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Veröffentlicht am 20.01.2016 | von Eva-Marie

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SAVAGES – Adore Life

SAVAGES - ADORE LIFE CD-Kritik

If you don’t love me
You don’t love anybody
If you don’t love me
You don’t love anybody
Ain’t you glad it’s you?
Ain’t you glad it’s you?
Ain’t you glad it’s you?

There are things I know we should
Better not do but I know you could
Sleep with me
And we’d still be friends
Or I know
I’ll go insane

Love is the answer
I’ll go insane
Love is the answer

(Savages – The Answer)

Haldern 2015. Die Erinnerung ist so schwitzig frisch, als wäre es letzte Woche gewesen: Die Savages auf der Bühne mit einer Aura, die weit über das Gelände hinaus reicht. Was diese Musikerinnen auf der Bühne an charismatischen Moll-Klängen abfeuern, können sie auf ‚Adore Life‘ in bestmöglicher Weise auf den Punkt bringen.

Um es vorwegzunehmen, ‚Adore Life‘ bekommt die volle Punktzahl. Wer braucht schon einen Spannungsbogen bei dieser unmittelbaren Musik? Mit ‚The Answer‘ stolpert man in die zweite Platte der Britinnen, schwankt kurz und fällt direkt in die wilden Drums von Fay Milton, die bedingungslos gegen die starke Stimme von Jehnny Beth anhämmern. Bei ‚Evil‘ werden Reminiszenzen an Bands wie Sleater-Kinney deutlich und hier kann man sich einbilden herauszuhören, dass Anders Trentemøller die Platte gemixt hat, denn Bass und Bassdrum kleben laut wummernd aneinander und machen den Track zu einem für die Tanzfläche. Wie sich das für das Genre gehört, sind die Basslines omnipräsent und intensiv und bilden so den tiefbrummenden roten Faden der Platte – sehr deutlich zu hören bei ‚Sad Person‘, ‚Slowing Down The World‘ und ‚T.I.W.Y.G‘.

‚It’s about bass, guitars, drums and vocals. It’s about opening-out and never, ever dying. But most of all it’s about love, every kind of love. Love is the answer‘, heißt es zusammenfassend im beigelegten Pressetext. Savages machen gar nicht viel, aber davon genau das richtige. Liebe als Leitmotiv verpackt in moll-geschwängerten Songs, die sich zwischen Extremen bewegen – zwischen dem Du und dem Ich. Es geht um Hedonismus, es geht um das Hier und Jetzt. Wenn wir die Antwort schon kennen, wie lässt sich dann am besten die Frage formulieren? Diesem existenziellen Kosmos nähern sich die Savages mit Leidenschaft, Hunger und unfassbarer Coolness.

‚I need something new in my ears‘ fleht Jehnny Beth in ‚I Need Something New‘. Während sie es noch sucht, hat man es hier schon gefunden; dicht, verzerrt und mit vier Saiten unterstrichen. Mit jedem Song werden die Erinnerungen an den Haldern-Auftritt klarer und die Bedeutung dieser Platte offensichtlicher. ‚Adore Life‘ ist nicht nur Kunst, sie ist Haltung.

5von5

SAVAGES – Adore Life
VÖ: 22. Januar 2016,  Matador Records
www.savagesband.com
www.facebook.com/savagestheband


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