Reviews Katy Perry @ Universal

Veröffentlicht am 31.08.2020 | von Lara

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KATY PERRY – Smile

Katy Perry - Smile
Foto-Credit © Universal

I’m 2.0, remodeled
Used to be dull, now I sparkle
Had a piece of humble pie
That ego check saved my life
Now I got a smile like Lionel Richie
Big and bright, need shades just to see me
Tryna stay alive just like I’m the Bee Gees (Oh, woah)
A Mona Lisa masterpiece

(Katy Perry – Smile)

Katy Perry ist mir ihrem sechsten Studioalbum zurück und hat doppelte Freude zum Strahlen. Denn in der Releasewoche ihres neuen Albums kam ihre Tochter Daisy zur Welt, der sie nun auch neue Songs widmet.

Alles rosig ist auch bei Celebrities nicht, der Superstar hat eine dunkle Zeit hinter sich. Vorgänger Witness war das bislang schlecht verkaufteste Album Perrys Karriere mit ebenso negativen Kritiken. Depression und Trennungsschmerz gingen der Platte voraus, die Katy Perry in ein Loch warfen. Smile soll nun ihre Rückkehr zu Freude und Optimismus verdeutlichen – Katy Perry 2.0. Soundtechnisch segelt der Popstar jedoch wieder in sicheren Gewässern des Bubblegum-Pops. War Witness noch experimenteller mit Elektronik und Hip Hop, so fährt Smile mit großspurigem Popsound auf. Trotzdem klingt Katy Perry reifer als noch auf ihrem zuckersüßen Erfolgsalbum Teenage Dream, das 10jähriges Jubiläum dieses Jahr feiert.

„Scratch that, baby, I’m grateful, now you see me shine from a mile, finally got back that smile“, singt sie auf dem Titeltrack. Ironischerweise zeigt das Albumcover sie im Clownskostüm ohne Lächeln. Dennoch sind die Songs in Positivität getränkt. Champagne Problems beschreibt Katys Beziehung zu ihrem Verlobten Orlando Bloom, die nach einer Krise gestärkt ist. Auch Never Really Over handelt von der On-Off-Beziehung der beiden Stars. Wie Smile ist der Track einer der Hits auf dem Album, auf dem Perry ihre Stärke für gute Popsongs unter Beweis stellt. Hier war auch der deutsche Produzent ZEDD beteiligt. Harleys In Hawaii ist ein entspannter Reggae-Popsong, den Perry auf Hawaii während einer Motorradfahrt mit Bloom schrieb.

„Told them your dreams and they all started laughing, I guess you’re out of your mind ‚til it actually happens“, singt Katy Perry auf Daisies. Im Song erzählt sie von ihrem Durchhaltevermögen und dem Glaube daran, es als Sängerin zu schaffen. Mit über 100 Millionen verkauften Tonträgern scheint das wohl zu stimmen. Leider kann Katy nicht mehr an das Songwriting von Teenage Dream oder Prism anknüpfen, was sie sich wahrscheinlich nach dem Misserfolg von Witness erhofft hatte. Die Songs zwischen den guten Singles sind zwar catchy, aber nur für den kurzen Moment. Kitschige Ausflüge wie auf Resilient, Only Love oder Not The End of The World machen das Album außerdem schwächer als es sein müsste. Das ist etwas schade, da die Singleauskopplungen der Platte Hoffnung auf ein Comeback Perrys in die alte Liga gemacht haben.

Dass an dem Album auch 10 verschiedene Produzenten beteiligt waren, macht es leider auch nicht besser. Katy Perry versucht den großen Rundumschlag zu machen zwischen Pop, Disco, R’n’B und House, verliert sich aber dabei im Gesamtkonzept. Smile ist auf jeden Fall besser als auf Witness, aber eben nicht mehr so gut wie die Alben davor.


Katy Perry – Smile
VÖ: 28. August 2020, Capitol (Universal Music)
www.katyperry.com
www.facebook.com/katyperry
www.instagram.com/katyperry

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