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Veröffentlicht am 18.08.2017 | von Sophia Sailer

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THE DISTRICTS – Popular Manipulations

You were the first try
You were the starting again
You were the bad (timing)

(The Districts – Salt)

Einmal Flashback in die Nullerjahre, bitte. Funktioniert hervorragend mit dem neuen Album der Districts. Selbstverständlich inklusive vorangestelltem englischen Artikel. Es ist nun das Dritte der Art und sie schlagen damit in die bekannte Kerbe: Indierock par excellence, der nicht selten an die frühen Killers oder The Strokes erinnert. Man möchte meinen das alles sei ein alter Hut, doch die vier Burschen aus Pennsylvania machen allen Zweiflern einen Strich durch die Rechnung.

Ihre Geschichte ist so schön wie klischeehaft: Angefangen hat alles als Schülerband, die aus Langeweile gegründet wurde. Ein Internetwunder bescherte ihnen dann einige Klicks via reddit, es folgte ein Plattenvertrag. Die Kinderschuhe und Schulabschlussprüfungen haben die Bandmitglieder mittlerweile (hoffentlich) abgelegt und gegen Tourbusse, unregelmäßige Schlafenszeiten und unbestimmte Aufenthaltsorte eingetauscht. Doch das hat nicht am juvenilen Sound der Districts gekratzt, der sich erneut auf Popular Manipulations offenbart.

Klar, hier und da beschleicht einen das Gefühl, die Tracks so oder so ähnlich schon mal gehört zu haben. Vermutlich stimmt das auch. Nichtsdestotrotz machen die Highschool-Freunde ihre Sache hervorragend, schubsen die Zuhörer mit Bravur von melodiöser Gitarrenballade in mit großen Schritten vorangehende Songs mit markanter Basslinie. Immer am Start ist jedenfalls Pat Cassidy samt seiner Gitarre. Mit Violet, Point und Ordinary Day vereinen sie klassische Indierocksongs mit nicht zu zaghaften Balladen. Und obwohl sie über die Jahre anscheinend nichts von ihrer jugendlichen Energie eingebüßt zu haben scheinen, wird an dem Texten deutlich: Es hat sich was getan. Wo man ihnen bei A Flourish and a Spoil noch ohne schlechtes Gewissen den Teenie-/Highschool-Stempel aufdrückte, merkt man nun, dass die Gedanken sich um mehr drehen, als den eigenen emotionalen Dunstkreis.

Das macht Popular Manipulations zu einem Album, das viele Menschen gerne hören werden. Vermutlich werden die Districts damit keine Bahnen brechen. Dafür schließen sie einen aber in ihre heimelig bekannten Arme. Popular Manipulations steht seinem zu recht viel gelobten und häufig besprochenem Vorgänger in nichts nach und es bleibt zu hoffen, dass diese anfängliche Euphorie in den Medien über die Band nicht abebbt.

The Districts – Pupular Manipulations
VÖ: 11. August, FatPossum
www.thedistrictsband.com
www.facebook.com/thedistrictsband

The Districts live:
16.-17.09.2017 Golden Leaves Festival, Darmstadt
19.09.2017 Strom, München
22.09.2017 Musik & Frieden, Berlin
20.-23.09.2017 Reeperbahnfestival, Hamburg
27.09.2017 Faust, Hannover
29.09.2017 Club Stereo, Nürnberg
29.09. – 01.10.2017 Way Back When Festival, Dortmund

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