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Veröffentlicht am 2.03.2016 | von Georg Gilstein

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13 HOURS: THE SECRET SOLDIERS OF BENGHAZI – Filmkritik

13 Hours - Filmkritik

Wenn Sie nicht bald hier sind, krepieren wir alle!

(Jack Silva – 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi)

John Krasinski als seriöser Schauspieler ohne jeden Witz? Wer ihn aus ‚The Office‚ kennt, weiß, dass er ein großes Talent für Humor hat, aber in einer emotional verzweigten Rolle, kannte man Krasinski bisher kaum. Weitere erwähnenswerte Unüblichkeit bei ‘13 Hours’: die Story klingt für eine Michael Bay-Produktion vergleichsweise realistisch:

Jack Silva (John Krasinski) begibt sich nach Benghasi, Lybien, wo derzeit das Ungetüm des Islamischen Staates wütet. Auf den Tag genau 11 Jahre nach dem Anschlag auf das World Trade Center in New York, rennen Anhänger des IS auf die amerikanische Botschaft in Lybien, gewappnet mit Kalaschnikows und Panzerfäusten, und versuchen, den amerikanischen Botschafter Chris Stevens (Matt Letscher) und andere umzubringen. Silva, selbst ehemaliger Soldat und aktuell als einer der Sicherheitskräfte in einem geheimen CIA-Stützpunkt in Benghasi tätig, entscheidet sich mit seinen Kollegen, nicht einfach rumzustehen, sondern dagegen vorzugehen. Dabei wird aber die Position des Stützpunkts offenbart, wodurch diese Aktion von ganz Oben untersagt wird, doch die Jungs hören nicht.

Krasinski kann in ‘13 Hours’ sowohl in seiner Rolle als emotional am Boden angekommener Soldat, wie als sexy Ehemann mit schön in Szene gesetztem Waschbrettbauch überzeugen – da ist es auch gar nicht so schlimm, dass er dieses Mal die wenigsten Witze und Sprüche verzeichnet. Und auch der restliche Cast, sowie die Story wissen grundsätzlich zu gefallen – wobei Bay etwas am Anspruch einen packenden und guten Actionfilm zu machen, scheitert.
Dafür ergeht er sich wie üblich in der Komplexität seiner Bilder, oft als “Bayhem” bezeichnet. Sehr viele Objekte im Bild, die sich in verschiedene Richtungen im Bild bewegen, und natürlich seine weltbekannten Explosionen. Diese Choreographien sind Wiedererkennungswert von Bay, und darin ist er auch wirklich unschlagbar.

Das Drehbuch wurde unter anderem mit den echten dort stationierten Soldaten erarbeitet, wodurch der Film seine Detailtreue zum echten Geschehnis gewinnt. Das Buch von Mitchell ZuckoffThirteen Hours: The Inside Account Of What Really Happened in Benghazi‚ diente als Vorlage des Films. Michael Bay Fans werden nicht enttäuscht, jedoch ist das keiner seiner gewöhnlichen Science Fiction Filme, es gibt keine Roboter, keine Transformers und auch weniger Explosionen, dafür eine emotionalere Story und ein guter Cast…und das ist doch auch schon etwas, oder?

3von5

13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi
Regie: Michael Bay
Darsteller: John Krasinski, Pablo Schreiber, Toby Stephens, Freddie Stroma
Kino-Start: 03. März 2016, Paramount

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