Foto-© Sophie Löw
Die Wiener Indie-Sperspitze CULK um die in der Szene schon länger gefeierte Frontfrau, Sängerin und Songwriterin Sophie Löw (solo auch als Sophia Blenda umtriebig) kehrt mit der Ankündigung des neuen Albums der Band zurück! Auf ihrem neuen, vierten Album smogstar tauchen CULK in einen Schwebezustand zwischen Euphorie und Überforderung ein. smogstar erscheint am 4. September wieder beim Wiener Indie-Label Siluh Records und erzählt von dem pulsierenden Gefühl im Dazwischen. Alles so aufregend. Alles zu viel. Alles zugleich.
Aufgenommen und produziert wurde das neue CULK-Album gemeinsam mit Sophie Lindinger (Leyya, My Ugly Clementine). Nachdem ihr letztes, von Wolfgang Lehman produziertes Album Generation Maximum (2023) eine Art lyrische und atmosphärische Bestandsaufnahme ihrer Generation zwischen Weltuntergangsstimmung und kollektiver Hoffnungslosigkeit war, wollte die Band diesmal ein wenig von der Schwere abwerfen. „Ich wollte, dass die Texte leichtfüßiger sind und diesen speziellen Vibe ausstrahlen: zwischen Freiheit fühlen und lost sein“, sagt Sophie über smogstar.
Überhaupt ist smogstar ein ausgesprochenes Stadt-Album geworden. „Neue Städte, neue Sicht. Neuer Name, neues Ich“, singt Sophie Löw in willkommen in der stadt, begleitet von verzerrten Gitarren, die immer wieder die Stimmung wechseln. Das ist das Grundrauschen der Platte: das Gefühl neu in eine Stadt zu kommen, sich im urbanen Raum und seiner Anonymität verlieren und neu erfinden zu können und neue Verbündete zu suchen. „Es geht ja auch darum, sich selbst zu erlauben, dass man sich verändern darf“, erklärt Sophie. „Das kann anstrengend und beängstigend sein, aber eben auch sehr befreiend.“
Im Grunde ist smogstar selbst eine kleine Neuerfindung von CULK als Band, acht Jahre nachdem alles angefangen hat. Johannes Blindhofer sagt: „Für uns ging es während der Arbeit am Album auch darum uns zurückzubesinnen: Warum haben wir angefangen gemeinsam Musik zu machen und was bedeutet es für uns?“ So stark wie nie zuvor fühlen sich CULK von ihrem Umfeld in Wien geprägt und dem Gefühl für- und miteinander Musik zu machen. „Daher orientieren sich die neuen Songs auch mehr an dem, wie wir uns selbst beim Spielen hören“, fügt er an. „Wir wollten mit unverkopften Arrangements Intensität und Wucht erzeugen“.
CULK spielen auf smogstar freier auf als je zuvor. Die markante Stimme von Sophie steht immer noch im Mittelpunkt der hypnostischen Songs, aber diesmal klingen sie offener, reduzierter und weniger dark. Zu den musikalischen Referenzen gehört dieses Mal die kompromisslosere Soundästhetik von Noise-Rock-Bands der 80er und 90er, wie Swirlies, Sonic Youth und Unwound, oder auch aktuellere Bands wie Julie oder Blue Smiley. „Wir wollten, dass alles eher bare bones und roh und in your face klingt. Was können wir aus uns Vieren herausholen, in dem Moment, in dem wir gemeinsam spielen?“, sagen sie.
Auf dem neuen Album gibt es außerdem das „erste richtige CULK-Liebeslied“, wie Sophie sagt. Der Opener – und die mit der Albumankündigung erschienene Single kaputte speaker erzählt vom Verliebtsein und diesem sommerlichen Freiheitsgefühl, wenn der Asphalt nach einem Gewitter dampft und man an nichts anderes denken kann als an das geliebte Gegenüber. Die innere Unruhe bricht sich im kathartischen Refrain mit einer schönen simplen Liebeserklärung Bahn: „Niemand ist mit dir allein.“
CULK Tour:
10.09.26 München, Strom
11.09.26 Leipzig, Conne Island
15.09.26 Berlin, Neue Zukunft
16.09.26 Jena, Trafo
17.09.26 Hamburg, Reeperbahn Festival
18.09.26 Münster, Gleis 22
19.09.26 Flensburg, Volksbad
21.09.26 Köln, Bumann & Sohn
22.09.26 Düsseldorf, Zakk
23.09.26 Nürnberg, MUZ
24.09.26 Karlsruhe, Kohi
25.09.26 Mainz, Schon Schön
26.09.26 Schorndorf, Manufaktur

