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Veröffentlicht am 3.06.2021 | von Dominik

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TOM ODELL – Anstoß

Foto-© Sony Music

Seit seinem 21. Lebensjahr steht Tom Odell als Musiker im Blickpunkt der Öffentlichkeit, als ihn sein selbst geschriebenes Debütalbum Long Way Down wie aus dem Nichts seine erste Nummer 1 einbrachte – 2.6 Milliarden Streams, weitere zwei UK-Top-5-Alben, zwei UK-Top-10-Singles und diverse Auszeichnungen später ist aber auch bei dem sensiblen Songwriter nicht alles Gold, was glänzt. Denn jetzt mit 30 und nach einer langen Phase von psychischen Problemen, die den größten Teil seines Jahres 2018 und 2019 einnahm, ist für Odell klar, dass der Wirbelwind um sein Debüt eine Arbeitsmoral auslöste, die sich zu einer absoluten Besessenheit entwickelte. Diese Besessenheit erreichte im September 2019 ihren Höhepunkt, als Odell, frisch von der Tournee zu Jubilee Road, direkt nach LA flog, um mit dem Schreiben seines nächsten Albums zu beginnen.

Eines Morgens wachte Tom auf: “Dann wurde diese chronische Angst, die ich schon seit ein paar Jahren hatte, immer schlimmer und ich konnte keine Musik mehr machen”. Sofort wusste er, dass sich etwas ändern musste. Tom flog umgehend zu seinen Eltern nach Hause und erholte sich langsam von dem Druck der auf ihm lastete. Langsam schrieb er sich zurück ins Leben und verpackte seine Ängste und Gefühle in neue Musik, die nun in Form seines vierten Albums monsters am 9. Juli erscheinen wird. Tom war klar, dass damit ein breiterer lyrischer Horizont und eine musikalische Erweiterung einhergehen müssen. Viele der Songs auf dem Album – die zusammen mit Songwriter Laurie Blundell und Produzent Miles James entstanden sind – lehnen sich an einen elektronischeren, Bedroom-Pop-Sound an, der Odell in den letzten Jahren mehr und mehr begeisterte. Diese neu entdeckte Liebe zum DIY-Elektro-Pop passte zu der Tristesse der Pandemie.

Der nächste Vorbote aus dem neuen Tom Odell-Album ist lose you again – eine zerbrechliche, wie herzzerreißende Piano-Ballade, die in eine zeitgemäße, große Produktion mündet. Der Song befasst sich mit einer zerbrochenen Beziehung und wettert gegen den Stoizismus, der aus Männern herausbricht, die Angst haben, ihre Gefühle zu zeigen. Zur Entstehungsgeschichte sagt Odell: „Ich habe diesen Song in einem Gitarrenladen in Boston geschrieben. Er ist groß und tragisch und ich liebe ihn.“ Passend zur tragischen Größe dient das Londoner Wembley Stadion im neuen Video als Kulisse.

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Über den Autor

Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!



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