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Veröffentlicht am 29.10.2009 | von Dominik

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PILLOW FIGHT CLUB – Interview

Weiter geht’s! Gestern an dieser Stelle, durften die Labelkollegen Spurv Lærke das Feld bestellen – heute sind die Damen und Herren von Pillow Fight Club dran! Wir haben heute schon den ganzen Tag deren neues Album „About Face And Other Constants“ im Ohr – siehe unsere Albenkritik! Jetzt lassen wir aber erst mal die Band zu Wort kommen, die laut eigenen Angaben beim Sex gegründet wurde – Oha 🙂

pillow-fight-club

1.) Steckbrief:
– Name: Pillow Fight Club
– Bandmitglieder + Spitznamen: Valentina Trovato („Valu“), Thorsten Kolotzek („Kollo“), Isabel Ubeda Cruz („Isa“), Manuel Lukas („Manu“)
– Gründungsjahr: 2004
– Standort: Frankfurt
– aktuelles Album: am 06.11. kommt „about face and other constants“
2.) Fragenkatalog:
– Wie seid ihr zu eurem Bandnamen gekommen?
Der Bandname ist eine Anlehnung an Titel und Thematik des Films Fight Club: Dort versucht ein völlig vom american consumers way of life vereinnahmter Hauptdarsteller der Falle des von Statussymbolen übersäten und von den Massenmedien geprägten Alltags mit drastischen Mitteln zu entkommen. Durch die Gründung des Fight Club und die dazugehörigen körperlichen Grenzerfahrungen lernt er, sich auf die einzig verlässlichen Werte des Lebens zurückzubesinnen, nämlich auf die Wahrnehmungen des eigenen Körpers wie Gefühle, Schmerzen, Lust etc…Im Rahmen des pillow fight club geht es um die gleichen Beweggründe, aber wir nutzen statt „auf die Fresse“ unsere Musik und unsere Bandgemeinschaft, also weniger schmerzhafte Mittel dafür – Deshalb das „pillow“ vor dem Fight Club.
– Wie kam es zur Bandgründung?
Beim Sex. wer mit wem von uns weiß ich nicht mehr so genau, auf jeden Fall wurde neun Monate danach pillow fight club geboren.
– Wie würdest du deine/eure Musik beschreiben?
Es ist indie-pop innerhalb dessen beide Begriffe zu ihrer vollen Entfaltung kommen, hier und da wird man sich auch an new-wave oder post-punk erinnert fühlen.           
– Welche musikalischen Einflüsse habt ihr/hast du?
In unserer Frühphase klang alles sehr, sehr rotzig, war sicherlich inspiriert von unserer Vorliebe für Krachiges wie Dinosaur Jr, Weezer, at the drive in, hot water music, fugazi. Mittlerweile fokussieren wir uns mehr auf das Songwriting und auf das „Weglassen“ – also nichts als die Essenz des Songs in Gestalt von Melodie, Text, Hooks und Beat. Alles andere über Bord. Somit kommen wohl momentan mehr die Einflüsse von Joy Division, Pixies, Sonic Youth, frühen Police oder gar ganz frühen U2 durch.      
– Was ist gerade eure/deine Beschäftigung?
Wir sind alle in unterschiedlichen Phasen unseres Studiums – von „gerade begonnen“ bis „ich drücke mich seit zwei Jahren erfolgreich vor der Bachelorarbeit“.  

– Mit wem würdet ihr/würdest du gerne mal zusammenarbeiten und warum?
Mit Stanley Kubrick ein Musikvideo zu einem unserer Songs erarbeiten, weil er es in seinen Werken stets geschafft hat, mit relativ einfachen, reduziert gehaltenen Mitteln maximale Wirkung bzw. Verstörtheit zu erzielen.
– 3 Top-Alben 2009? Bitte mit Begründung!
Die neue Sonic Youth „the eternal“: eine höhere Konzentration von gleichzeitig Schrammelei, Melodie und Glaubwürdigkeit gibt es kaum.
Die neue The Gossip, „music for men“, weil die Sängerin bzw. band einfach einzigartig sind und es auf dieser platte geschafft haben, ihrer typischen Reduziertheit und der Soulröhre endlich auch durchgehend fantastische Songs hinzuzufügen. außerdem haben wir sie im urlaub rauf und runtergehört und assoziieren deshalb einfach viele schöne Stunden mit ihr.
Die neue portugal.the man „the satanic satanist“: weil sie noch so jung sind und jetzt trotzdem schon das vierte großartige Album hintereinander gemacht haben.

– 3 Top-Alben des letzten Jahrzehnts? Bitte mit Begründung!
The Arcade Fire – „funeral“ weil man wegen der unfassbar schönen, groß orchestrierten Traurigkeit bei keiner anderen Platte mehr hin und her gerissen ist zwischen lachen und weinen. Jeder Song großes Kino.
Bright Eyes – „i´m wide awake it´s morning“ – weil die platte zeigt wie viel man mit wie wenig erreichen kann: Ein junger Mann, eine Gitarre + ein wenig Begleitung und sonst: Songs und Inhalte – that´s all you need. Ein ganz großer Geschichtenerzähler
The Jealous Sound – „kill´em with kindness“: Weil diese Platte größtenteils unentdeckt geblieben ist und es ja auch mal schön ist, wenn man einen seiner größten Schätze nicht mit allen anderen Teilen muss..:-))) Wer sie nicht kennt: Herzergreifender Stromgitarren-Emo-Rock zwischen New Order und Jimmy Eat World.
– Deine/eure 3 All-Time Favourite Platten?
Na also da reichen ja drei wohl kaum aus. Hier ein Anfang: Foo Fighters – the colour & the shape, Pink Floyd – wish you were here, Weezer – blaues album.        
– Das habe ich/haben wir 2009 gelernt?
Das man dranbleiben und durchhalten muss, dann wird es schon werden! Vier Jahre hat es gedauert, bis wir es geschafft haben unser zweites Album zu machen, viele Steine lagen im Weg, aber jetzt hat es sich so was von gelohnt!
– Euer/dein bestes persönliches Erlebnis 2009?
Als wir im Studio nach Valu´s Einsingen eines unserer Songs mit unserem Produzenten bis morgens um 4.30 ungefähr 40 mal hintereinander diesen Song hörten und abfeierten.
– Eure/deine Pläne für 2010?
Eigene Tour spielen, viele schöne Festivals spielen (her mit den Anfragen!!) aber auch das Studium etwas konsequenter verfolgen.        
– Was steht auf eurem/deinem persönlichen Rider?
Da die Heckklappe unseres Tourautos kaputt ist und immer runterkommt und reparieren nur etwas für übertriebene Ordnungsfanatiker ist, muss uns jeder Club einen Helfer abstellen, der mit seinem Kopf die Kofferraumklappe hochhält solange wir ausladen und wieder einladen (was meistens wesentlich länger dauert).
ansonsten sind wir sehr bescheiden!

– Was stellt ihr/stellst du euch/dir unter Bedroomdisco vor?
Da ein bedroom ein sehr intimer Ort ist, den man meistens eher nur mit Menschen betritt, denen man sehr gerne sehr nah ist und mit denen man gerne Emotionen teilt stellen wir uns unter einer bedroomdisco eine Tanzfläche vor, auf der jeder seine Hemmungen vergisst und sich mit einem vollkommen vertrauten Gefühl gegenüber den anderen Anwesenden einfach nur den Beats hingibt. Menschen auf einer Wellenlänge, die gemeinsam alles geben!
– Wer hat den Fragenkatalog ausgefüllt?
Thorsten

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