Musik

Veröffentlicht am 2.06.2013 | von Dorota

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DISCLOSURE – Settle

Disclosure - Settle CD-Kritik

Just noise, white noise

(Disclosure feat. AlunaGeorge – White Noise)

An ihrem Debüt ‚Settle‚ kann man sich nicht satt hören. Die Macher der Platte sind die beiden Geschwisterbrüder Guy und Howard Lawrence, die zusammen das Duo Disclosure bilden. Auf dem Album findet sich coole britische Housemusik, ja sogar 2step Momente, die für jeden DJ und Produzenten eine wahre Goldgrube sein könnte – ob für den Club zum dauerhaften Tanzgenuss des Publikums oder um sich an seinen Remixqualitäten auszuprobieren. Material und Möglichkeiten gibt es genug.

Mit der Musikproduktion wurde bereits 2010 angefangen, als ‚Offline Dexterity‚ veröffentlicht wurde. Danach wurde es eher ruhig um die Jungs und nur wenige Tracks gab es dann für die Clubs zu hören. Echte Kenner und Liebhaber waren da aber schon aufmerksam genug die Qualitäten der beiden Briten zu entdecken. Mit der Veröffentlichung des Albums finden sich jetzt aber auch die ‚Normalos‘ bei der tanzwütigen Meute ein.

Absolute Highlights auf der Platte sind natürlich die Kooperationen mit anderen Sängern und Musikern. Zur kleinen Aufzählung gehören unter anderem Jamie Woon, der bei ‚January‚ alles andere als Winterstimmung aufkommen lässt, Sasha Keable, die ihre Stimme schon bei Zinc’s ‚Only For Tonight‚ geliehen hat, bei ‚Voices‚ aber um einiges weniger nach Püppchen klingt. Mit Sam Smith wirds deutlich entspannter bei dem Track ‚Latch‚ – ja fast sogar verträumt; wäre es nicht der dritte Song auf dem Album, ginge es vermutlich zum Abschluss nochmal romantisch zur Sache. ‚White Noise‚, welches von AlunaGeorge und ‚You & Me‚ von Eliza Doolittle ünterstützt wird, findet jetzt sogar im Radio großen Anklang.
Überragendster Track ist ‚Confess To Me‚ mit Jessie Ware, die schon oft mit den Brüdern zusammen gearbeitet hat. Mehr Spaß, ob auf der Tanzfläche, im Auto oder auf dem Balkon, kann man nicht haben. Alles richtig gemacht, spätestens mit diesem Song.

Es gibt nur wenige unbedeutende Momente auf ‚Settle‘ – und eigentlich kann man auch nicht wirklich von unbedeutend reden. Es stellt sich die subjektive Frage, ob soviel House für jeden immer durchhaltbar sind, speziell bei solchen Tracks wie ‚Grab Her!‚ – das funktioniert dann eher nach dem Prinzip: Interessant, witzig, cool, nochmal, nochmal, und schon wieder genug davon.
Dafür katapultieren die anderen Songs inklusive Songpartner ‚Settle‘ auf die oberen Ränge der House- und Dancemusik, sodass der Hype um die beiden Engländer durchaus berechtigt sind.

45von51

Disclosure – Settle
VÖ: 31. Mai 2013, Island
http://disclosureofficial.com
www.facebook.com/disclosureuk

httpvh://www.youtube.com/watch?v=4nsKDJlpUbA

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