Kritik no image

Veröffentlicht am 8.05.2017 | von Dominik

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THE MISSING – Staffel 1 – Kritik

In solchen Fällen findet man sie entweder sofort oder nie!

(Julien Baptiste – The Missing)

Es sollte ein schöner Familienurlaub für Familie Hughes werden, die während der WM 2006 durch Frankreich fährt. Doch gegen Ende des Urlaubs bringt sie ein Problem am Auto in das kleine Städtchen Chalons Du Bois. Während das Auto in der Werkstatt ist, macht die Familie das Beste daraus, erkundet das Dörfchen und der Familienvater Tony (James Nesbitt) besucht mit dem fünfjährigen Sohn Oliver das örtliche Freibad. Als sie sich später am Abend zu den Fußballfans gesellen, um noch eine Limo zu trinken, passiert der Albtraum eines jeden Familienvaters: Der Junge Oliver geht in der Menschenmenge verloren und taucht auch nach längerer Suche nicht auf. Die Polizei startet sofort eine große Suchaktion, während das Leben der Familie komplett auf den Kopf gestellt wird.

Die amerikanisch-britische Ko-Produktion The Missing behandelt vor dem Schauplatz des durch die WM euphorisierten Frankreichs, den größten Albtraum aller Familien, nämlich das Verschwinden des jüngsten Familienmitglieds. Der große Plot-Zwist dabei: Die Geschichte spielt 8 Jahre später, als der von Schuldgefühlen und Trauer geplagte Familienvater an den Ort des Geschehens zurückkehrt, immer noch auf der Suche nach seinem verschwundenen Sohn. Die Ehe ist an dem Schicksalsschlag zugrunde gegangen, die Hoffnung den Sohn doch noch zu finden minimal. Doch neue Spuren bieten neue Hoffnung, während man parallel die Ermittlung von damals Häppchenweise serviert bekommt.

Damit bietet The Missing natürlich ein gehöriges Potential an Spannung und Drama für eine Thriller-Serie und schlägt in eine ähnliche Kerbe wie Hochkaräter wie Broadchurch oder The Killing, in Form der Verknüpfung einer Polizei-Ermittlung, eines Familien-Dramas und Politik. Doch trotz des Potentials der Serie und des großen Erfolgs (in UK saßen über 8 Millionen Zuschauer gebannt an den Bildschirmen bei der Ausstrahlung), hakt es etwas bei The Missing, die leider dann doch den schon erwähnten ähnlichen Serien etwas nach steht, was Charakterzeichnung, Spannung und Cast angeht, sodass leider der ganz große Wurf ausbleibt. Dennoch gutes Futter für Serien-Süchtige, die neuen Thriller-Stoff fürs Wochenende suchen.

The Missing (UK 2014)
Idee: Harry & Jack Williams
Darsteller: James Nesbitt, Frances O’Connor, Tchéky Karyo, Jason Flemyng, Ken Stott
Heimkino-VÖ: 21. April 2017, Edel Germany GmbH

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Über den Autor

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