Kritik

Veröffentlicht am 18.07.2019 | von Sara Lingstädt

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Kinotipp der Woche & Kritik: DER KÖNIG DER LÖWEN

You must take your place in the circle of life 

(Mufasa – Der König der Löwen)

25 Jahre ist es her, dass Disneys Der König der Löwen Kinozuschauer weltweit begeistert hat. Nun ist das Remake als Live-Action Adaption erschienen und wieder hat Jon Favreau Regie geführt, der 2016 die opulente Neuauflage von Disneys Das Dschungelbook geschaffen hat. Schon der Trailer, der im November 2018 rauskam, wurde innerhalb der ersten 24 Stunden über 200 Millionen Mal aufgerufen und zeigt wie groß die Erwartungen und die Vorfreude war. 

Die Eröffnung des Films beginnt – genauso wie der Original – mit der feierlichen Präsentation des neugeborenen Sohnes Simba von Löwenkönig Mufasa (James Earl Jones) und seiner Frau Sarabi (Alfre Woodard). Zum Pride Rock eilen daher alle Tiere der afrikanischen Savanne. Ein denkwürdigen Moment, welcher mit dem bekannten aber neu eingespielten Song Circle of Life untermalt wird. Simba wird von seinem Vater behutsam auf seine spätere Rolle als Anführer vorbereitet. Doch sein Onkel Scar (Chiwetel Ejiofor) ist der junge Thronfolger ein Dorn im Auge, da er selber den Thron besteigen will. So schafft er ist auf raffinierte Art erst den jungen Löwen und seine Freundin Nala in Gefahr zu bringen und macht ihn anschließend für den Tod seines Vaters verantwortlich, woraufhin Simba ins Exil geht. Dort findet er mit dem Erdmännchen Timon (Billy Eichner) und dem Warzenschwein Pumba (Seth Rogen) unverhofft zwei neue Freunde, die ihn aufmuntern mit dem Song und Lebensmotto „Hakuna Matata“. Diese Unbeschwertheit ändert sich als der dann erwachsene Simba (Donald Glover) unerwartet Besuch bekommt von seiner Freundin Nala (Beyoncé Knowles-Carter). Seine Vergangenheit lässt ihn nicht los. Sie fleht ihn an zurückzukehren, um als rechtmäßiger Thronfolger den Kampf gegen Scar aufzunehmen. 

Favreau und Drehbuchautor Jeff Nathanson (Pirates of the Caribbean: Salazars Rache) verneigen sich mit ihrer Version tief vor dem Ursprungsfilm, was den großen Wiedererkennungswert ausmacht und sicher viele Fans weltweit erfreuen wird. Gleichzeitig erinnert das Remake oft vielmehr an eine Tierdokumentation mit hyper-realistischen Bildern von afrikanischen Wildtieren. Das wird vor allem deutlich, wenn es darum geht Emotionen darzustellen. Es fällt schwer den beiden erwachsenen Löwen Simba und Nala abzunehmen, dass sie ganz plötzlich verliebt sind nach all der Zeit, denn ihre Mimik strahlt dies nicht aus. Es fehlen überraschende Facetten an der bekannten Geschichte, die immerhin 30 Minuten länger ist als das Original. Witzige Momente gibt es dank des Vogels Zazu (John Oliver) und vor allem Timon und Pumba, denen glücklicherweise mehr Zeit eingeräumt wird. Die emotionalen Momente des Klassikers vermag die Realverfilmung allerdings nicht gleichwertig zu transportieren. Man vermisst die Einfachheit und Lebendigkeit der original gezeichneten Bilder trotz guter Blockbuster Unterhaltung insgesamt. 

Der König der Löwen (2019)
Regie: Jon Favreau
Darsteller: Donald Glover, Beyoncé, Seth Rogen, Billy Eichner
Kinostart: 18. Juli 2019, Walt Disney Pictures

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