Reviews no image

Veröffentlicht am 10.02.2010 | von Jenny

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I think I like it – Say hi (to your mom)

„We’re looking for someone that’s sad, but endearingly so.“

(Sad, But Endearingly So- Say hi toy your mom)

Wie stellt man eine Band mit passenden Musikempfehlungen vor, die zu den absoluten Lieblingsbands gehört und noch dazu bereits sechs (!) Alben herausgebracht hat, von denen selbst versierte Indie-Anhänger noch nichts gehört haben?                                                                                                                                                                                                                           Des Rätsels Lösung: man überstürze nichts und stelle jede Woche ein Album vor. Wie versprochen diese Woche Album Nummer vier. Here we go:

Viel weniger Trübsal blasend als in den vorgehenden Alben geht es mit Sprechblasen weiter an denen nichts auszusetzen ist: „Impeccable Blahs“ (2006).                                                                                                                                                                                                                                 Persönlich einer meiner Lieblingsstücke ist „Blah Blah Blah“, dessen Titel ich einfach schon in seiner Banalität klasse finde. Bezeichnend dafür auch ein Zitat aus dem Song, wenn auch sinnentfremdet. „Resistence is futile“, Widerstand zwecklos.                                                                                                                                                                                                                        Es geht – wen wundert es noch – um Vampire. Und zwar fast ausschliesslich.  „I’m gonna drink your blood…“ bleibt da nur zu sagen. Auch auf seinem vierten Album klingt Elbogens Stimme so unschuldig, oft dahin gesäuselt und sanft. Das Keyboard schafft den passenden Kontrast um nicht verheult zu wirken; verzerrt, fast kratzbürstig, dumpf, sofern ein Keyboard so klingen kann. Dann sind da immer wieder diese elektronisch abgestimmten Lo-Fi-Klänge. Subtil, aber bestimmt gibt das Schlagzeug den Takt vor und bleibt im Ohr. Ebenso das Intro. Generell ist das aber, zusätzlichen zu den einzigartigen Refrains und Melodien, von seinen Liedern zu sagen.

Mit „Not As Goth As We Say We’re“ ist ein weiterer vielfältiger, ruhiger Song geschaffen, auch wenn sich- wie bei vielen seiner Songs- nicht unbedingt gleich erschließen lässt um Himmelswillen worüber er bitteschön da singt. Nichtsdestotrotz absolut hörenswert und mit ein bisschen Beflissenheit besser als jedes Sudoku.                                                                                                Zeit um den „Everybody’s Darling“ unter den „Say hi to your mom“-Songs zu nennen. Man darf vorstellen: „Sweet Sweet Heartkiller“. Kaum die Playtaste gedrückt schafft es gute Laune und lässt einen zum Wiederholungstäter mit echtem Suchtpotenzial werden. Der Titel lässt eine nur allzu bekannte zwischenmenschliche Relation vermuten, aber Pustekuchen. Es geht zwar darum, irgendwie. Aber wieder filigran verpackt. Ein Vampir, der über seine Vampir-Herzensbrecherin singt. Am Ende ist aber eben alles doch so wie bei Menschen auch: „.everything’s bitter like sweet things should be“. Singt’s und beisst zu. Ein toller Song, der durch seine Lebendigkeit und den tollen, wenn auch trivialen, Chorus besticht.

5von56

Impeccable Blahs – Say hi to your mom

VÖ: 27.09.2007 , Euphobia Records

httpv://www.youtube.com/watch?v=lVmVLOL2LnA

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