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Veröffentlicht am 17.08.2018 | von Sophia Sailer

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DIZZY – Baby Teeth

Found in the bedroom
Vacant, set in gloom
Jamming all your fingertips into all your wounds
Baby, it’s a dog day
Don’t you let it rule
Cause I could hold your whole weight
If you askedme to

(Dizzy – Stars And Moons)

Name ist hier (mal wieder – ups) Programm: Dizzy veröffentlichen mit Baby Teeth ihr Debüt auf Albumlänge und versprühen dizzy Synthies, verspielt-poppigen Sound, besungen durch die kindliche Stimme der Sängerin Katie Munshaw – die einzige im Viererbund, die sich nicht die Gene mit den Bandkollegen teilt. Die Brüder Alex (Gitarre), Mackenzie (Bass) und Charlie (Drums) verbindet aber noch mehr als eine Band mit der Munshaw: Zum einen die enge Freundschaft, zum anderen die suburbane Kleinstadtöde, in der sich alle vier die Kindheit und Jugend teilten. All diesen Gefühlen, die so eine klassische Vorstadtlandschaft in einem weckt, wollen sie auf Baby Teeth vertonen.

Angesichts der Produktion kann das nur gut werden: Damien Taylor – seinerseits ein Mensch, der auch schon Arcade Fires und Björks Musik den letzten Feinschliff verlieh – produzierte das Debütalbum, das elf Songs lang ist und diesen Freitag, den 17.8, erscheint.

Das Album verspricht Dreampop – vielleicht mehr Pop als Dream, schließlich verzichtet das Quartett gänzlich auf Ausuferung und wabernde Gitarren. Doch direkt die ersten Titel verraten, dass man sie beim Lesen dieser Zeilen vorschnell als „seicht“ abtun könnte. Denn obwohl sie einen nicht aufgrund des Tempos oder ausgeklügelter instrumentaler Passagen abholen, wissen sie zu überzeugen. Verspielte Melodien, wie sie Stars And Moons oder Swim auszeichnen, gehen ins Ohr. Was sie auf der Länge der Platte einbüßen müssen, ist vielleicht die Aufmerksamkeit der Hörenden. Allzu schade, mit Joshua und Backstroke verstecken sich nämlich noch zwei Schätzchen am Ende von Baby Teeth, das in der Mitte teilweise droht in die Monotonie abzudriften und dank der beiden Songs noch die Kurve kratzt.

Vielleicht wäre es an dieser Stelle schön gewesen, wenn Dizzy es geschafft hätten, sich aus dem manchmal beklemmenden Vorstadtalltagstrott zu befreien und sich eben nicht in erster Linie gefällig zu geben. Zu den Vorzügen der suburbanen Tristetesse zählt vielleicht, dass man im Gegensatz zur trubeligen Großstadt die Sterne sehen kann. Kitsch dieser Allegorie einmal hin oder her: an manchen Stellen leuchtet das Album wie ein Himmel samt Stars And Moons.

Dizzy – Baby Teeth
VÖ: 17. August 2018, Communion
www.dizzytheband.com
www.facebook.com/wearedizzy

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