Kritik

Veröffentlicht am 12.04.2019 | von Dominik

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PEPPERMINT: ANGEL OF VENGEANCE – Filmkritik

Es ist immer schlimm wenn Kinder beteiligt sind.

(Detective Stan Carmichael – Peppermint: Angel of Vengeance)

Mit dem Rücken zur Wand, in aussichtsloser Situation sind auch vermeintlich leichte Ziele ein gefährlicher Gegner! So legt sich im neuen Film des französischen Regisseurs und Kameramanns Pierre Morel (96 Hours) Jennifer Garner direkt mal mit einem kompletten Drogenkartell, dem Justizsystem und der Polizei an. Ihr Motiv: Selbstjustiz. Unsere Kritik zum Heimkinostart von Peppermint: Angel of Vengeance.

In einem Moment scheint im Leben von Riley North (Jennifer Garner) alles perfekt, im nächsten werden ihre kleine Tochter und ihr Mann vor ihren Augen von einer Truppe Drogendealer erschossen. Als sie nach einem Monat aus dem Koma erwacht, identifiziert sie diese, doch das Verfahren wird eingestellt, da die Justiz selbst zu viel Angst vor den Gangstern hat. Vielmehr wird die traumatisierte junge Frau für unzurechnungsfähig erklärt. Doch sie entkommt und verschwindet. Als auf den Tag genau fünf Jahre nach dem Attentat auf ihre Familie die Beteiligten wie die Fliegen sterben, liegt die Vermutung nahe, dass Riley zurück ist und das Gesetz selbst in die Hand nimmt. Es entwickelt sich eine Hetzjagd: Riley jagt die Beteiligten von Justiz-Seite, wie vom Kartell und wird damit zu so etwas wie einer Superheldin, die sich mehr wagt als die Polizei, während ihr die Polizei und die Gangster auf der Fährte sind! Eins ist auf jeden Fall klar: Es wird ordentlich Blut fließen!

Die Story von Peppermint: Angel of Vengeance ist eine einfach gestrickte Rachegeschichte, die dem Regisseur nur ein wenig Rahmenbeiwerk gibt, um sich in endlosen Kampf- und Verfolgungsszene zu ergehen. Rache wird hier groß geschrieben, während nur in einigen wenigen Rückblenden etwas Story beigefügt wird, als kurze Pause zwischen Schusswechseln oder Kämpfen um Leben und Tod. Dass sich Jennifer Garners Figur als Obdachlose um Kinder und die Armen kümmert, lässt sie dann als moralisch rein erscheinen, obwohl es ihr nur um persönliche Rache geht und sie dabei alle mit in den Tot reißt. Das funktioniert dabei nur, da es in diesem Film keine einzige Figur mit Tiefgang oder innerer Wandlung gibt, sondern alle Beteiligten entweder gut oder schlecht sind. Aber hey, was will man mehr erwarten bei einem Rache-Actioner? Statt Story liegt hier auf jeden Fall mehr Wert auf Bodycount, Gewalt und Action, wodurch Peppermint: Angel of Vengeance wie ein sehr klassischer Rachethriller wirkt, der ohne Umschweife zum Kern der Handlung übergeht.

Peppermint: Angel of Vengeance (USA 2018)
Regie: Pierre Morel
Darsteller: Jennifer Garner, John Gallagher Jr., John Ortiz, Method Man, Richard Cabral
Heimkino-VÖ: 12. April 2019, Universum Film GmbH


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