Sechs Jahre ist es her, dass die in Los Angeles lebenden Multiinstrumentalistin, Songwriterin und Produzentin Melina Duterte mit ihrem Projekt Jay Som uns ihrem gefeierten zweiten Album Anak Ko den Durchbruch feierte. Die Jahre danach hat sie ihrer Leidenschaft für Produktion und Tontechnik gefrönt – und Credits bei den Alben von boygenius, Lucy Dacus und unzähligen weiteren geliebten Indie-Platten eingeheimst. Außerdem war sie Mitglied der Tournee-Band von boygenius, arbeitete mit Künstlern wie Troye Sivan und beabadoobee zusammen, trug zum Soundtrack von I Saw the TV Glow bei und vieles mehr.
Doch nun schwenkt Dutertes Fokus wieder um, denn am 10. Oktober erscheint das neue Jay Som-Album Belong über Lucky Number Music (Label-Heimat von Acts wie Dream Wife, Momma, Hinds oder Sunflower Bean). Während Jay Som immer ein Soloprojekt für Duterte war, erweitert sie mit diesem Album ihre Welt durch die Zusammenarbeit mit externen Musikern, Autoren und Produzenten. Duterte schrieb, komponierte, performte, produzierte und mischte das Album mit Beiträgen von Joao Gonzalez (von Soft Glas), Mal Hauser (ein Mitarbeiter von Mk.gee und Illuminati Hotties) und Steph Marziano (Produzentin für Bartees Strange und Cassandra Jenkins). Außerdem hat sie zum ersten Mal Gastsänger*innen auf einem ihrer Alben begrüßt: Hayley Williams (von Paramore), Jim Adkins (von Jimmy Eat World) und Lexi Vega (von Mini Trees).
Auf dem Album ist Duterte auf der Suche nach dem Ort, an den sie gehört, innerhalb eines Indie-Rock-Ökosystems, dem Jay Som in den letzten sechs Jahren eher ferngeblieben ist. Das Ergebnis ist ein Album, das anders ist als alle Jay Som-Alben zuvor: ein 11-Song-Set über Selbstdefinition, das zwischen aufgeladenen Power-Pop-Hits und düsteren Balladen, zwischen elektronischen Kuriositäten und leichteren Hymnen schwebt.
Duterte wuchs mit Rockradio außerhalb von San Francisco auf und lernte als Teenager die Hits des Pop-Punk und Emo der frühen 00er Jahre auswendig. Obwohl sie 400 Meilen nördlich an der kalifornischen Küste lebte, wurden auch die Soundtracks von The O.C. – Imogen Heap, Bloc Party, Death Cab for Cutie und so weiter – zu wichtigen Prüfsteinen ihrer musikalischen Sozialisation. Die Kollision all dessen hört man sofort in der ersten Single Float (feat. Jim Adkins), dem überhaupt ersten Song, den Duterte für das neue Album schrieb.
Duterte sagt: „In diesem Song geht es um den verzweifelten Versuch, an vergangenen Versionen von sich selbst festzuhalten, um sich selbst zu schützen. Die Angst vor dem Unbekannten ist so überwältigend, dass es manchmal die beste Lösung ist, sich mit ihr abzufinden, anstatt sie zu bekämpfen oder vor ihr wegzulaufen.“
Jim Adkins fügt hinzu: „Melina ist ein absoluter Profi in allen Aspekten des Musikschaffens. Ich fühle mich geehrt, dass sie in ihrer Vision Platz für meinen Beitrag hatte. Und es hat sehr viel Spaß gemacht, daran zu arbeiten. Toller Song!“
Jay Som live:
03.11.25 Berlin, Kantine am Berghain

