Beatboxing, Loops, Piano-Parts oder einfach schlichtem, aber wundervollem Gesang bewegt. Eine Mischung, die schon Vergleiche zu Radiohead oder Sigur Rós nach sich zog!
Bedroomdisco hat dafür eine schmucke WG-Küche besorgt und lässt darin Aidan und Charlie Barnes vor gerade mal 30 Gästen auftreten – und das Ganze ist kostenlos bzw. gegen eine Spende an den Künstler!
Wie ihr rein kommt? Schickt uns bis morgen 13 Uhr eure verbindliche Zusage für dich und eine Begleitung an info@bedroomdisco.de, vergesst euren Namen (wie er bei euch im Perso steht) und den Betreff ‘Aidan‘ nicht und mit etwas Glück seid ihr dabei! Die Gewinner werden von uns via Mail informiert, wo das Ganze stattfindet!
Aidan & Charlie Barnes Wohnzimmer-Konzert
Dienstag 22.11. 20:00 Uhr
@ secret Location, Darmstadt
Einlass: Nur gegen vorherige Anmeldung
Die Fleischerei, ein Ort an dem es leckere Fleisch- und Wurstwaren gibt – denkste! Das Einzige was bei uns bluten wird, sind eure Füße nach einer durchtanzten Nacht. Einzige Gemeinsamkeit zur herkömmlichen Fleischerei: Viele Geschmäcker werden bedient und sowohl hinter den Plattentellern als auch an den Instrumenten stehen wahre Meister! So liest sich dann auch das Line-Up der herzhaft progressiven Fleischerei-Ausgabe: In der Krone Disco heißt es zum ersten Mal DontCanDJ (Elektroschule) und Bedroomdisco machen gemeinsame Sache! Von langer Hand geplant, wurde immer wieder damit geliebäugelt und jetzt ist es soweit: Sowohl einzeln, als auch komplett vermischt, wird das ein gewaltiges Elektronik-Aufgebot an den Reglern – lecker Exzess!
Doch nicht nur Konservenware wird serviert – auch live gibt es Appetithäppchen der ersten Klasse. Dabei reichern sowohl live at kalibou beach (Leipzig), als auch Girl Boy Society ihre Popentwürfe mit einer gehörigen Prise Elektro an, die dank stampfenden Bässen und verspielten Samples eingängig ins Ohr und direkt in die Beine gehen. Kein Wunder, dass Girl Boy Society schon für Austra und Hercules And Love Affair eröffnen durften, beiden Bands ein äußerst positiver Live-Ruf voraus eilt und live at kalibou beach in ihrem Song ‘Hunter‘ folgerichtig singen: “We are the heroes of the night!“.
Noch etwas Würze gefällig? Dann legen wir noch eine Scheibe drauf: Ist der letzte Ton der Band verklungen, hagelt es im Saal Bad Taste Perlen von not a jukebox – und der weiß was euch (nicht) gefällt: Hits, Hits, Hits!
Weiter geht es auf der Menükarte mit clair. Sie gehört noch zum Frischfleisch in der Darmstädter Elektro-Auslage und kann trotzdem schon auf Auftritte bei Bass an der Freud’ und beim Ladyfest zurückblicken – frisch und ungestüm = lecker! Auch aus dem Umland haben wir uns die besten Stücke besorgt: So gibt es feinsten Indietronic aus Mainz von TRSHRKT und eine Mischung aus Techno und Elektro aus Frankfurt, serviert von Benjamin Hübner.
Die harten Fakten:
Die Fleischerei – herzhaft progressiv
19. November, Einlass: 22:00 h, Eintritt: 5 Euro
@ Krone Darmstadt
Live: live at kalibou beach (Leipzig), Girl Boy Society
Vinyl: Bedroomdisco & DontCanDJ, not a jukebox clair., TRSHRKT, Benjamin Hübner
“Stell ich es mir zu romantisch vor? Ich glaube ja. Erzähl doch mal einen Schwank, einen aus deiner Jugend “ unterbricht Matthias das Schweigen, das bis eben die Feier dominierte.
(Live At Kalibou Beach – Afrika feat. Roman Israel)
Live At Kalibou Beach überbrücken die Zeit zum nächsten Album mit einer 4 Titel umfassenden EP mit dem Namen “Portland“. Oh yes. Erst vor kurzem berichteten wir von den Leipzigern über ein leider schon im Jahr 2010 veröffentlichtes Album namens “Herz Esbjerg” (HIER die Kritik lesen). Dafür ist ja jetzt alles aktuell und weil sie bald im Rhein-Main spielen, wollen wir das natürlich zum Anlass nehmen in die EP genauer reinzuhören.
Gestartet wird das Ganze mit “Venus” und das einzige was man sagen kann ist: Yeah! Mäßiges Tempo, aber vollgestopft mit Beats und Gänsehaut-Bass. Tempo ist auch ein gutes Stichwort, kommt uns die neue EP doch etwas gediegener daher. Nicht mehr nur Krawall und choatische Zustände – nein, alles wird etwas geordneter angegangen. Auch die Stimme von Kari ist in ein neues Gewand gehüllt und zwar in fast keins! Diesmal wurde nämlich auf zuviel Verzerrung und Effekte verzichtet. Kann man gut finden oder auch nicht. Mir fehlt es ein bisschen, muss ich zugeben. Wobei nicht bei “Venus”, meinem persönlichen Übersong auf der Platte. Aber gut kommen wir mal zu den anderen: “Midori” glänzt mit viel Text; “Bravo” ist dann fast schon zur Kategorie Ballade einzuordnen – ganz gemäß dem Motto meines ehemaligen Big Band Leiters “Das dritte Stück ist immer eine Ballade”.
Nun und dann haben wir noch einen Ausreisser: Song #4! “Afrika” heißt es und ist ganz untypisch mit deutschem Erzähltext von Roman Israel aufgemotzt. Bisschen wirr diese Lyrics, aber die Beats gehören zu dem bekannten Terrain des Live At Kalibou Beach Duos.
Und weil da so viel Gefrickel und Gezappel herrscht und man sich das Live gar nicht vorstellen kann, kommt jetzt die Mega-News: am Samstag, den 19.11.11 spielen Live At Kalibou Beach bei der Party “Die Fleischerei” in der Goldenen Krone Darmstadt. Fast genauso gut ist noch etwas: die “Portland EP” gibt es als kostenlosen Download bei Dangereux Booking. Einfach HIER drauf klicken und schon kann man sich auf den Samstag einstimmen!
The Rapture
Sonntag, 20.11.11 Heidelberg – Karlstorbahnhof
Unser Tipp der Woche:
#1
Mire Kay
Mittwoch, 16.11.11 Darmstadt – Zucker
#2
Die Fleischerei (Girl Boy Society, Live At Kalibou Beach, DontCanDJ, Bedroomdisco, not a jukebox, Clair., Benjamin Hübner, TRSHRKT)
Samstag, 19.11.11 Darmstadt – Goldene Krone