Kritik

Veröffentlicht am 29.05.2017 | von Lisa Wilde

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MASTER OF NONE – Staffel 2 – Kritik

No…xoxo means go fuck yourself!

(Dev – Master of None – Staffel 2)

Die Serienlandschaft scheint endlich aus klaumiken-Sitcoms mit eingeblendetem Gelächter herausgewachsen. Zumindest kommt es mir so vor, denn gerade Netflix feautured und produziert mit Serien wie Love oder Please Like Me wahrlich Perlen. Damit trifft Netflix mit einer Länge von gerade mal 30 Minuten und einer kantigen Aktualität mit Erfolg den Medien-Konsum unserer Generation. Nie ist alles nur witzig, nie ist alles nur super traurig: eben genau so, wie es nun mal ist im Leben. Master of None schlägt als absolutes Highlight in diese Kerbe.

Auf herrlich authentische Art und Weise erzählt Produzent Aziz Ansari, der auch gleichzeitig die Hauptrolle Dev spielt, die Geschichte eines ganzen New Yorker Freundes- und Familienkreises. Auch in der zweiten Staffel zeigt Master of None das Leben von Dev zwischen dem Wunsch nach einer festen Beziehung, der allmählich wachsenden Karriere als Schauspieler und den Beziehungsgeflechten mit seinem Umfeld. Seine besten Freunde Arnold und Denise nehmen dabei eine ganz entscheidende Rolle ein, ihren Themen wie etwa einem Coming-Out werden dabei ganze Folgen gewidmet. Auch die Beziehung Devs zu seinen Eltern (fun fact: die Schauspieler sind auch im wahren Leben seine Eltern), geprägt durch den indischen Hintergrund, wird in all seinen Facetten gezeigt – spätestens hier erkennen wir uns wahrscheinlich alle wieder.

Was die Serie so spannend macht: Sie ist episodisch in Themen eingeteilt, baut natürlich trotzdem aufeinander auf. Filmisch schafft es Ansari aber so jeder Folge einen ganz abgeschlossenen Charakter zu geben – so startet die zweite Staffel in Italien und fängt den ganz besondern Charme von Devs Zeit dort ein. Eine andere Episode wiederum beschäftigt sich mit dem Mysterium Tinder, wie schon oben erwähnt: Master of None ist eine wahnsinnig authentische, aktuelle Serie, in der sich jeder zu Genüge selbst entdecken kann. Die Figuren sind so wunderbar gezeichnet, man wünscht sie sich im eigenen Freundeskreis. Auch wenn Master of None schon lange kein Geheimtipp mehr sein sollte: Falls ihr die Serie noch nicht geschaut habt, könnt ihr euch drauf freuen!

Master of None – Season 2 (USA 2017)
Idee: Aziz Ansari, Alan Yang
Darsteller: Aziz Ansar, Eric Wareheim, Lena Weite, Noël Wells
Netflix-VÖ: 12. Mai 2017, Netflix

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