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Veröffentlicht am 5.07.2017 | von Merle

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VITA BERGEN – Retriever


Foto-© Olof Grind

And I count on you
to help me through the impossible.

(Vita Bergen – Brand New Day)

Vielleicht orientieren sich Vita Bergen in Zukunft auch an der Entwicklungsfähigkeit ihrer Vorbilder. Es könnte spannend werden.“ So beendeten wir vor gut einem Jahr die Review zu dem Erstlingswerk Disconnection der schwedischen Band Vita Bergen. Nun ist ihr zweites Album Retriever bei Glitterhouse Records erschienen. Zeit für uns, zu überprüfen, ob wir mit unserer Vorahnung richtig lagen.

Zunächst die Fakten: Vita Bergen, das sind nach wie vor William Hellström, Robert und Andreas Jallinder, Hampus Bergh, Gustaf Gunér und Jakob Kullberg – sechs Freunde, die sich seit ihrer Kindheit kennen. Und auch dem Label haben die Jungs die Treue gehalten. Allerdings wurde die Produktion vom beschaulichen Göteborg nach LA verlagert, wo sie dieses Mal Unterstützung von Martin Forslund (u.a. Sound Engineer für Hurts) bekamen. Selbst die überschaubare Länge von 8 Titeln – identisch.

Ein wenig Veränderung wollten sie dann aber doch: „We wanted to sound less pissed off. We are really happy right now and we want to do pop music.“ Und tatsächlich: Nach dem trügerisch sanften Opener Black Satellite erwarten uns tanzbare Synthesizer Melodien und (meist) optimistischer Elektro-Pop. Das beste Beispiel dafür ist Brand New Day, der durch den mehrstimmigen Gesang und treibenden Rhythmus sicher bei einigen Fans das Potenzial zur diesjährigen Sommerhymne hat und dabei verblüffend stark an Of Monsters And Men erinnert. Anders als diese setzen Vita Bergen jedoch bei den übrigen Titeln auf elektronische Beats, stets begleitet von Hellströms Gesang, der etwas offensiver klingt als noch auf dem erstem Album.

Lagen wir damals also gar nicht so falsch. Sicher, die Schweden haben sich nicht neu erfunden und auch keinen noch nie da gewesenen Sound kreiert. Aber sie haben ihren Vorsatz, ein Popalbum zu produzieren, in die Tat umgesetzt und die, sich schon damals anbahnenden Synthesizer, sind bis zum nächsten Streich wohl erst einmal nicht mehr aus dem Vita Bergen Sound wegzudenken.

Vita Bergen – Retriever
VÖ: 2. Juni 2017, Glitterhouse Records
www.facebook.com/VitaBergen

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