Filmnews no image

Veröffentlicht am 26.11.2010 | von Dominik

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WALHALLA RISING – (k)eine Filmkritik

Er wird von Hass getrieben, der hält ihn am Leben…

(Wikinger – Walhalla Rising)

Was tun, wenn einem ein Film nicht gefällt, er einen langweilt, anödet oder, um es nett auszudrücken, einem nicht zusagt? Abschalten oder die Arbeit der vermeintlich kreativen Köpfe berücksichtigen und würdigen, indem man das Prinzip „Augen-zu-und-durch“ bemüht? Bisher fuhr ich letztere Methode – egal ob es sich um den neusten Filmstreich von Helge Schneider, Rob ZombiesHaus der 1000 Leichen“ oder die x-te 0-8-15-Teenie-Schnulze handelte…ja sogar ein komplettes Uwe Boll-Meisterwerk habe ich schon gesehen! Doch letztens passierte es: Nach 40 Minuten „Walhalla Rising“ „Genuss“ war Schluss und ich betätigte erstmals frühzeitig die verwaiste Stop-Taste auf der Bedienung. Wie es dazu kam und wovon die Geschichte bis dahin handelte, darüber soll dieser Artikel Aufschluss geben:

Einauge ist ein gefangener Sklave, den die Wikinger-Dorfvorsteher als Spielball benutzen, bringt er ihnen doch in grausamen Schaukämpfen viel Geld und Respekt ein. Der Antiheld hat nicht nur ein Auge, sondern anscheinend auch seine Sprache bzw. seine Menschlichkeit verloren. Wie ein Hund wird er in einem Käfig gefangen gehalten und nur für die Kämpfe, zu denen er unter schwerer Bewachung geführt wird, herausgelassen. Und das, wie sich herausstellen soll, aus gutem Grund, denn bei der ersten Gelegenheit befreit er sich und metzelt das gesamte Dorf nieder – bis auf einen kleinen Jungen, der ihm daraufhin folgt und als Sprachrohr dient. Als die beiden auf Christen stoßen, sehen diese in Einauge ein potentielles Ass im Ärmel der Kriegsführung und so schippern sie dann die nächsten paar Minuten auf der Suche nach Land auf einem kleinen Boot herum. Eine Suche, die durch den dichten Nebel erschwert wird, der schon bald auf einen Fluch zurückgeführt wird – Schuld sind natürlich die Neuankömmlinge bzw. das schwächste Glied: Der Junge! STOP!!!!!

Der Film von Nicolas Winding Ren, immerhin Macher der gelobten Pusher-Trilogie, und mit James Bond Gegenspieler Mads Mikkelsen, fängt wirr an und ergeht sich lange Zeit ohne größere Handlung in der explizit gewaltreichen Bebilderung der Kämpfe, während man sich langsam aber sicher fragt, wann endlich die Handlung einsetzt bzw. der Hauptcharakter anfängt zu reden. Diesen Zeitpunkt habe ich nicht mehr erlebt, denn nachdem die ungleiche Reisegemeinschaft, ohne ersichtliche Gründe, sich den Kriegern angeschlossen hat, geht die Langeweile erst richtig los…es dümpelt umher eine Nussschale im rötlichen Nebel – bedrückte Stimmung inklusive. Leider hält der Film keine Erwartungen, die man an die Geschichte und die beteiligten Personen gestellt hatte…zumindest in den ersten 40 Minuten, vielleicht überzeugt ja der zweite Teil des Films, vielleicht schippert die Gruppe aber auch nur noch weiter im Nebel. Ich weiß es nicht. Viel Glück an alle, die es herausfinden wollen!

Walhalla Rising (Den 2009)
Regie: Nicolas Winding Refn
Darsteller: Mads Mikkelsen, Maarten Stevenson, Gordon Brown, Andrew Flanagan
DVD-VÖ: 5. November 2010, SUNFILM Entertainment

httpvh://www.youtube.com/watch?v=pUUzYo7NBk8

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