Kritik no image

Veröffentlicht am 16.05.2014 | von Tobias

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12 YEARS A SLAVE – Filmkritik & Verlosung

Mit Eigentum kann man machen, was man möchte.

(Edwin Epps – 12 Years a Slave)

Der Afro-Amerikaner Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) ist Mitte des 19. Jahrhunderts ein freier Mann. Er führt ein einfaches aber glückliches Leben mit seiner Familie in New York. Als zwei Fremde ihn nach einem Konzert auf einen Drink einladen denkt er sich nichts Böses. Am nächsten Morgen jedoch befindet sich Solomon in Ketten gelegt auf einem Sklavenschiff wieder. Seinen Freiheitsrechten beraubt muss er von nun an unter schlimmsten Bedingungen Fronarbeit leisten. 12 Jahre sucht er einen Weg sich zu befreien und seine Familie wiederzusehen.

Das bisherige Werk von Steve McQueen war geschmückt von ungewöhnlichen Filmideen und deren Umsetzung. Da gab es zum einen den minimalistischen und gleichsam grausamen Ansatz in ‚Hunger‚ aber dann auch den poetischen und melancholischen Film ‚Shame‚, der sich mit der Geschichte eines Sexsüchtigen auseinandergesetzt hat. Dieses Mal versucht sich der Filmemacher an einem etwas anderem Thema und zwar der Sklaverei in den USA. Viele Filme gibt es über dieses Thema und ist insbesondere in Hollywood immer wieder dankenswert.

Vergleicht man die Filme mit dem Frühwerk von McQueen wird man enttäuscht sein. Mehr linear und Hollywood-Affin kommt der Film daher. Das mag nicht schlecht sein, bedeutet aber für den Filmemacher einen neuen Schritt.

Der Film ist keine leichte Kost. Die Geschichte des Sklaven Solomon wird aufs Grausamste erzählt und wartet nicht nur einmal mit äußerst graphischen Szenen auf. Magenstärke ist hier Voraussetzung. Wie in jedem McQueen Film ist die Kaderarbeit umpolend und in jeder Szene der Geschichte passend.

Leider kommt man nicht umhin den Film an manchen Stellen zu episch zu empfinden, an vielen Stellen hätte die Geschichte kürzer und prägnanter erzählt werden können. Hier kann vermutet werden, wie wichtig die Geschichte dem Regisseur war und ist. Jedes Detail wird genauestens beleuchtet und wiedergegeben. Abkürzungen waren hier keine Option.

Natürlich hat dieser Film verdient den Oscar gewonnen. Man findet einen der besten Filme zu diesem Thema. Als großer Anhänger des unkonventionellen Steve McQueens setzt aber immer wieder Enttäuschung ein und man hofft, dass der Engländer nicht mehr in das Hollywood-Einmachglas gezogen wird.

Regie: Steve McQueen
Darsteller: Chiwetel Ejiofor, Michael Fassbender, Lupita Nyong’o, Paul Giamatti, Benedict Cumberbatch
DVD-VÖ: 16. Mai 2014, Universal Pictures Germany GmbH

In Zusammenarbeit mit Universal Pictures Germany GmbH verlosen wir 1 Exemplar der DVD und 1 Exemplar des Buchs zum Film von ‘12 Years a Slave’ – ihr wollt gewinnen? Dann schreibt uns bis zum 23. Mai eine Mail mit eurer Adresse bzw. dem Betreff ‘Slave’ an gewinnen@bedroomdisco.de und mit etwas Glück habt ihr schon bald Gewinnpost von uns in eurem Briefkasten!

 

 

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Über den Autor

Tobias ist 31, Schwabe aus Überzeugung, trägt aus Prinzip keine kurzen Hosen. Liebt Musik, Bücher, Filme und Schnitzel.



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