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Veröffentlicht am 29.01.2010 | von Jenny

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I think I like it – Say hi (to your mom)

„Let’s talk about spaceships or anything except you and me okay?“

(Say hi to your mom – Let’s Talk About Spaceships)

Wie stellt man eine Band mit passenden Musikempfehlungen vor, die zu den absoluten Lieblingsbands gehört und noch dazu bereits sechs (!) Alben herausgebracht hat, von denen selbst versierte Indie-Anhänger noch nichts gehört haben?

Des Rätsels Lösung: man überstürze nichts und stelle jede Woche ein Album vor.

Weiter geht’s mit Teil zwei:

Zwei weitere Jahre beanspruchte Eric Elbogen dann für sich, bevor er 2004 mit „Numbers and Mumbles“  sein zweites Album veröffentlichte. Auf diesem Album zeichnet sich noch deutlicher als beim Vorgänger Erics Segen und Fluch zugleich ab. Metaphorisch wird nämlich alles zwischenmenschliche angesprochen. Ein Segen für die schönen Texte. Ein Fluch, da ihm sinnfreie Texterei vorgeworfen wurde und der Widerwille zum Erwachsen werden.

Sehr schön verpackt zum Beispiel in „Let’s talk about spaceships“. Jedem von uns bekannt sind diese unangenehmen Situation in denen man den Konflikt nicht zum einhundertzehnten Mal  tot reden möchte und stattdessen einen Themenwechsel versucht: sehr charmant, wenn auch unerwachsen, mit der Frage gelöst, ob man nicht über alles, gerne auch über Raumschiffe sprechen kann, über wirklich alles „…except you and me, okay?“. Ach und ob man schon die Spinne gesehen hätte die an der Wand krabbelt. Nettes Ablenkungsmanöver.

Um einen Computer-Nerd der sich in seiner isolierten Einzelgänger-Zelle eingerichtet hat, geht es in „Beat my highscore“.  Keyboard, Bass, im Hintergrund ein leises Schlagzeug eingespielt und dazu einmal mehr die unverkennbare Stimme laden zum Mitsummen ein. Das Intro: nur kurz angedeutet. Nach mehrmaligem Hören wird man sich dabei erwischen wie man einzelne Textzeilen der beiden Lieder fragmentarisch im Kopf nachsingt.

Seine Stimme klingt auch hier wieder so schön und unschuldig, ohne dabei wehleidig zu wirken, sodass man instinktiv Verständnis für jegliches obskure Verhalten aufbringen möchte. So bringt man selbst für den PC-Freak Empathie auf, der erstaunt die Gefühlswelt durch ein Mädchen entdeckt und glaubt eindlich einen Weg gefunden zu haben, den Joystick wegzulegen, dann aber doch keine Zukunft sieht denn „She beat my high-score“… Weird, dabei aber so liebenswert.

Ein ungewöhnlicher und dadurch besonders auffallender Song ist „The key of C“. Leise Klänge und mit Keyboard-Einlagen die an ein Xylophon denken lassen, dazu leise verzerrt der Synthesizer . Mehr Bedarf es fast nicht um latent Kritik über permanente Unzufriedenheiten und Undankbarkeiten zu üben. („Admitt it I took out your trash“). Immerzu strebt man das noch bessere an, im Wissen das es auch noch besser gehen kann. Besser gehen könnte. Aber dass es umgekehrt auch schlechter ginge vergisst man beim status quo doch gerne mal. „…but believe me there’s a better Frankenstein for you to bride…“.

5von55

Say hi to your mom – Numbers and Mumbles
VÖ: 10.02.2004 , Euphobia Records

httpvh://www.youtube.com/watch?v=7Bs5LFlbVn8&feature=related

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