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Veröffentlicht am 21.04.2010 | von Dominik

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PARANORMAL ACTIVITY – Filmkritik

Diese Ghostbuster-Typen. Lächerlich.

(Micah – Paranormal Activity)

Geister sind ja das Salz in der Suppe eines jeden Hunted-House-Films. Handelt es sich dann allerdings um einen Dämon sieht das Ganze noch mal etwas anders aus – und zwar schlechter, gibt es jetzt doch nicht mehr die Möglichkeit einfach das Haus zu verlassen und sich etwas anderem zuzuwenden.

Das würde sicherlich auch gerne Katie, die mit ihrem Freund Micah erst kürzlich zusammen gezogen ist und einsehen muss, dass ihr etwas gefolgt ist. Schon seit ihrem achten Lebensjahr wacht sie immer wieder nachts auf und spürt die Anwesenheit von einem Geist oder Dämon. Mal ist es ein Atmen, mal hört sie Stimmen. Während Katie mit jeder Nacht verstörter und ängstlicher wird, nimmt Micahs Faszination zu. So kauft er sich eine Kamera und ein Aufnahmegerät um die Erscheinungen zu dokumentieren und herauszufinden, was der Dämon will und wie man ihn loswerden kann. Dieser ist darüber allerdings nicht gerade erfreut.

Paranormal Activity“ ist eine dieser kleinen Kinoüberraschungen, die es schaffen mit wenig Aufwand und Budget einen Hype loszutreten und sich aufmachen Kult zu werden. Mit einem Budget von nur 15.000$, in der Wohnung des Regieneulings Oren Pelis innerhalb von einer Woche mit einer Handkamera (und ohne Kamera-Team) gedreht, entwickelte sich der Film schnell zu einem Goldesel. Allein am Startwochenende spielte er durchschnittlich 25.000$ pro Kino ein. Bis Ende Januar spielte der Film 184 Mio. US-Dollar weltweit ein.

Dabei ist der Film an sich nichts Neues und wiederholt teilweise Szenen, die man schon in anderen Filmen ähnlicher Gattung gesehen hat. Relativ neu dabei ist jedoch, dass der Film durch eine Handkamera, die von den Schauspielern selbst bedient wird, pseudo-dokumentarisch daher kommt. Also „Blair Witch“ vs. „Hunted House“. Beachtlich ist darüber hinaus, dass der Film obwohl man jedes Mal genau weiß wann etwas passieren wird, erheblich an den Nerven zerrt. Und so bibbert man bis zum Ende mit dem jungen Pärchen, mit der Hoffnung, dass doch noch alles einen guten Abschluss finden wird.

Hier gibt es vielleicht nicht die Revolution des Horror-Kinos, dafür aber einen überaus spannenden Film. Das für die Authentizität Bild und hauptsächlich Ton etwas gelitten haben, verzeiht man schnell bzw. man kann sich gar nicht darauf konzentrieren, denn schon naht die nächste Nacht und damit der nächste Schrecken. Allein sein will man in der Nacht nach dem Filmschauen sicher nicht…obwohl…

Paranormal Activity (2007)
Regie: Oren Peli
Darsteller: Katie Featherston, Micah Sloat, Michael Bayouth, Amber Armstrong
DVD-VÖ: 30. April 2010, Universum Film

httpvh://www.youtube.com/watch?v=BSeQruWlZEQ

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Über den Autor

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