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Veröffentlicht am 5.07.2011 | von Fred

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FOSTER THE PEOPLE – Torches

All the other kids with the pumped up kicks
You’d better run, better run, outrun my gun
All the other kids with the pumped up kicks
You’d better run, better run, faster than my bullet

(Foster The People – Pumped Up Kicks)

Vor knapp einer Woche hat der Ur-MP3 Blog Stereogum (seit 2002) zu einer Umfrage ausgerufen, in der nach dem Indie Song Of Summer 2011 gefragt wurde. Ins Rennen gingen Battles, Cults, Givers, Washed Out und Foster The People. Letztere konnten sich mit ihrem Hit ‚Pumped Up Kicks‘ auch durchsetzen. Jetzt werden sich vielleicht einige fragen, wie das überhaupt geht, der Song ist immerhin aus dem Jahr 2010. Die einfachste Erklärung ist wohl, dass die Hype-Mühlen manchmal auch etwas langsamer mahlen. Am 24. Juni veröffentlichten Foster The People ihr erstes Album mit dem Titel Torches.

Foster The People bestehen aus einem Foster, nämlich Mark Foster und den Peoplen Cubbie Fink (Bass) und Mark Pontius (Schlagzeuger). Mark Foster hat auch vorher schon sein Geld im Musikbusiness verdient: Er entwarf Jingles und Melodien für TV und Radio Shows. Der gute Mann sollte also wissen, wie man Sounds kreiert, die im Gehörgang hängen bleiben. Und genau wenn es um Catchyness und Stickyness geht, treffen Foster The People mit ihrem Debüt Torches ziemlich ins Schwarze. Indie Pop-Rock zwischen MGMT, Empire Of The Sun und Two Door Cinema Club. Die Single ‚Pumped Up Kicks‘ brilliert mit einem straighten Beat und einprägsamen Basslauf gemischt mit dezenter, atmosphärischer Elektronik. Dazu singt Mr. Foster eine etwas lahme Strophe, die sich aber im Chorus in bester Beach-Boy-Manier ins Falsett kickt. Der Track ist über alle Zweifel erhaben und schwierig wieder aus dem Kopf zu bekommen. Wenn man das überhaupt will. Generell liefert Torches eher leicht verdauliche Kost: Elektropop trifft auf federleichte Pianolinien (‚Call It What You Want‘) und fröhliche Akustikgitarren (‚Don’t Stop (Color On The Wall)‘). Singalong- und Handclap-Parts kann man natürlich auch von der Checkliste streichen. Der zweite große Hit ist ohne Frage der Song ‚Houdini‘, der durch ein treibendes House-Piano, zerhackte Vocal-Loops und jubilierenden Chorgesänge animiert.

Musikalische Raffinesse oder Songs ausserhalb der Indie-Zauberformel sucht man auf Torches zwar vergebens, dafür zieht sich eine unbändige Melodieverliebtheit durch das gesamte Album. Foster The People legen mit Torches eine gutes Debüt vor, das bei strahlendem Sonnenschein aus der ein oder anderen Boombox im Park erklingen wird.

Foster The People – Torches
VÖ: 24. Juni 2011 (Smi Col/ Sony Music)
www.fosterthepeople.com
www.myspace.com/fosterthepeople

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Über den Autor

Fred ist 32 Jahre, wohnt in der Pop-City Damstadt und mag Hunde, Pizza und Musik.



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