Kritik

Veröffentlicht am 28.01.2019 | von Julius Tamm

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KEEPERS – DIE LEUCHTTURMWÄRTER – Filmkritik

Wir müssen zusammenhalten, verstanden?

(Thomas Marshall – Keepers – Die Leuchtturmwärter)

Wir Menschen brauchen körperliche Nähe, um zu überleben – Neugeborene, denen Berührung verweigert wird, sterben. Aus diesem Grund ist die Einsamkeit ein beliebtes Mittel, Filmen die richtige Stimmung zu verleihen. Eine einsame Hütte im Wald, ein verschneites Hotel in den Bergen oder eine abgelegene Leuchtturminsel – sie alle lassen Menschen verrückt werden. Mit Keepers – Die Leuchtturmwächter präsentiert uns Kristoffer Nyholm einen Film, der uns fast in den Wahnsinn treibt.

Die drei Seemänner James (Gerard Butler), Thomas (Peter Mullan) und Donald (Connor Swindells) begeben sich auf eine kleine Leuchtturminsel vor der schottischen Küste. Ihr Auftrag ist es, für die nächsten Monate die Anlage zu hüten und den Leuchtturm am Laufen zu halten. Umringt von den Weiten der stürmischen Nordsee gehen die Männer monoton ihrer Arbeit nach bis eines Tages ein Mann mit einer Truhe an das Ufer der Insel gespült wird. Zuerst für tot erklärt, attackiert der Schiffsbrüchige Donald bei dem Versuch, ihn zu retten. Gerade so kann der junge Leuchtturmwärter seinen Angreifer bezwingen und sein eigenes Leben retten. Neugierig, was sich in der Truhe befinden könnte, wenn schon jemand dafür töten würde, öffnen die Männer sie und entdecken jede Menge Goldbarren. Während sich Donald und James freuen, endlich ihrem einfachen Dasein entfliehen zu können, weiß Thomas, dass so ein Schatz Ärger bedeutet. Nicht lange müssen sie warten, bis die eigentlichen Besitzer auftauchen und den Leuchtturmwärtern an den Kragen wollen. 

„Where’s my gold?“ – na auf jeden Fall nicht in diesem Film. Da kann Søren Malling aka Locke noch so viel Schreien. Was wir hier zu sehen bekommen, ist an Plumpheit und Ödnis kaum zu überbieten. Nicht nur, dass Keepers – Die Leuchtturmwächter mit wirklich schlecht geschriebenen Dialogen ewig braucht, um Fahrt aufzunehmen, nein, er versagt auch kläglich, die Geschichte richtig in Szene zu setzen. Es wirkt fast so, als hätte sich der Regisseur nicht zwischen zwei Handlungssträngen entscheiden können. Einerseits sind da der Goldschatz und seine Besitzer, die ihn sich zurückholen wollen, andererseits haben wir aber auch noch drei Leuchtturmwärter am Rande des Wahnsinns. Irgendwie wollen beide Storys nicht zusammenfließen und machen damit aus diesem Film ein unfassbar langweiliges Kuddelmuddel. 

Regie: Kristoffer Nyholm
Darsteller: Peter Mullan, Gerard Butler, Joe Alwyn
DVD-VÖ: 25. Januar 2019, Universum Film GmbH

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Über den Autor

Hat irgendwas mit Medien studiert, schaut gerne Filme und trinkt zu viel Tee. Schreibt für bedroomdisco, FRIZZ Darmstadt und bei hr-iNFO Online



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