Musik

Veröffentlicht am 30.04.2012 | von Dorota

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ALEX CLARE – The Lateness Of The Hour

Sun is up while I’m walkin’ home,
But my heads up in the clouds 
Trying to get my self to bed 
But I really don’t know how

(Alex Clare – Up All Night) 

Wenn das Radio mal was zu bieten hat, muss man aufgeweckt sein, den Song aufnehmen, shazamen oder was auch immer die moderne Technik so kann. Aber das Radio ist ja bekanntlich nicht immer die erste Anlaufstelle was neue Musik angeht.
Vor allem Werbefachleute setzen heutzutage nicht nur auf großartige Bilder, sondern auch auf die musikalische Untermalung. So auch bei Microsoft, die für ihren neuen TV Werbespot den Song ‚Too Close‚ von Alex Clare genutzt haben.
Und schon geht es los mit der Mainstream-Maschinerie: erst Fernsehen, dann Radio, dann auf mp3-Playern von 12 Jährigen. Da kann man nur heilfroh sein, dass dem Internet und den ganzen Nerds Alex Clare bereits ein Begriff ist. Ende 2010 wurde nämlich schon von dem Briten berichtet und zwar hier auf bedroomdisco.de!

Damals hat er mit dem Video zu ‚Up All Night‚ unsere Gehörgänge vom ewig gleichen Sound gesäubert. Als Mentoren beziehungsweise Produzenten waren Switch & Diplo mit von der Partie, was man dem Sound auch anhört. Die Platte ‚The Lateness Of The Hour‚ wird im Fachhandel wahrscheinlich sowohl in der Dubstep und Pop Ecke als auch in den Top 100 der Charts wiederzufinden sein. Tja, Dubstep ist keine Underground Nische mehr.
Das Schöne an dem Album ist, dass es so abwechslungsreich ist, wie so mancher Schuhschrank einer Frau. Es finden sich zahlreiche Titel die mit Soul und Funk Elementen ausgestattet sind zum Beispiel bei ‚Hands Are Clever‚ oder ‚I Won’t Let You Down‚, einer klassischen Ballade mit Klavierbegleitung. Klar, dass es fast überall etwas wobblet und manche Titel sich in Richtung Drum ’n‘ Bass bewegen (‚Treading Water‚). Auch das Cover ‚When Doves Cry‚ von Prince ist hervorragend umgesetzt und macht aus einem 1984er Hit einen zeitgemäßen Track.
Vermutlich funktioniert das Album auch deswegen, weil Alex Clare eine grandiose Stimme hat, der man allerdings nicht immer traut; man fragt sich, ob das live auch funktioniert. Vielleicht werden wir es nie überprüfen können. Was wir aber mit Gewissheit sagen können ist, dass ‚The Lateness Of The Hour‘ zwar ein angepasstes und nicht allzu experimentelles Album ist, was vielen Durchschnittshörern sehr gut in den Kram passen könnte, die Musik- und allen voran die Dubstep-Experten werden sich dagegen die Haare raufen.
Man muss aber zugeben, dass es ein abwechslungsreiches und gut produziertes Album ist, dass die Brücke vom Underground zum TV Spot auf intelligente Weise schlägt und somit begeisterte Anhänger allen Alters finden wird.

Alex Clare – The Lateness Of The Hour
VÖ: 13. April 2012, Island
www.alexclare.com

httpvh://www.youtube.com/watch?v=zYXjLbMZFmo


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