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Veröffentlicht am 10.06.2011 | von Dominik

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A FOREST – Interview

Es ist schon erstaunlich welche Schönheit an einem vorbeigehen kann, einfach weil man sie nicht wahrnimmt, sie im Trubel des Alltags irgendwo dazwischen rutscht oder weil sie gerade nicht zur Stimmung oder zur Verfassung passt. Bei der Musik von A Forest hatten wir Glück – wir haben hingehört und sie als das erkannt was sie ist: Ein Licht im Dunkeln, eine flackernde elektronische Komposition, nicht zu glatt, sodass sie auch noch nach Stunden gefällt und überhaupt – ein Ausnahmewerk! Also nur logisch, dass wir die drei zur vierten Bedroomdisco Sessions-Ausgabe am morgigen Samstag nach Darmstadt eingeladen haben und umso schöner, dass sie zugesagt haben und wir mit den Hamburger von Electric Ocean Pople auch noch das passende Support-Pendant gefunden haben! Also Pflichttermin: Sa, 11.06.2011, Einlass 20:00 Uhr, AK 6 Euro, Künstlerkeller Darmstadt. Als kleinen Theater gibt es heute schon A Forest im Bedroomdisco Interview!

1.) Steckbrief:

– Bandname: a forest
– Bandmitglieder: florian wienczny, franziska benkert, fabian schuetze
– Gründungsjahr: 2009
– Standort: leipzig, berlin, hamburg
– aktuelles Album: a square

2.) Fragenkatalog:

– Wie habt ihr angefangen Musik zu machen, was war der Grund?
wir haben uns über unser labelnetzwerk analogsoul kennengelernt. ich (fabian) hatte lust auf ein projekt dieser art, also progressiv live electronica und pop umzusetzen, mit einer ungewöhnlichen besetzung. flo und franzi sind dann die einzig wahre besetzung gewesen.

– In eurem allerersten selbstgeschriebenen Song ging es um?
darum einen drachen steigen zu lassen. der song heisst „my kite“.

– In welcher Situation kamt ihr auf ‚A Forest‘ als Bandnamen?
der wald ist auf jeden fall ein kosmos. man muss ihn betreten, kann sich darin verlaufen aber genauso gut zuhause fühlen. das wort hat einfach tiefe. eine spezielle situation gab es nicht, sowas taucht einfach plötzlich im kopf auf.

– Nach eurem Debütalbum aus dem letzten Jahr, habt ihr gerade mit ‚A Square‘ eine EP veröffentlicht – warum habt ihr euch für die Veröffentlichung einer EP entschieden?
ich denke wir finden das format sehr interessant. es ist die „kleine form“. man kann einen eindruck vermitteln, eine weiterentwichlung abbilden, den zuhörern vielleicht mit einer sache, die etwas leichter zugänglich ist als ein ganzes album, neue ideen vermitteln.

– Die Produktion der EP habt ihr via Spendenaufruf finanziert – wie kam es dazu, wie seht ihr die Chancen solcher Finanzierungsmodelle? Bzw. was wäre passiert, wenn das nötige Geld nicht zusammen gekommen wäre?
bei analogsoul suchen wir immer nach möglichkeiten der „großen bösen industrie“ eins auszuwischen und neue wege zu gehen. crowdfunding ist dann ein weg sehr nah an den leuten zu sein, die die musik hören und sie quasi zu „komplizen“ zu machen. was passiert wäre wenn das geld nicht zusammen gekommen wäre? dispo, bausparvertrag lebensversicherung.

– Wie und wo fand die Produktion von ‚A Square‘ statt? Welche Probleme gab es, was war der schönste, was der negativste Moment, welche Anekdote davon wird von euch am häufigsten erzählt?
der großteil der vorproduktion wurde in leipzig bei mir gemacht. die vocals haben franzi und ich in 3 sessions in berlin aufgenommen. dann wurde das material zusammengepackt und ging nach pforzheim in ein schickes studio wo dann mix und master gemacht wurden. anekdoten: fehlanzeige.

– Wie arbeitet ihr normalerweise an euren Songs, wie sehen die Schritte aus bis zu einem fertigen Song? Was inspiriert euch zu den Texten bzw. in welchen Situationen schreibt ihr sie?
dadurch das wir so verstreut wohnen werden viele skizzen hin und her geschickt, manchmal treffen wir uns für sessions um songs dann zu fixen. es geht meistens mit einem kleinen schnipsel los, ein sample, ein akkord, eine textzeile. darum baut sich dann alles. inspiriert sind die texte eher von abstrakten sachen. stimmungen auf autofahrten, bildern, tieren. worum es dann in einem song geht ist gar nicht so einfach runterzubrechen. das lässt sich eher über das gefühl greifen.

– Eines unserer Lieblingslieder ist ‚A Listender‘ – worum geht es darin, wie ist der Song entstanden und gibt es eine Geschichte dahinter bzw. welche?
bei a listener geht es um langsamkeit als hohes gut.

– Habt ihr euch der Musik als Lebensweg verschrieben oder habt ihr noch andere Interessen/Standbeine?
teils teils. fab und flo machen fast ausschließlich musik, franzi studiert.

– Was machst ihr, wenn ihr nicht gerade Musik machst?
booking, promo, kellnern.

– Welche Schwierigkeiten seht ihr für kleine Bands in Deutschland?
keine schwierigkeiten. eher herausforderungen.

– Kann man als kleine deutsche Band „nur“ von der Musik leben? Wie? schwer. man muss hart arbeiten. immer versuchen auf das nächste level zu kommen. sich damit abfinden, das man viel reinstecken muss.

– Was habt ihr 2010 gelernt?
einen eigenen ton. bei uns zu sein.

– Eure nächsten Ziele?
wir wollen immer weiter.

– Wie würde eure persönliche „Bedroomdisco“ aussehen?
schlagzeug, laptop, klavier, 2 mics und  soviel hübsche und nette menschen wie reinpassen.

– Wer hat den Fragenkatalog ausgefüllt?
fabian

Zur Feier des morgigen Konzertes lassen wir etwas springen – schreibt uns bis zum 24.06. eine E-Mail mit dem Betreff ‚A Forest‘ und eurer Adresse an info@bedroomdisco.de und mit etwas Glück gewinnt ihr eins von zwei Exemplaren der aktuellen ‚A Square‘-EP. Wir wünschen viel Glück!

A Forest-A Listener-Remixes by analogsoul


Über den Autor

Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!



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