Reviews She Keeps Bees by Anna Groth Shive

Veröffentlicht am 22.05.2019 | von Lea Kleisinger

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SHE KEEPS BEES – Kinship

She Keeps Bees - Kinship Cover
Foto Credit ©Anna Groth Shive

Carved wooden birds adorn her
Swam in potholes and waterfalls
Bathed in desert rose, soft blush
Stands her naked body
Carved by sand, by wind, by dust
Carved by rain, by rivers, by streams
Flood the canyons
Drown everything
Ignore the rules of balance
Watch destruction of the sanctuaries

(She Keeps Bees – Coyote)

Die Rockband mit dem schönen Namen She Keeps Bees wurde 2006 von Jessica Larrabee in Brooklyn gegründet. Sie trat allein mit ihrer Gitarre in Pubs auf, bis sie eines Tages Andy LaPlant kennenlernte. Zusammen formen sie heute nicht nur die Band, sondern auch eine Familie, die auf Nachwuchs hofft. Das zuletzt erschienene Album Kinship ist mittlerweile das fünfte im Bunde und in weniger als einem halben Jahr entstanden. Es besteht aus zehn Liedern, die zu einer Albumlänge von etwas mehr als einer halben Stunde führen. Inhaltlich setzten die beiden sich in ihren Liedern nicht nur mit der Überlegenheit der Natur gegenüber dem Menschen auseinander. Auch Zukunftsfragen, der Verlust ihres Vaters und Hoffnung werden von Jessica Larrabee thematisiert.

Musikalisch haben sich die beiden etwas weg von verzerrten Gitarrenspuren bewegt und die entstandenen Lücken mit hypnotischen Orgelklängen, Keyboard und Streichern gefüllt.  Eindeutig ist Coyote das Highlight des Albums. Den Anfang macht eine akustische Gitarre und klare Vocals. Durch Schlagzeug und Keyboard entsteht ein treibender Beat, der von Larrabees Stimme angenehm unterstützt wird. Der Einsatz von Streichern und die gesteigerten Vocals hauchen dem gelungenen Song den nötigen Rockgeist ein. Nach einer etwas schwachen Mittelpartie des Albums kommt zum Ende hin wieder etwas Leben in die Melodien. Kinship bringt mit Rasseln und Trommelspuren einen verspielten Gegenpart zu den leicht monotonen Vocals der Frontfrau. Das Lied Ocean entfaltet eine sich auftürmende Harmonie und Stärke, die dem Album guttut.

Der relativ gleichbleibende Charakter der Lieder ist nicht grundsätzlich negativ zu besetzen. Denken wir nur an Bands, wie The Brian Jonestown Massacre, die mit ihren psychedelisch-rockigen und gleichzeitig ruhigen und treibenden Melodien einzigartige Stimmungen schaffen, ohne dabei sonderlich ausbrechen zu müssen. Leider fehlen She Keeps Bees hier und da die Feinheiten und Tiefen in den Liedern, die zu einer angenehm schiebenden Wirkung führen könnten. Larrabees schöne Vocals und die Stimmung, die sie mit ihren Liedern schaffen gehen aber in die richtige Richtung. Die beiden könnten ruhig wieder die rotzigen Gitarrenriffs auspacken und mit klarer, leicht monotoner Stimme über den Untergang der Menschheit singen. Aber vielleicht kommt das ja mit dem nächsten Album.

She Keeps Bees – Kinship
VÖ: 10.Mai 2019, Bb*Island, Cargo
https://shekeepsbees.com
https://www.facebook.com/shekeepsbees

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