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Veröffentlicht am 4.07.2010 | von Lisa

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ARIEL PINK’S HAUNTED GRAFFITI – Before Today

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I look for the things I can’t find,
why am I so far from the ground?
My voice is quiet
but my thoughts are loud
Bright lit blue skies
you’re full of lies.

(Ariel Pink – Bright lit blue skies)

Seit langen Jahren ein Geheimtipp der Indieszene ist der Künstler, um dessen neuste Platte es hier gehen soll: Ariel Pink.
Geboren als Ariel Rosenberg, und als Kind jüdisch-mexikanischer Einwanderer in Los Angeles aufgewachsen, macht der mittlerweile 32-jährige bereits seit 15 Jahren Musik – in seinem kleinen Appartment nahm er lange Jahre Tapes auf, die er dann auf seinen Konzerten verkaufte. So schuf er sich eine Fanbase und wurde schließlich von Animal Collective entdeckt, die seine ersten Singles auf ihrem Label veröffentlichten. Mittlerweile hat es Ariel zu einem größeren Label geschafft und aus seinem allerersten Studioaufenthalt ist die neue Platte „Before Today“ entstanden.

Das Album hat trotz der professionelleren Produktion und aufwendiger Instrumentierung immer noch einen großartigen 60/70ies-Vibe,und man fühlt sich erinnert an die Beach Boys, manchmal sogar Simon and Garfunkel. Pink ist Multi-Instrumentalist, er spielte bisher alles selber ein – hier begeleitet ihn zum ersten Mal seine Band The Haunted Graffitis – und das hat der Platte durchaus gut getan!

Schon der erste Song „Hot Body Rub“ startet mit einem funky Sixties-Saxophon, es folgen Perlen wie die erste Single zum Album, „Round & Round“. „Bright lit Blue Skies“ ist dann ein rockig-angehauchter Ohrwurm; es gibt Bee Gees-Chöre, psychedelische Gitarrensoli und jede Menge Glam, aber das alles ist so charmant verrückt, dass man ihm auch manch zu abgedrehte Idee verzeiht. „Revolution’s a lie“ beginnt mit einem bedrohlichen Basssolo, dazu Ariels stakkatoartiger Gesang: „My head explodes“. „Can’t feel my eyes“ croont sich dann wieder lässig in den Gehörgang. Das alles scheint wie vor 40 Jahren stehengeblieben – aber gleichzeitig mit einer aktuellen Coolness und dem grade richtigen Grad an Verschwurbeltheit. Pink springt munter durch alle Genres, von Pop hin zu Folk, dann wieder zurück zu Indierock – und keines davon bedient er schlecht!

Von dem Herren wird man sicherlich noch einiges hören!

4von511

Ariel Pink’s Haunted Graffiti – Before Today
VÖ: 4. Juni 2010 (4AD / Beggars / Indigo)
http://www.arielpink.com
www.myspace.com/arielpink

httpvh://www.youtube.com/watch?v=fIjwZecUeaw

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