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Veröffentlicht am 28.08.2012 | von Benjamin

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V.A. – 50 Weapons of Choice

Zum bereits dritten Mal wählen die Herren Gernot Bronsert und Sebastian Szary – besser bekannt als Modeselektor – von ihrem (Zweit-) Label 50 Weapons das Beste der vergangenen 12 Monate aus und veröffentlichen diese Auswahl im CD-Format. Da sich die Vinyls der meisten Veröffentlichungen aber bereits vergriffen haben, wird es bei dieser Ausgabe der Compilation auch eine LP geben.

Bei der dritten Ausagbe des Formats können die Labelchefs aus dem Vollen schöpfen. Die Flaggschiffe der Plattform haben eine Vielzahl von Alben fertigstellen können, sodass sich ein repräsentativ kuratierter Querschnitt hören lassen kann. Von Techno über Dubstep bishin zu experimenteller Electronica ist hier alles vertreten.

Eröffnen dürfen die Platte Dark Sky, die mit ‚Neon‚ treibende Dub- und Breakrhythmen mit housig-verspielten Sommervibes zusammen bringen. Durchaus ähnlich, allerdings etwas düsterer treibt es hingegen Carsten Ärmes alias Phon.o mit ‚Abbey Road‚. Eine deutlich technoidere Richtung schlagen Benjamin Damage & Doc Daneeka, deren Track ‚Jumanji‚ als Bonustitel der Platte erscheint. Neben den noch eher unbekannten Namen, zu denen auch noch Anstam zu zählen ist, gesellen sich dann noch alt eingesessene Größen des Labels wie Cosmin TRG. Er steuert seinen ‚De Dans‚ bei. Dazu kommt Berghain Resident Marcel Dettmann, der eine Kostprobe seines gewohnt gradlinigen Technos in Form von ‚Deluge‚ abliefert.
Als eines der atmophärisch dichtesten Stücke der Platte darf wohl der zweite Beitrag von Phon.o gelten. Das Oxymoron im Titel ‚Sad Happiness‚ spiegelt genau die emotionale Lage beim Hören dieses Tracks wider: Euphorie, ob der gelungen Komposition, gepaart mit der verhangenen Melancholie, die hier transportiert wird. Den Abschluss darf dann Shed übernehmen, dessen kürzlich erschienenes Album ‚Killer‚ durchaus kontrovers bersprochen worden ist, da es an den Grenzen der Hörgewohnheiten changiert. Auch sein Titel ‚RQ 170‚ lässt sich dabei nur schwer einem Genre zuordnen. Eines kann man aber ohne Zweifel sagen: In das Konzept der Sammlung passt er bestens.

Die Compilation zeigt deutlich, wie erfahren die Labelköpfe in Sachen Kuratorentätigkeit sind. Stimmig wird hier die Breite der Plattform auf einen gemeinsamen Nenner gebracht, ohne dass etwas von den individuellen Fähigkeiten der Portagonisten in den Hintergrund tritt. Chapeau 50 Weapons!

V.A. – 50 Weapons of Choice
VÖ: 31.08.2012, 50 Weapons
http://50weapons.com

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