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Veröffentlicht am 18.08.2016 | von Sophia Sailer

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BLOSSOMS – Blossoms

Blossoms - Blossoms CD-Kritik

Hello, Hello
You put love in my hand
I know, I know it’s made of lead
Hello, Hello
Science came, a kingdom reigned
Below, below my Charlemagne

(Blossoms – Charlemagne)

Fünf Engländer haben sich 2013 unter dem Namen Blossoms zusammengetan. Zwei davon kannten sich schon seit Kindestagen, der Rest folgte, als sie zur Musik kamen. Wikipedia drückt ihnen den „Indie Pop“-Stempel auf, aber das gleichnamige Debüt vereint viel mehr, als nur das.

Es ist die erste LP nach den ein oder anderen Singles und EPs, die das Album nun nach drei Jahren auf einer Platte vereint. Blossoms sind außerdem auf BBCsSound of 2016“-Liste vertreten und das will ja meistens was heißen. In diesem Falle waren die Vorschusslorbeeren durchaus nicht umsonst vergeben!

Den Einstieg macht das hervorragende und nimmer die Gehörgänge verlassende ‚Charlemagne‚, dessen „Hello, Hello„, auch noch drei Lieder später nachhallt. Für diejenigen, die Blossoms bereits vor dem Debüt ins Auge gefasst haben, ist das jedoch bestimmt keine Neuigkeit. Doch der Anschein trügt: Solch sprühende, funky Synthesizer wie im ersten Track, finden sich derart ausgeprägt kein zweites Mal auf der Platte. Da verlassen sie sich lieber auf bodenständige Gitarren, eingängige Hooks (‚Blown Rose‚) und sich ins Gedächtnis brennende Lyrics (‚Getaway‚). Dabei nehmen sie trendmäßig alles mit, was 2016 so geht. Ein bisschen Tame Impala, etwas Arctic Monkeys (‚Cut Me And I Bleed‚) und The Kooks (‚My Favourite Room‚). Hier eine Prise Beatles, da die In-aller-Munde-Synthies. Sie nehmen also einmal das Beste von allem und werfen es in einen Schmelztiegel, der sich dann Blossoms nennt. Eine Synthese, die schief gehen kann, aber hier nicht hätte besser funktionieren können. Gut, die Tempozügler mit ganz besonders schmalzigen Lyrics ‚Onto her bed‚ und ‚Smashed Pianos‚ verschiebt man wahrscheinlich schnell ins Land der Vergessenheit – oder skippt sie die nächsten Male. Aber das sei mal ob eines Albums, dass garantiert nicht das letzte Mal von mir gehört wurde, verziehen.

Mit ‚Blossoms‚ macht es sich die Band gewissermaßen sehr einfach: Liebhaber der zuvor bereits genannten Musiker werden mit Sicherheit auch Gefallen an diesem Debüt finden. Eigentlich können weder Hörer noch Künstler damit viel falsch machen. Genau so wenig wird einem beim Durchlauf des Albums der Atem stocken – muss aber auch gar nicht. Denn wenn Tom Odgen in ‚Getaway‘ davon singt, dass es bitte nicht das letzte Mal gewesen ist, dann sei er hiermit beruhigt: Wir bleiben begeistert, wir drücken Repeat, wir sind gespannt, was man in Zukunft von den Blossoms zu hören bekommen wird.

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Blossoms – Blossoms
VÖ: 05. August 2016, EMI
www.blossomsband.co.uk
www.facebook.com/blossomsband

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