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Veröffentlicht am 9.03.2010 | von Dorota

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TWO DOOR CINEMA CLUB – Tourist History

And so you’re drinking in your room
To make it all go
It didn’t end too soon
You’ve got the next one
You’re holding on too long
You’ve got to let go
Your other love is gone
And you know

(Two Door Cinema Club – Eat That Up, It’s Good For You)

Wir wissen ja langsam, dass das Label Kitsuné zumeist sehr guten Geschmack beweist bei der Auswahl für die Kitsuné Maison Compilations. Die Band Two Door Cinema Club hat jetzt unter den Fittichen von Kitsuné ihr Debüt „Tourist History“ veröffentlicht und stellt sich mit ihrer Kombination aus Indie-Pop und Elektronik Elementen der Zuhörerschaft vor.

Der Name Two Door Cinema Club war bereits auf den Compilations 7 mit dem Lied „Something Good Can Work“ und Compilation 8 mit „I Can Talk (Moulinex Remix)“ zu lesen und zu hören. Und allein die zweimalige Platzierung auf der Compilation zeigt, dass wir es hier nicht mit einem One Hit Wonder zu tun haben, sondern einem ernstgemeinten Act, der die Indie Welt revolutionieren soll. Die 3 Jungs aus Irland sind die nächsten bzw. verjüngten Phoenix. Der Pop Anteil in den Songs ist zumindest sehr hoch und die leicht beschwingten Melodien lassen Tanzgefühle aufkommen. Wer jetzt glaubt wir haben hier das Album zum über die Blumenwiese hüpfen und zur heilen Welt vorstellen, den müssen wir enttäuschen oder wohl eher beruhigen: manche Texte auf der Platte haben, ganz im Gegenteil leicht traurige Anmutungen und nett gemeinte Kopfhoch-Zeilen. Da geht beim näheren Zuhören auch ein wenig die Tanzstimmung verloren.

Aber Unterhaltung ist hier wohl doch eher das Stichwort. Der rote Faden wird durch die immer gleichklingende Gitarre gesetzt. Viele Variationen und Neuerungen werden nicht gemacht, man bleibt zur Sicherheit bei der funktionierenden Drumcomputer-Genauigkeit. Das Augenmerk ist wohl der absolut cleane Sound der Band auf den besonderen Wert gelegt wird.

Auch wenn ich hier eigentlich keine Individualität in den Songs feststellen kann, ist das Lied „What You Know“ wohl das Einfallsreichste. Das mag an der rhythmisierten Bridge liegen, es mag an den Lyrics liegen. Die Gesamtheit des Liedes berührt unheimlich. Aber nicht nur dieses Lied sondern auch „Undercover Martyn“ machen einiges her und natürlich auch die bereits veröffentlichten Compilation Hits verfehlen ihre Wirkung vom Kopfnicken bis hin zum ausgearbeiteten Indie-Dance-Schritt nicht.

Wer das Rad bzw. in diesem Fall die Musik nicht unbedingt neu erfunden haben möchte, aber trotzdem eine stimmungsvolle Platte sein eigen nennen will, der ist mit Two Door Cinema Club gut beraten und kann sich getrost seinen Tag damit etwas verschönern!

3-4von51

Two Door Cinema Club – Tourist History
VÖ: 05.03.2010, Cooperative Music
www.myspace.com/twodoorcinemaclub

http://twodoorcinemaclub.com

Two Door Cinema Club – Something Good Can Work

httpvh://www.youtube.com/watch?v=1PorW3y5n1w

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