Kritik

Veröffentlicht am 12.12.2018 | von Dominik

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MORTAL ENGINES – KRIEG DER STÄDTE – Filmkritik

Ich bin nicht subtil!

(Anna Fang – Mortal Engines)

Das Blockbuster-Kino der letzten Jahre hat sich gehörig gewandelt. Immer mehr Filme setzen auf übertriebene Special Effects, aberwitzige Action und vielleicht noch etwas Namedropping bei den Beteiligten – fertig ist der Lack! Und während der Rubel an den Kassen rollt, leidet vor allem die Qualität, zumeist zumindest bei der Handlung. Im Gegensatz zur aktuellen Flut der stupiden Fortsetzungswelle setzt Mortal Engines: Krieg der Städte zumindest auf einen so noch nie dagewesenen Stoff und setzt Philip Reeves dystopischen, gleichnamigen Roman um!

Die Menschheit hat es geschafft und sich und den Planeten Erde an die Grenze der Auslöschung getrieben. Innerhalb von nur 60 Minuten setzte ein weltweiter Krieg die Uhr fast wieder auf Null. Die letzten Überlebenden scharen sich auf fahrenden Städten zusammen und bekämpfen sich gegenseitig bei der Jagd nach den letzten Rohstoff-Ressourcen. Thaddeus Valentine(Hugo Weaving) von der fahrenden Stadt London versucht diesen leidigen Kampf umgehen zu wollen und eine neue Energiequelle erschaffen zu wollen…doch will er das wirklich?

Peter Jacksons Name prangert groß auf dem Poster von Mortal Engines doch letztlich ist der Herr der Ringe-Regisseur nur als Drehbuch-Autor und Produzent tätig, während Christian Rivers Regie führt, der eigentlich als Filmtechniker für seine visuellen Effekte bekannt ist. Und so ist sein erster Langspiel-Film als Regisseur auch eher ein Effekt-Feuerwerk als ein großes Charakter-Werk. Soweit so bekannt von der aktuellen Blockbuster-Front – doch allein das Augenmerk auf die visuelle Front zu legen, ist nicht das einzige Problem des Films. Vielmehr kopiert sich der Film großzügig durch bekannte ähnlich gelagerte Science-Fiction Werke und sorgt damit für die ein oder andere etwas peinliche Situation, so nah sind die kopierten Dialoge und Szenen. Und da können die Effekte dann noch so gut sein – wenn die Story hakt, kann es kein wirklich guter Film werden. Für die jüngere Generation, die weder Terminator, noch die ersten Star Wars Teile kennt, kann sich der Ausflug in die düstere Zukunftsvision dennoch lohnen.

Mortal Engines (USA 2018)
Regie: Christian Rivers
Darsteller: Robert Sheehan, Hera Hilmar, Hugo Weaving, Jihae, Stephan Lang, Ronan Raftery
Kinostart: 13. Dezember 2018, Universal Pictures International Germany

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