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Veröffentlicht am 14.03.2016 | von Lara

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VIMES – Nights In Limbo

Vimes - Nights in Limbo CD-Kritik

When I lose myself in you
And you offer me some time
When its all been said and done
And you might reconsider it
And things are they don’t regret
Through eyes of precious days
But it’s all forgiven and done

(VIMES – Celestial)

Sie gehören zu einem der neuen Hypes in der deutschen Elektro-Szene: VIMES aus Köln. Azhar Syed und Julian Stetter kreieren träumerische Klangkonstruktionen, mal melancholisch, mal dynamisch, mal verspielt, aber immer stimmig. Elektro-Pop, Techno, House und sogar ein bisschen Indie gehören zu den Zutaten für dieses vielseitige Debüt.

Nach immer nur spärlich neuen Track-Veröffentlichungen steht nun endlich der Langspieler von VIMES in den Plattenläden. ‚Nights In Limbo‚ enthält dreizehn Stücke, die harmonische Melodien, gefühlvolle Vocals und packenden Beats vereinen. Opener ‚Harpooned‚ ist ein fließendes Synthiepop-Stück, das durch treibende Beats und feinfühlige Gitarren getragen wird. VIMES sind keine Band, die nur den Laptop bedient, sondern viele verschiedene Instrumente. Dies macht ihren Sound so vielschichtig. Das daran anschließende ‚Mind‚ bewegt sich ebenfalls in Synthie-Sphären und geht sofort ins Ohr. „With a mind like yours you can do anything, you can cut like knives“, singt Azhar zu großflächigen Klangstrukturen. Auch ‚Celestial‚ greift zu frickeligen Synthies, gepaart mit melodischen Gitarren. Eingängig, tanzbar, hypnotisierend. ‚Balance‚ brilliert mit schönem Text: „I cleanse my hands in pouring rain with no hope of promise, when lightning struck it decided otherwise and spared my life„. Dazu schnelle Drums und hymnische Elektronik – ein Track für die Tanzfläche.

VIMES sind nicht nur Fans von verträumtem Pop, sondern ebenso von reduzierten House-Rhythmen. Das markante ‚Kyra‚ verzichtet weitgehend auf den Gesang und lässt dem Deep-House seine freie Entfaltung. Auch ‚Tuem‚ spielt mit vertracktem Techno und tiefem Bass. Hier zeigt sich das Duo von einer eher düsteren musikalischen Seite. Das abschließende ‚House Of Deer‚ ist das minimalistischste Stück der Platte und baut sich langsam zu einem hallenden Soundwall auf, der sich auf fast acht Minuten erstreckt.

‚Nights In Limbo‘ ist ein sehr hörenswertes Album, das abwechslungsreich zwischen Pop und Elektro variiert und mit allen Nuancen dazwischen überzeugt. Spannend bis zum Ende.

4von5

VIMES – Nights In Limbo
VÖ: 12. Februar 2016, Humming Records
www.vimesmusic.com
www.facebook.com/vimesmusic

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