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Veröffentlicht am 30.07.2015 | von Eva-Marie

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PINS – Wild Nights

PINS - Wild Nights CD-Kritik

We want to get away from here
Anywhere just to disappear
We’re not trying to be brave
We don’t want to be saved

Sick for days watching rain
Everybody looks the same
I found the cure, I found the cure
I found the cure to ease your pain

(PINS – Young Girls)

Das zweite Album der Band aus Manchester ist etwas ruhiger geworden. War die erste Platte ‘Girls Like Us’ noch von trister Großstadtverzweiflung am Bordstein aufgerieben, hat man sich bei ‘Wild Nights’ eher für eine gute Produktion entschieden. Der Garage-Sound ist zwar geblieben, wirkt aber, als wäre er nicht mehr ganz so frei und kompromisslos entstanden.

Baby Bhangs’ heißt der Opener und macht die Handschrift des Produzenten deutlich. Dave Catching, der auch schon Queens Of The Stonge Age oder Eagles Of Death Metal produziert hat, hat dem Sound der vier Damen aus Manchester nicht unbedingt subtil seinen Stil aufgedrückt. „What will we do when our dreams come true?„, fragt sich Faith Holgate bei ‘Young Girls’ und folgt man dem Sound der Platte weiter, scheint mit der musikalischen Entwicklung durchaus ein Traum in Erfüllung gegangen zu sein – außerdem liefern PINS damit gleich den ersten Ohrwurm der Platte, der dann erst wieder von ‘Dazed By You’ eingeholt wird. Ein Song, der mit seinem tollen Riff und dem gelangweilten Mädchengesang die Stimmung trifft, die sich ausbreitet, wenn man passiv, aber doch irgendwie glücklich ist.

Diese typisch britische Melancholie schwingt bei jedem Song der Platte mit und hat hier und da seine Fuck-Off-Momente, wie bei ‘Oh Lord’ oder ‘Too Little Too Late’. Diese Momente gab es auf dem Vorgänger noch häufiger und das hat auch sehr zum Charme von PINS beigetragen. Es ist schwierig die Platte dafür zu kritisieren, dass sie besser produziert ist, als der Vorgämger, aber gerade bei Bands, die nach Post Punk klingen, ist man in diesem Bezug als Hörer schnell eingeschnappt. Man will doch eigentlich den roughen Sound. Deshalb ist es wichtig, mit welcher Perspektive man auf ‘Wild Nights’ schaut. Die Platte hat mit ‘Baby Bhangs’, ‘Young Girls’, ‘Dazed By You’ und ‘Everyone Says’ ihre großen Momente, doch sie bricht leider  im Gesamteindruck nie richtig nach oben aus.

2-3von5

PINS – Wild Nights
VÖ: 05. Juni 2015, Bella Union
www.wearepins.co.uk
www.facebook.com/wearepins

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