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Veröffentlicht am 10.09.2021 | von Dominik

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XXIM RECORDS – Launch

Foto-© Andreas Hornoff

Feste muss man ja bekanntlich feiern, wie sie fallen – und nachdem das Ambient/Electronica/Postclassic Label XXIM Records im letzten Winter zur Gründung keine entsprechenden Feierlichkeiten veranstalten konnte, folgt nun am kommenden Dienstag die Launch Party mit Auftritten der Label-Acts Eydís Evensen (IS), Ed Carlsen (IT), Stimming x Lambert (DE) und Uèle Lamore (FR) im Säälchen am Holzmarkt in Berlin! Ein spannender Querschnitt durch die interessantesten Acts der Genre – und Balsam auf unsere lang gescholtene Live-Musik-Seele. Und deshalb wollen wir auch zwei glückliche Gewinner mit Begleitung zur Launch Party schicken! Ihr wollt gewinnen? Dann schickt uns bist zum 13.09. 10 Uhr euren vollständigen Namen, mit Adresse und Handynummer (Corona-Auflagen), dem Betreff „XXIM Launch“ an gewinnen@bedroomdisco.de und beachtet bitte, dass das Event unter 3G-Auflagen stattfindet! Allen Gästen steht ab 17:00 Uhr vor Ort eine mobile Corona-Test Station zur Verfügung an der auch direkt vor Eventbeginn noch ohne Voranmeldung getestet werden kann. Die Anzahl der Gäste ist so angelegt, dass das Einhalten von Abstand im Venue ohne weiteres möglich ist. Im Venue gilt Maskenpflicht. Getrunken werden darf natürlich trotzdem.

Zum Programm:

Foto-© XXIM

Foto-© XXIM

Eydís Evensen: Das Debütalbum Bylur der isländischen Komponistin, Pianistin und des Ex-Models ist im Frühjahr bei XXIM als erstes Album des Labels erschienen und widmete sich ausschließlich innovativer, progressiver Instrumentalmusik. Der Name des Albums leitet sich vom isländischen Wort für „Schneesturm“ ab und reflektiert sowohl den Einfluss, den die Natur und das Wetter auf Evensen hatten, als sie als Kind in der abgelegenen nördlichen Region ihres Heimatlandes aufwuchs, als auch die emotionalen Turbulenzen, die sie in den Jahren durchlebte. „Alle Stücke repräsentieren Momente aus meinem Leben“, fasst Evensen Bylur zusammen. „So viele Höhen und Tiefen: all meine Freude, Dunkelheit, Glück, Herzschmerz und Melancholie.“ Mit 19 Jahren zog Evensen nach London und New York, wo sie unter anderem als Model arbeitete. Ihren Plan, eine professionelle klassische Pianistin zu werden, hatte sie verworfen, ihre Liebe zur Musik und dem Klavier aber nie verloren und beständig neue Stücke geschrieben. 2020 kehrte sie nach Island zurück, nahm dort ihr Debütalbum mit dem Komponisten Valgeir Sigurðsson (Björk, Nico Muhly, Ben Frost) auf – und gilt in 2021 unter anderem bei The Line Of Best Fit als Artist On The Rise für dieses Jahr!

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Foto-© Johanna Berghorn

Foto-© Johanna Berghorn

Ed Carlsen: Als ehemaliger Pilot hat der aus Caligari auf Sardinien stammende Ed Carlsen an vielen Orten Europas gelebt und gearbeitet. Zu seinen frühen musikalischen Einflüssen gehören Prog Rock und Metal, genauso wie die Beatles und Steven Wilson. Was man seinen zeitgenössischen Kompositionen zwischen Ambient und Electronica, Drone und Postrock nicht mehr unbedingt anhört. Allen bisherigen Arbeiten Carlsens gemein ist ein starker Ortsbezug, seine Veröffentlichungen spiegeln stets die Stimmung der Städte wider, in denen sie entstanden sind: „Changing contexts and perceptions. I travel when I need to write“, sagt er. Seine Debüt-EP The Journey Tapes entstand nach seinem Studium in London, Elusive Frames von 2017 in Kopenhagen, während Krakau als Inspiration für sein letztes Album Morning Hour diente. Anfang 2020 zog Carlsen nach Hamburg, wo Grains Of Gold während des Lockdowns entstand. Seine Stimmung ist einerseits von dem Gefühl geprägt, an einem unbekannten Ort noch einmal neu anfangen zu können, aber auch vom Unbehagen der Abriegelung und dem Gefühl des Schreckens, der die Welt umhüllte. Zugleich reflektiert es eine so noch nicht gekannte Sehnsucht nach seiner Heimatstadt Caligari, die er gewissermaßen abgespalten und künstlerisch in einen imaginären Ort transformiert hat: Eine Stadt namens Larya, die ihm in jener Zeit in seinen Träumen erschien; eine Art Zuflucht, ein Ort des perfekten Gleichgewichts. Die Wärme, Verträumtheit und manchmal auch Euphorie, die sein neues Album prägen, sind eine direkte Entsprechung dieses imaginierten Utopias: „Being far from home for a whole year reminded me of the times when I was free to explore my very own island. Everything came back to me: sounds, scents, views. And it all came back with an euphoric emotional charge that made me feel excited and protected at the same time“, sagt Carlsen rückblickend.

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Foto-© Andreas Hornoff

Foto-© Andreas Hornoff

Stimming x Lambert: Was passiert, wenn ein Pianist, der immer mit einer eigenartigen Tiermaske auftritt, und ein gefragter Technoproduzent sich zusammenschließen? Genau das wollten Stimming und der Pianist Lambert erkunden: Extrem rhythmische Soundwelten verbinden sich mit dem zurückgelehnten Klavierspiel Lamberts. Das Debut-Minialbum Exodus erschien im März 2018 auf Kryptox – frisch bei XXIM unter Vertrag, wird das Duo nächste Woche Auszüge aus ihrem kommenden Album Positive präsentieren, das am 15. Oktober erscheinen wird! „Wir haben die gleiche Ästhetik und den gleichen Geschmack“, sagt Lambert, „aber wir haben eine sehr unterschiedliche Arbeitsweise, um die Musik dahin zu bringen, wo wir sie haben wollen. Also gingen wir zurück in unsere Studios und ermutigten uns gegenseitig, die safe spaces unserer Subgenres zu verlassen und Produktionstechniken zu erforschen, die weit von unseren üblichen Gewohnheiten entfernt sind.“ Dieser ungewöhnlich ungesellige Prozess hat sich seither als verlässlich erwiesen, aber nie so sehr wie bei Positive. „Ich habe ihn herausgefordert, sein Verhalten zu überdenken“, fügt Stimming hinzu, „was auch mich herausforderte, mich an das anzupassen, was er mitbrachte. Ich war ein kleiner Unruhestifter, aber meistens war es wertvoll, weil das Ergebnis besser war. Wenn jemand ein sehr guter, enger Freund ist, können solche Dinge schwierig werden. Wenn wir getrennt arbeiten, sehe ich das nicht als Problem an.“ Am Ende dauerte es fast dreieinhalb Jahre, um Positive fertigzustellen, dessen Titel natürlich auch den Einbruch der Gegenwart spiegelt: „Heute“, erinnert uns Stimming ironisch, „ist positiv das neue Negativ.“ Das Album bot jedoch auch eine Verbindung, ein Ziel, Licht am Ende des Tunnels. Die Arbeit daran motivierte das Duo, ehrgeiziger, komplexer und anspruchsvoller an ihre Musik heranzugehen, als es zuvor der Fall gewesen war. Electronica, Ambient, Jazz, Downtempo, Klassik, Avantgarde – alles oft gleichzeitig – leuchtet daraus hervor.

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Foto-© XXIM

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Uèle Lamore: Auch die 27-jährige französisch-amerikanische Komponistin, Arrangeurin und Dirigentin Uèle Lamore bediente sich stets elektronischer Elemente in ihrer Arbeit; für ihre letzte EP Heqet’s Shadow: Return Of Glycon – ihrer ersten Veröffentlichung für XXIM Records – nutzt sie zum ersten Mal die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz. Ihr kommendes Album wird dem Vernehmen nach einen ganz anderen Weg einschlagen – hier und heute gibt es einen ersten Ausblick darauf.

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Über den Autor

Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!



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