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Veröffentlicht am 9.03.2017 | von Eva-Marie

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METHYL ETHEL – Everything Is Forgotten

Now you cut yourself off from your friends
It’s not just a personality thing, it’s ‚cause you’re still so afraid
Of what is on a plane, you’ve been dreaming about it again
You’re going to have to explain

Yourself, it’s personal
But once it’s done, it’s just as well
I know it hurts, see, I can tell
But to face it is the main thing
You pull back and you don’t seem right
Your skin is looking deathly white, I wanna see you
Get out and around, have a run or just lounge in the sun
N-n-n-n-n-n-n-n-n-no, I don’t wanna

Force this on you
But I have to do something
Before you go and break yourself
Beyond your, don’t look, doubts

(Methyl Ethel – Ubu)

Letztes Jahr haben wir das Debüt Oh Inhuman Spectacle von Methyl Ethel ziemlich abgefeiert. Kein Jahr später folgt nun Everything Is Forgotten, auf der sie an ihrem vertrackten Dream Pop festhalten und die Platte im Gegensatz zu vorher, zu dritt aufgenommen haben.

Nachdem das Projekt 2013 von Jake Webb  im Schlafzimmer gegründet wurde, er für Live-Auftritte aber eine Band brauchte, schnappte er sich seine beiden Freunde Chris Wright und Thom Stewart, die diesmal bei der Entstehung des Albums mitwirkten. Produziert wurde von James Ford, der auch schon mit den Arctic Monkeys und den Foals zusammenarbeitete.

Es klingt so, als wären sie müde von den Vergleichen mit Tame Impala gewesen und haben sich um Profil und Charakteristik bemüht. Gelungen ist das vor allem bei Songs wie Ubu. Der hat durch seine Bassline sowas eigenartig Discohaftes, was man von Bands wie eben den Foals gut kennt. Dazu kommt dann aber der Falsett-Gesang Jake Webbs, der dem ganzen mehr Eigenständigkeit verleiht. Auch mit Drink Wine und Groundswell gelingt ihnen das.

Ein bisschen weird klingt es irgendwie immer, weil die Sounds permanent um die Aufmerksamkeit des Hörers buhlen. Genau das Gefühl widerspricht dann doch ein wenig dem Dream Pop, der ihnen immer zugeschrieben wird. Bei Songs wie Hyakki Yakō wirkt das dann wiederum seltsam unentspannt, als hätte man schon im Vorfeld den Song zerredet. Gleiches gilt für Summer Moon und L’heure des sorcières.

Methyl Ethel haben mit dieser Platte versucht über den Tellerrand zu schauen. Streckenweise haben sie vielleicht zu verkrampft versucht, ihr künstlerisches Ziel zu erreichen. Ihnen ist trotzdem ein spannender Release gelungen, der zeigt, wie weitläufig sich Pop interpretieren lässt.

Methyl Ethel – Everything Is Forgotten
VÖ: 03. März 2017, 4AD
www.methylethel.com
www.facebook.com/methylethel

 

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