Foto-© Arthur Comely
Lange war es zuletzt ruhig um den Londoner Musiker, Songwriter und Produzenten – nun kehrt Tom Misch nicht nur mit der Erklärung dafür zurück, sondern auch mit der Ankündigung des lang erwarteten Zweitwerks! Das neue Album Full Circle, das am 27. März erscheint, zeigt den Musik so persönlich und ehrlich wie nie zuvor – und markiert eine bewusste Rückkehr zu klassischem Songwriting, emotionaler Offenheit und kreativer Entschleunigung.
Full Circle reflektiert die prägenden Momente der vergangenen acht Jahre im Leben von Tom Misch: Familie, Freundschaften, Natur und die Suche nach innerer Balance. Entstanden ist das Album während längerer Aufenthalte in London, Cornwall, Portugal und Nashville – in einer Phase des bewussten Innehaltens, die es Misch ermöglichte, seine Beziehung zur Musik neu zu definieren.
Nach Jahren kontinuierlichen Erfolgs sah sich der Künstler im Hintergrund mit intensiven Angstzuständen konfrontiert, die ihn zwangen, Tempo herauszunehmen und Abstand zu gewinnen. Surfing, Zeit in der Natur und bewusste Studioabstinenz wurden zu wichtigen Impulsgebern für die emotionale Sprache von Full Circle. Als Misch zur Musik zurückkehrte, tat er dies ohne Erwartungsdruck – im engen Kreis von Freund*innen und Kollaborateur*innen, mit dem Fokus auf Songs, die ehrlich erzählen.
Klanglich und ästhetisch verweist Full Circle auf Einflüsse von Fleetwood Mac, Joni Mitchell, Neil Young, John Martyn und J.J. Cale – mit einem intimen, unaufgeregten Soundbild, das auf Live-Takes, minimale Bearbeitung und spontane Performance setzt. Auf Full Circle verabschiedet sich Tom Misch bewusst von einer rein produktionsgetriebenen Arbeitsweise. Statt in Logic Pro zu denken, entstanden die Songs zunächst am Klavier oder an der Gitarre – mit dem Anspruch, auch in reduzierter Form zu funktionieren oder mit voller Band Tiefe zu entfalten.
Eine zentrale Rolle spielte die Zusammenarbeit mit Matt Maltese, der mehrere Songs mitschrieb, sowie mit Ian Fitchuk, mit dem Misch große Teile des Albums in Nashville entwickelte. Adam Jaffrey, ein langjähriger Wegbegleiter, war bereits in der frühen Phase maßgeblich beteiligt. Für die Aufnahmen nutzte Tom Misch durchgehend ein U47-Mikrofon, wodurch seine Vocals präsent und körperlich in den Vordergrund rücken. Große Teile des Albums wurden analog auf Tape aufgenommen, inspiriert von der Wärme und Klarheit von Hi-Fi-Produktionen der 1970er-Jahre.
Die neue Single Sisters With Me entstand in einer seltenen Phase, in der Tom Misch erstmals als Erwachsener wieder mit seinen Schwestern im Elternhaus lebte. Eine Zeit, die zugleich herausfordernd und unerwartet schön war. „Es war nicht meine Absicht, einen Song darüber zu schreiben“, erklärt Misch. „Es war wahrscheinlich eher unterbewusste Kreativität, ausgelöst von allem, was gerade passiert ist.“ Eine von Mischs Schwestern – Laura – ist auf dem Track am Saxophon zu hören.
Getragen von einer zurückhaltenden Gitarrenlinie und bewusst gelassener Produktion lässt der Song Raum für Emotionen und Zwischentöne. Das begleitende Musikvideo stammt von Juliet Klottrup, deren Arbeit über weibliche und nicht-binäre Skateboarder*innen (Skate Like a Lass) mit einem Sony Future Filmmaker Award ausgezeichnet wurde. In Sisters With Me porträtiert sie Geschwisterbeziehungen in intimen, ungeschönten Vignetten – roh, nah und beobachtend.

