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Veröffentlicht am 3.06.2016 | von Eva-Marie

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THE KILLS – Ash & Ice

the-kills-ash-ice
Foto-©: Kenneth Cappello

Baby save it, we’re wasted
I know we gotta slow it down
But when the waves come, you face them
And you know we can’t stop it now

Head’s up, we’re in a dead club
Put your hands up
Do your dips and your drops and your whine up
We’re hanging up
Double six’ing it night after night

We’re doin’ it to death
oh oh oh oh oh oh oh oh oh
Doin’ it to death
oh oh oh oh oh oh oh oh oh

(The Kills – Doing It To Death)

2003 war es, als das erste Mal ‚Superstition‘ in die Kopfhörer knarzte und das Debüt ‚Keep On Your Mean Side‘ einleitete. Ein Jahr später folgte das noch viel bessere Album ‚No Wow‘. Als der gleichnamige Song das erste Mal in der Indiedisko lief, dann so: Hier schaut mal, das ist MEIN Song, das ist MEINE Band! Heute so ganz ohne pubertäre Egozentrik sind The Kills, die nun mit ‚Ash & Ice‘ das fünfte Album veröffentlicht haben, immer noch eine unverzichtbare Konstante.

Nach dem großen Erfolg von The Dead Weather, hatte man ja ein bisschen Zweifel, ob Alison Mosshart und Jamie Hince so schnell wieder zueinander finden, schließlich ist die letzte Platte ‚Blood Pressures‘ auch schon fünf Jahre alt. Dazu kam die Handverletzung Hinces, der erst lernen musste mit einem dauerhaft kaputten Finger Gitarre zu spielen. Umso besser, als die beiden mit ‚Doing It To Death‘ ihre erste Single herausbrachten. Dem tollen Riff des Songs hört man jedenfalls nicht an, dass Jamie Hince irgendwie schlechter an der Gitarre geworden ist, ganz im Gegenteil: hier dürfte den beiden der größte Hit ihrer bisherigen Karriere gelungen sein.

Der Kontrast zwischen den beiden trägt schon von Anfang an die spezielle Stimmung der beiden. Mosshart immer ein bisschen lasziv prollig im Vordergrund und Hince ein Stück dahinter, trotzdem passiert alles auf Augenhöhe. So wie bei ‚Heart Of A Dog‘ bei dem die Frontfrau ihre Stimmgewalt präsentiert, die über die Jahre immer besser wurde und er an der Gitarre, diese dichten, verzerrten, melodischen Riffs spielend. Weiter geht es mit dem lässigen ‚Bitter Fruit‘, der sehr an den Sound von ihrem dritten Album ‚Midnight Boom‘ erinnert, aber zwischen den markanten Gitarrensongs ein bisschen verschwindet. Und dann ‚Days Of Why And How‘, der mit seinem Intro direkt die Brücke zu ‚Drop It Like It’s Hot‘ schlägt und dann doch auf einmal in eine düstere Ballade umschwingt. Muss man auch erstmal machen.

Bluesrock bei ‚Hum For Your Buzz‘, Lo-Fi-Beats bei ‚Siberian Nights‘ und diese schleppende Ballade namens ‚That Love‘. The Kills haben sich in den fünf Jahren weiterentwickelt und neue Einflüsse zugelassen, auch wenn sie ganz eigen klingen. Ob der Sound des Duos jetzt nun eintönig oder markant ist, daran scheiden sich vermutlich die Geister. Mit ‚Ash & Ice‘ haben sie ihre Diskografie jedenfalls konsequent weiter geschrieben und stechen als Duo nach wie vor hervor.

4von5

The Kills – Ash & Ice
VÖ: 03. Juni 2016, Domino
www.thekills.tv
www.facebook.com/TheKils

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