Kritik

Veröffentlicht am 28.02.2018 | von Julius Tamm

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GAME NIGHT – Filmkritik

Heute setzten wir beim Spieleabend noch mal einen drauf!

(Brooks – Game Night)

Gesellschaftsspiele erleben in den letzten Jahren einen enormen Hype. Egal ob Siedler, Monopoly oder Tabu, sie alle finden ihren Weg zum gemütlichen Spieleabend. Nicht nur Kinder, sondern auch vor allem Erwachsene gestalten ihr Freizeitprogramm immer häufiger mit spannenden Brett-, Karten- und Rätselspielen. Doch was passiert, wenn so ein Abend mal völlig aus dem Ruder läuft? Die eigene Familie kommt einem in die Quere, jemand wird entführt und noch dazu gibt es Probleme in der Ehe. Das alles zusammen und ein Soundtrack, der klingt, wie aus dem letzten Tron Film, ergeben den Film Game Night von John Francis Daley und Jonathan Goldstein.

Max (Jason Bateman) und seine Frau Annie (Rachel McAdams) veranstalten jede Woche eine „Game Night“ mit befreundeten Pärchen. Nach der letzten beschließt Max´ Bruder Brooks (Kyle Chandler), den nächsten Spieleabend bei ihm zu veranstalten. Für diesen Abend hat er sich etwas ganz Besonderes überlegt und arrangiert eine Entführungs-Ermittlungsparty inklusive Gangsterschauspieler und falschem FBI-Agent. Nachdem Brooks gewaltsam entführt wurde nehmen die sechs Mitspieler/innen die Ermittlungen auf. Doch nach und nach realisieren sie, dass das Spiel und Brooks nicht so sind, wie es zuerst den Anschein hatte. Immer wenn Annie, Max und ihre Freunde glauben das Rätsel gelöst zu haben, werden sie von einer neuen Wendung überrascht.

Daley und Goldstein haben schon bei der Kill the Boss-Reihe mitgewirkt und es damit geschafft, eine witzige Komödie auf die Beine zu stellen. Auch mit Game Night haben die beide einen Film auf die Leinwand gebracht, der zum Lachen anregt. Leider verpassen sie dabei die Chance, ihre großen Plot Twists spannend zu inszenieren und viele Wendungen sind vorhersehbar. Auch musikalisch verirrt sich der Film in einer Mischung aus dem schon angesprochenen Sci-Fi Tron-Abklatsch und einem Mission Impossible Soundtrack. Leider passen diese futuristischen Klänge nicht wirklich zu einer Gesellschaftsspiel-/Entführungskomödie und werfen einen damit ab und zu aus der Bahn. Diese Macken werden jedoch von Jason Batemans verdutztem Gesicht und seinen trockenen Sprüchen, während er in den größten Schwierigkeiten steckt, hervorragend ausgeglichen. Auch Rachel McAdams überzeugt mit einer starken Rolle, die sich zu helfen und wehren weiß. Immer wieder rettet sie ihrem Mann Max das Leben und bietet den Bösen Paroli.

Damit ist Game Night rundum ein lustiger Film, der einen gemütlichen Abend sehr gut unterhalten kann. Wer auf Action-Komödien im Stil von Kill the Boss und trockenen Humor steht, kann mit diesem Film nicht viel falsch machen.

Game Night (USA 2018)
Regie: John Francis Daley, Jonathan Goldstein
Darsteller: Jason Bateman, Rachel McAdams, Kyle Chandler, Billy Magnussen, Michael C. Hall, Sharon Horgan
Kinostart: 1. März 2018, Warner Bros. Pictures Germany

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Über den Autor

Seit 2017 Masterstudent für Medienentwicklung in Darmstadt. Schreibt für bedroomdisco und produziert Podcasts, u.a. für ZEIT Wissen. Führt ab und an durchs Schlossmuseum Darmstadt.



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