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Veröffentlicht am 13.05.2015 | von Lara

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BEST COAST – California Nights

I stay high all the time just to get by
I climb into the sky
And my eyes they cry
California nights make me feel so happy I could die
But I try to stay alive
I never wanna get so high
That I can’t come back down to real life
And look you in the eyes and say
Baby, you’re mine

(Best Coast – California Nights)

Best Coast bringen wieder den Sonnenschein in die Musikerherzen. Ihr dritte Platte ‚California Nights‚ ist zwar deutlich rockiger als die Vorgänger, doch der lässige Vibe der Band ist nach wie vor da. Bethany Cosentinos Texte über Liebe und das damit verbundene Leid steht immer noch im Zentrum der Songs, doch singt sie nun deutlich selbstbewusster über ihre Themen. Inspiriert von Garage und Surf-Rock liefern Best Coast ein Power-Album vom Feinsten ab.

2010 bescherte ein süßes Indiepop-Lied namens ‚Boyfriend‚ dem L.A. Duo Bethany Cosentino und Bobb Bruno alias Best Coast den Durchbruch im Indie-Himmel. Surfpop, Garage und eine große Brise kalifornische Easiness waren die Erfolgszutaten für ‚Crazy For You‚. Zwei Jahre später ging es die Band ruhiger an und wandte sich Sixties- und Dreampop zu. Besonders die Liebe zu ihrer Heimat verewigten Best Coast mit ihrem Hit ‚The Only Place‚. Nicht zu vergessen das süße Cover mit dem Bären, der die Miniatur des Bundesstaates umarmt. Mit ihrer EP ‚Fade Away‚ 2013 leiteten sie den Sound für den dritten Langspieler ein. Weniger Pop und Lo-Fi, mehr energiegeladener Indierock.

Im Grunde genommen waren Best Coast ja immer schon eine Rockband, doch mit ihrer neuen Platte stellen sie diese Qualitäten erfolgreich unter Beweis. Opener ‚Feeling Ok‚ beginnt mit prägnanter Hookline und zeigt dem Zuhörer, was er zu erwarten hat. „But I’ll keep trying to stay this way I know it’s love that’s got me feeling ok„, singt Bethany Cosentino bestimmend. Im Gegensatz zu dem Debütalbum thematisieren die Songs eher Zweifel, Trauer und das schwierige Gefühl, loszulassen. ‚Fine Without You‚ oder ‚In My Eyes‚ klingen aggressiver und düsterer als älteres Material. Best Coast sind sicherlich ernster und anspruchsvoller in ihrer Musik geworden.

Dass auch Punk definitiv zu ihren Inspirationen gehört, ist beim schnellen Track ‚Heaven Sent‚ zu hören, der mit Power-Percussions und röhrenden Riffs durchgehend Gas gibt. Doch das Duo kann auch anders. Besonders der Titeltrack bringt eine neue Seite der Band hervor. Man mag bei dem verträumt hallenden Gesang von Cosentino, den verschwommenen Synthies und Gitarren zuerst an das Debüt denken, doch dafür ist der Sound zu klar und rockig. Dennoch fühlt man sofort die Magie der besungenen kalifornischen Nächte – das definitiv herausragendste Lied der Platte. Auch die Ballade ‚Wasted Time‚ setzt auf ruhigere, warme Töne und verwendet eine kurz paukende Trommel, um dem Ganzen noch mehr Tiefe zu geben.

Wie sagt man so schön, Best Coast sind erwachsen geworden. ‚Califonia Nights‘ ist das vielfältigste Album der bisherigen Bandkarriere und betont ihren musikalischen Kern – mitreißender Garage-Rock. Kann ja nicht schlecht sein.

4von5

Best Cost – California Nights
VÖ: 1. Mai 2015, Universal
www.bestcoast.net
www.facebook.com/bestcoast

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