SCREAM 7 – Filmkritik


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Hello Sidney.

(Ghostface – Scream 7)

Sidney Evans, geborene Prescott (Neve Campbell) ist zurück! Nachdem sie bzw. Neve Campbell die Scream-Teile 5 und 6 ausgesessen hat, steht sie im siebten Film endlich wieder im Fokus. Sehr zu ihrem Leidwesen steht ihre Tochter Tatum (Isabel May) hingegen im Fokus eines neuen Ghostface Killers. Der wiederum ruft erneut Reporterin Gale Weathers (Courtney Cox) und ihre neuen Assistenten Mindy (Jasmin Savoy Brown) und Chad (Mason Gooding) auf den Plan, letztere sind Überlebende aus den vorherigen beiden Teilen. Somit sind also alle nötigen Figuren für eine weitere Fortsetzung der Meta-Slasher-Serie auf dem Spielbrett.

Ganz bewusst verschwimmen hierbei erneut die Geschichten hinter und vor der Kamera. Fakt ist, dass Neve Campbell wieder dabei ist und dafür mit 7 Millionen USD die höchste Gage ihrer bisherigen Karriere kassiert hat. Ebenso, dass Autor Kevin Williamson nicht nur wieder das Skript geliefert hat, sondern hier erstmalig auch als Regisseur gewonnen werden konnte. Erfahrung hat er schon genug mit dem Franchise, lieferte er doch schon die Skripte für Scream (1996), Scream 2 (2022) und Scream 4 (2011) ab. Angeblich überzeugte dieser Neve Campbell zurück zu kommen und sie im Gegenzug ihn, dieses Mal in den Regiestuhl zu steigen.

Weniger harmonisch ist die Geschichte hinter den SchauspielerInnen und somit Figuren, die dieses Mal leider nicht mehr dabei sind. Der an sich spannende Plot um die Carpenter Schwestern wird nämlich leider nicht auserzählt. Melissa Barrera wurde wegen politisch schwierigen Äußerungen über Social Media-Plattformen geschasst, woraufhin Jenna Ortega dann ebenfalls ausstieg (offizielle Begründung hier jedoch ein terminlicher Konflikt mit den Dreharbeiten zurWednesday-Serie (2022)). Ob man sich letztere noch hätte leisten können, steht jedoch ohnehin zur Diskussion, sicher nicht in Kombination mit Neve Campbell. Ebenfalls zum Opfer dieser Diskussion wurde Regiearbeit und Skript von Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett, die mit Scream (2022) und Scream VI (2023) die Serie wiederbelebt hatten. Das ist alles vor allem deshalb interessant, weil der Film trotz der zweijährigen Pause ein wenig unausgegoren und gehetzt wirkt. Denn nach all dem Hin und Her blieb dann doch weniger Zeit als üblich für Konzeptionierung und Dreh.

Zurück zum Film selber, Kernthema von diesem ist zur Feier von Neve Campbells Rückkehr, wie schon bei Jamie Lee Curtis in Halloween (2018), die Weitergabe von Trauma an die nächste Generation. Ghostface schnetzelt sich also primär durch Tochter Tatums Freunde, was zwar naturgemäß mit dem Plot rund um Sidney verwoben ist, ihre Geschichte aber dennoch nur die zweite Geige spielt. Schauspielrisch liefert jedoch leider nur Neve Campbell so richtig ab, alle anderen, auch die Veteranen Cox, Brown und Gooding können nicht so richtig glänzen. Passt aber für einen Slasher noch alles. Bei den Kills sind auch wieder ein paar kreative Sachen dabei, nichts, was im Genre oder bei den Fans lange nachhallen wird, aber durchaus sehenswert. Der einzige Bereich, in dem der Film wirklich abfällt, ist das Rätselraten darum, wer sich dieses Mal hinter der Ghostface-Maske verbirgt. Weder die AI / Deepfake-Geschichte darum, dass der Mörder sich in Videocalls als Stu Macher (Matthew Lillard) präsentiert, noch die tatsächliche Auflösung am Ende wissen so richtig zu begeistern. Immerhin, wer schon immer mal korrekt raten wollte, wer der Mörder ist, hat dieses Mal sehr gute Chance.

Scream 7 ist somit bei weitem nicht der beste Teil des Franchise, zumindest an den Kinokassen war er jedoch der erfolgreichste mit über einer Milliarde USD Einspielergebnis. Für Fans der Serie und des Genres ist Scream 7 aber auf jeden Fall einen Blick wert. Ebenso übrigens auch das Originalhaus von Sidney, in dem der Film startet, dieses in Tomales, Kalifornien gelegene Anwesen, kann man sogar tatsächlich zum Übernachten buchen.


Scream 7 (US CA 2025)
Regie: Kevin Williamson
Darsteller: Neve Campbell, Courtney Cox, Isabel May, Jasmin Savoy Brown, Mason Gooding, Roger L. Jackson, Anna Camp, Joe McHale, Celeste O’Conner, Sam Rechner, Asa Germann, Mckenna Grace, Matthew Lillard
Heimkino Release: 12. Juni 2026, Paramount Home Entertainment

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Malte Triesch

Malte wuchs im idyllischen Lilienthal, direkt an der Grenze zu Bremen, der schönsten Stadt im Norden Deutschlands, auf. Seine frühesten Film-Erinnerungen ist, auf dem Schulhof in der neusten TV Movie alles anzustreichen was gesehen und aufgenommen werden muss. Da die Auswahl an Horrorfilmen hier doch recht be- oder zumindest stark geschnitten war entdeckte er Videotheken für sich bzw. seine Mutter, da man diese ja erst ab 18 betreten durfte. Wenn er nicht gerade Filmreviews schreibt ist er wahrscheinlich im (Heim-)Kino oder vor dem Mikrophon für den OV Sneak Podcasts, SneakyMonday.

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