Kritik no image

Veröffentlicht am 29.08.2014 | von Tobias

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THE LEGO MOVIE – Filmkritik

Entspannt euch Leute, ich bin hier.

(Batman – The Lego Movie)

Emmet ist eine völlig durchschnittliche Lego-Figur. Er führt ein geregeltes Leben – aufstehen, arbeiten und wieder zurück nach Hause. Nie bricht er eine Regel oder aus seinem Alltag aus. Ziemlich langweilig und überaus durchschnittlich. Doch plötzlich wird Emmet, durch eine Verkettung von Missverständnissen, für einen Helden gehalten und muss einem bösen Tyrannen das Handwerk legen. Doch dazu muss er erst einmal den Glauben an sich selbst finden.

The Lego Movie’ – schon allein der Titel spricht für eine große Portion Selbstvertrauen bei der filmischen Umsetzung des bekannten dänischen Spielzeugklassikers. Dies aber auch zurecht, da der Zuschauer einen der liebenswertesten und schönsten Animationsfilme der letzten Jahre zu Gesicht bekommt. Und haben wir uns nicht schon seit unserer Kindheit gewünscht, dass die Lego Helden endlich im Kino zu sehen sind?

Der Film startet sofort laut und bunt. Dieser Zustand wird ab diesem Moment auch nicht mehr verändert. Man wird bombardiert mit unglaublichen Einfällen, welche direkt aus dem Lego Universum entsprungen sind. Die Autoren haben sich sehr viel Zeit gelassen jedes Detail auszuschmücken und jedem Lego-Stein eine Rolle zu Teil kommen zu lassen. Genreübergreifend werden Bezüge zu vielen anderen Filmklassikern genommen, welche dem Film dann auch für Erwachsene zu einem großen Spaß machen.

Hier und da mag es dem Zuschauer zu viel werden mit der bunten, heilen Welt voller Legos. Es wäre ab und zu angebracht gewesen, die Handbremse zu ziehen und nicht nochmal einen Gang hochzuschalten.

Auf der technischen Seite beeindruckt insbesondere das Ende. Ohne zuviel verraten zu wollen, wird hier auf sehr geschickte Art eine Verbindung zwischen Real- und Animationsfilm geschaffen. Dies ist für das Genre eher untypisch, funktioniert in diesem Fall aber ohne Irritation oder Hinterfragen des Publikums.

‘The Lego Movie’ ist ein Film für die ganze Familie, der mit viel Einfühlungsvermögen die Bauklötzchen unserer Kindheit in Bewegung bringt. Ein Film der einen taumeln lässt, zwischen der alten Kinderzimmer-Nostalgie und großer Sehfreude.

Regie: Phil Lord, Christopher Miller
Sprecher: David Burrows, Chris Pratt, Dan Lin, Phil Lord, Grant Freckelton
DVD-VÖ: 21. August 2014, Warner Home Video

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Über den Autor

Tobias ist 31, Schwabe aus Überzeugung, trägt aus Prinzip keine kurzen Hosen. Liebt Musik, Bücher, Filme und Schnitzel.



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