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Veröffentlicht am 26.03.2019 | von Lea Kleisinger

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APPARAT – LP5

Deep, deep down in the long roots of doubt
I stop so I could [?] breathing out
Oh, but I could not breathe in
As this moment rose the dream is gone
Oh, steering these waters you show me dawn
That I adore
Made me want so much more

(Apparat – Heroist)

Endlich schallt sie wieder aus den Lautsprechern. Die vertraute Stimme, die in ihrer wunderschönen Klarheit und Präzision einzigartig klingt. Die uns bei der phänomenalen Kooperation Moderat auf der Tanzfläche wahrscheinlich schon alle zu Tränen gerührt hat. Apparat alias Sascha Ring ist nach sechs Jahren zurück und veröffentlicht mit LP5 sein jüngstes und, wie Jens Balzer (Zeit Online, Rolling Stone) zurecht behauptet, bislang bestes Werk. Sascha Ring ist einer der bedeutendsten Vertreter der elektronischen Musikszene in Deutschland. An seinen Kompositionen arbeitet besonders der Cellist Philipp Thimm mit, aber auch Posaune, Trompete, Saxofon, eine Harfe, ein Kontrabass, andere Streicher und ein Schlagzeug verleihen seinen Tracks das gewisse Etwas.

Das Album ist ein Gesamtwerk. Es lebt nicht von spektakulären Zuspitzungen, sondern von feingliedrigen, nuancierten und sprudelnden Klanggebäuden. Bei der Entstehung der Lieder wurden, wie Sascha verrät, oft hunderte Tonspuren gleichzeitig aufgenommen, welche er dann wieder reduziert und neu angeordnet hat. Viele Gruppen-Improvisationen und Orchestersessions wurden derart minimalisiert, dass der Aufwand dahinter letztendlich nur noch zu erahnen ist. Er schafft es, das Filigrane und Zarte durch Komplexität zu etwas Gewaltigem zu machen. Die Möglichkeit in dieser Form etwas Neues zu erschaffen hat Sascha nach eigenen Angaben erst durch Moderat erhalten. Ihm wurde der Zugang zu großen Bühnen und das Vertrauen in das eigene, unabhängige Schaffen gegeben. Er muss sich niemandem mit dem Schreiben von Hymnen beweisen, sondern hat den Schlüssel in die Hand gedrückt bekommen, um neue Türen zu öffnen.

Und genau das macht er auch. Apparat hat mit LP5 bewiesen, dass er ein Meister der Metamorphose ist. Jeder Track lebt von dauerhafter Verwandlung. Von Melodieverwerfung und Neufindung. Die entstandenen Harmonien werden von knisternden und fiependen Effekten verstärkt und seine einmaligen Vocals und die akustischen Fragmente verstärken das wärmende Gefühl von Intimität, dass sein Album ausstrahlt. Dieses Album kann man wirklich nur wärmstens empfehlen.

Apparat – LP5
VÖ: 22. März 2019, Mute
www.apparat.net
www.facebook.com/apparat.official

In Kooperation mit Mute Records verlosen wir zwei CDs zum neuen Apparat-Album LP5! Ihr wollt gewinnen? Dann schickt uns bis zum 2. April eine Mail mit dem Betreff „LP5“ und eurer Adresse an gewinnen@bedroomdisco.de und mit etwas Glück habt ihr bald schon Post von uns in eurem Briefkasten!


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